C64 BTX Modul und D-BT-03 Modem

Es gibt 635 Antworten in diesem Thema, welches 96.590 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (12. September 2025 um 05:20) ist von Markus64.

  • Eben habe ich schonmal eine SD-Karte mit dem Raspi-Betriebssystem vorbereitet:

    Hier gibt es eine Auswahl von Betriebssystemen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Ich habe das „Raspberry Pi OS with desktop“ (1.2 GB – entpackt 4GB) und eine 8 GB SD-Karte ausgewählt.

    Die SD-Karte mit dem SDFormatter formatieren (FAT 32).

    Das Image entpacken und mit dem Win32DiskImager auf die SD-Karte schreiben.

    Die SD-Karte in einen Raspi 2 oder 3 einlegen, Netzwerkkabel, Tastatur und Bildschirm anschließen und starten. Wenn alles klappt, sollte der Raspi zu einem Desktop booten, es folgen noch Abfragen zum Land und Tastaturlayout. Ich steuere den Raspi gerne über SSH vom PC aus. Damit das funktioniert, muss SSH zunächst am Raspi aktiviert werden. Dazu auf dem Raspi ein "Terminal" öffnen und folgendes eingeben:


    sudo raspi-config

    Dann unter „Interface options" den Punkt "Enable/Disable remote command line using SSH" anwählen und SSH enablen.


    Jetzt die IP-Adresse des Raspi z.B. über den Router ermitteln (z.B. 192.168.178.67). Dann am PC das Freeware - Tool Putty starten, als Connection SSH / Port 22 auswählen und unter IP-Adress die ermittelte IP4-Adresse des Raspi eingeben. Das Terminalfenster mit „open“ starten. Als login-Name „Pi“ eingeben, das Passwort lautet „raspberry“ ("blind" eingeben und Enter)

    Dann folgendes eingeben, um updates herunterzuladen:

    sudo apt-get update && apt-get upgrade

    und anschließend neu starten:

    sudo reboot

    (Putty muss nach dem Reboot wieder neu gestartet werden)

    Danach SPI enablen (damit kann der ATmega "in circuit" auf dem DBT-03 Emulator-Shield geflashed werden):

    sudo raspi-config

    - Interface Options (Punkt 3)

    - P4 SPI Enable/Disable automatic loading SPI kernel module

    - Menu verlassen

    Software Installation:

    sudo apt-get install git

    (damit bekommt man Zugriff auf github, wo die Sourcen liegen)

    sudo git clone Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    (lädt Firmware und Scripte von Github)

    sudo apt-get install avrdude

    (AVR - Programm zum Flashen des ATMEGA herunterladen und installieren)

    cd /etc

    sudo nano avrdude.conf

    (hier muss die Geschwindigkeit für das erstmalige Flashen des ATmegas einmalig reduziert werden. Das hängt damit zusammen, dass der unprogrammierte ATmega nur mit einem internen 1 MHz Takt arbeitet)

    In dem Editor muss man mit den Cursortasten durch das ellenlange File navigieren bis zum Eintrag für den programmer linuxspi oder einfacher mit STRG+W nach "linuxspi" suchen.

    :

    :

    programmer id = "linuxspi“;

    desc = "Use Linux SPI device in /dev/spidev*“;

    type = "linuxspi";

    reset = 25;

    baudrate=40000; ===> hier eine Null wegnehmen, also die Baudrate auf 4000 einstellen

    Die Änderungen mit STRG+O abspeichern (zur Sicherheit nochmal aufrufen, ob die Baudrate tats. auf 4000 geändert ist)

    Mit dem nächsten Befehl würde der ATmega geflashed werden, was natürlich mangels Platine und Atmega noch nicht geht:

    sudo apt-get install wiringpi

    (möglicherweise wird in diesem ersten "Durchgang" der Bootloader geflashed, da bin ich mir nicht sicher, aber gemäß der Anleitung im telexforum soll es so gemacht werden)

    Dann in das Verzeichnis /rpi-dbt03 wechseln und das Script ausführen:

    ./do_everything.sh

    Damit wird der ATMEGA erneut geflashed (jetzt mit höherer Geschwindigkeit, da er nun mit dem externen 8 MHz Takt läuft) und der rpi_dbt03 Dienst wird installiert. Wenn alles geklappt hat, sollte die gelbe LED mittelschnell blinken, die orange LED leuchtet dauernd.

    Jedes mal, wenn der Raspi neu gestartet wird, startet der Dienst rpi_dbt03 automatisch.


  • => witzig dabei sind alte "Fußball-Ergebnis", Bundesliga-Tabellen und Top10 von "Formel-EINS" aus dem WDR ;)

    Bei "Formel Eins" konnte man damals per BTX die Plazierung für die nächste Woche tippen. Hatte ich einmal den ersten Platz gemacht und ein Fan-Paket gewonnen. Wahrscheinlich haben nur ne Hand voll Leute mitgemacht :D

    Finde das Thema sehr spannend und habe mir für kleines Geld auch so ein Fe AP 90-1.1 BTX Multitel geschossen, vermutlich aber defekt. Mal sehen wenns da ist...

  • Finde das Thema sehr spannend und habe mir für kleines Geld auch so ein Fe AP 90-1.1 BTX Multitel geschossen,

    für 21,50 Euro ;)

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  • Das ist der gleiche Anbieter, von dem ich mein Multitel gekauft hatte .... der versendet recht flott. Wenn das Multitel wie beschrieben 3 Din-Anschlüsse hat, dann ist das ein Fe Ap 90-1.2. Der unterscheidet sich vom Fe Ap 90-1.1 dadurch, dass zusätzliche Buchsen für einen Drucker und externen Farbmonitor vorhanden sind. Ansonsten sind die beiden Modelle wohl identisch. Auf Telefonanleitungen.de gibt es Handbücher und auch ein paar Service-Unterlagen.

    Heute kommt auch mein Paket von Herrn Wu von JLCPCB, das ging diesmal sehr schnell, in einem Tag durch den Zoll in Köln. Meine letzte Platinenbestellung war 3 Wochen unterwegs weil sie mehrfach zwischen Leipzig und Köln hin und her pendelte ...

  • Den Text hat er nur kopiert, den ganzen Absatz findet man wortgleich im Netz. Nach den Bildern ist das Modem schon eingebaut und es kommt ein TAE-Stecker direkt aus dem Gerät. Nur eine weitere Din-Buchse.

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  • wau.... richtig flott.... ich bin gespannt...

    Habe mir jetzt "auch" ein Amiga Kabel ;) bestellt :D

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  • Eben habe ich die Programmierung des ATmega erfolgreich abgeschlossen. Es funktioniert grundsätzlich so wie im PostBitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. beschrieben, allerdings mit ein paar Änderungen (ab der Stelle, wo die Baudrate auf 4000 geändert wird):

    mit dem Befehl

    sudo apt-get install wiringpi

    wird der ATmega noch nicht wie im PostBitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. beschrieben programmiert, sondern das Programm wiringpi wird heruntergeladen und installiert.

    dann in das Verzeichnis rpi-dbt03 wechseln:

    cd rpi-dbt03

    Bei der Ausführung des scripts muss ein "sudo" vorangestellt werden (damit erhält man uneingeschränkte Rechte). Macht man das wie im PostBitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. nicht, wird das Flashen mit der Fehlermeldung "Fatal error: can't create spi_db03.o: Keine Berechtigung" abgebrochen. Also folgendes eingeben:

    sudo ./do_everything.sh

    Mit dem script werden noch einige PRGs heruntergeladen und installiert und anschließend wird der ATMEGA geflashed und der rpi_dbt03 Dienst wird gestartet.

    Wenn die Programmierung erfolgreich ist, blinkt die gelbe LED mittelschnell und die orange LED leuchtet dauernd.

    Morgen werde ich die 2x3 Pin Stiftleiste J2 noch mit einer 7-poligen Kupplung/Buchse verbinden und dann ist dann ganze bereit zur Verbindung mit dem C64-BTX-Modul, dem MultiTel und dem Amiga-Kabel. Bin schon sehr gespannt.

  • Wenn ich es richtig verstanden habe simuliert der Raspi das dbt-03 und den BTX-Server als in sich abgeschlosses System?

    Oder könnte man damit auch eine Verbindung zu einem anderen Server übers Internet aufbauen, ähnlich wie mit dem wlan-Modem?

    Ich würde mich gerne zu dem Server unter der angegebenen Rufnummer verbinden. Cool wäre es darüber Nachrichten auszutauschen.

    Spannend wäre auch eine F64-BTX-Seite, auch wenn es nur statischer Inhalt wäre.

    Mein BTX-Modul funktioniert, muss mir noch eine Anschlussbox besorgen. Beim Multitel Frage ich mich, ob da die Anschlussbox bereits integriert ist oder ob das TAE-Kabel nur fürs telefonieren ist und auch ein dbt-03 benötigt wird.

  • Hi,

    das Fe Ap 90-1.1 (Multitel 11) hat kein Modem eingebaut. Der TAE-F Stecker des Multitels ist nur zum Telefonieren da. Der TAE-N Stecker des DBT-03 kommt in die gleiche TAE-Dose, das DBT-03 wird dann über das Din-Kabel mit dem Multitel verbunden. Dann wählt man mit dem Multitel die Nummer des BTX-Servers und wenn die Pieptöne des Servers zu hören sind, drückt man am Multitel die BTX-Taste. Damit das so funktioniert (individuelle Anwahl, ....), muss im Multitel ein DIP-Schalter, ebenso wie im DBT-03, entsprechend eingestellt werden (siehe hier im Thread weiter vorne).

    Der DBT-03 Emulator übernimmt nur die Funktion des DBT-03 Modems, nicht des BTX-Servers. Der Raspi ist über das Heimnetzwerk mit dem Internet verbunden und stellt übers Internet die Verbindung zum BTX-Server her.

    Heute habe ich den BTX - Server mit dem C64-BTX-Modul und dem EBT-03 Emulator erfolgreich anwählen können:

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    Zu beachten ist, dass man die Zeichen "#" und "*" nicht etwa über die entsprechenden Tasten auf der C64-Tastatur eingeben darf, sondern:

    # = F3 und * = F1 (da ist die Tastaturschablone aus der Modul-Anleitung sehr praktisch, hier im Thread weiter vorne)

    Zu Beginn bei Benutzerkennung, Mitbenutzer und Kennwort immer F3 drücken. Dabei ist etwas Geduld erforderlich, der "upload" geht ja nur mit 75 Baud!

    Der DBT-03 Emulator stellt laut den Angaben die ich gefunden habe eine IP-Verbundung über

    195.201.94.166:20000

    her (was auch immer das genau bedeutet).

    Diese "Adresse" dürfte in der Firmware stecken, welche in den Atmega geflashed wird.

    Wer in c programmieren kann, für den dürfte es eine Kleinigkeit sein, in den Sourcecode eine andere Adresse einzugeben.

    Das Verbindungskabel zwischen dem 2x3-poligen Header auf der Emulatorplatine und der 7-poligen DIN-Kupplung/Buchse ist wie folgt belegt:

    Blick auf die Platine (so dass Beschriftung der Platine richtig herum lesbar ist) :

    O (ED) O (ED) O (E)


    O (S) O (E) O (SD)

    Blick auf die Buchse / Kupplung von vorne:

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    1 nicht belegt

    2 Masse (E)

    3 + 4 nicht belegt

    5 Empfangsdaten (ED)

    6 Sendedaten (SD)

    7 Steuersignal (S)

    Zu beachten ist, dass der Aufdruck der Belegung auf der Platine die Belegung des Steckers von vorne gesehen zeigt.

    Weiter geht es nachher mit einer Verbindung über den Amiga.

    Grüße,

    Ralf

  • Auf dem Raspi läuft ja Linux, es ist keine Bare-Metal-Firmware. Das heißt, man kann bestimmt noch zusätzlich zur Modem-Emulation auch den Open-Source-BTX-Server auf dem Raspi laufen lassen, wenn man es möchte.

    ralf02: Deine beiden Screenshots im letzten Posting - die stammen nicht vom C64-VIC2, sondern vom Bildausgang am BTX-Modul, oder? Schön wäre es zu sehen, wie die Bilder sich unterscheiden zwischen C64-Bild und Modul-Bild. :thumbup:

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  • Ja das kann ich auch nochmal testen, wie die BTX-Grafik am Videoausgang des C64 aussieht.

    Hier der Anwahlversuch mit einem A2000:

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    Man muss Amiga + Alt rechts drücken, um das Menü zu sehen. Die Anwahl erfolgt mit Amiga + S.

    Bei meinem BTX-Emulator ist mir aufgefallen, dass die grünen LEDs nicht leuchten. Die oberen beiden LEDs (rot + orange) haben 470 Ohm Vorwiderstände, während die gelben und grünen laut Schaltplan 2,2K Vorwiderstände haben. Damit leuchtet die gelbe LED (Mitte) noch ganz schwach, bei den grünen scheint die Spannung nicht mehr auszureichen. Vielleicht müssen da statt 2K2 auch 470 Ohm Vorwiderstände rein. Ich habe die beiden grünen LEDs durch gelbe ersetzt. Eine der beiden LEDs zeigt nämlich Datenverkehr an, jetzt leuchtet sie (im Foto aber gerade aus):

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  • Heute habe ich den BTX - Server mit dem C64-BTX-Modul und dem EBT-03 Emulator erfolgreich anwählen können:

    super geil... wenn man überlegt,..

    hat ein "oller" C64 (so wie damals) ein tolles FARB-BTX Bild gemacht :D

    super das es klappt...

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  • hat ein "oller" C64 (so wie damals) ein tolles FARB-BTX Bild gemacht :D

    Naja - eben nicht der C64. Die Screenshots oben stammen entweder vom Amiga oder vom BTX-Modul am C64, aber eben nicht vom C64. Deshalb bat ich ja ralf02 um Screenshots vom C64-VICII-Bild, um einen Vergleich zu haben. :)

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  • .. hmm.. naja.. das ist das Bild, was man als "C64" User damals auf dem "Zweitem" Monitor gesehen hat...

    klar, es kommt über den zweiten Videoausgang von der C64 "Karte"...

    ist aber für mich eine "C64"-Lösung :D

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  • Ich bohre ja nur, weil das BTX-Bild ja wahlweise auch vom VIC-II dargestellt werden konnte (mit geringerer Farbtiefe als am Modul möglich). Und ich bin einfach neugierig, wie (und wieviel schlechter) so ein BTX-Screen dann aussieht, wenn es vom VIC-II ausgegeben wird. Mit C64-Border drumrum.

    EDIT: Ich muss mir diese BTX-Demo mal auf meinem 64er ansehen, dort wird wohl dann im C64-Rahmen die Hintergrundfarbe eines Balkens mitgezeichnet (auch wenn es zeitlich nachgklappt):

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  • ich hatte damals ja auch BTX gemacht.. aber ich hatte 100% kein C64 BTX Modul...

    ich weiß aber nicht mehr,.. ob ich es nicht direkt mit dem AMIGA500 gemacht habe...

    Ich hatte auch kein DBT03-Post-Modem sondern "normal" mit 9600baud Modem

    und BTX-Software Emulation von Drewes oder so...

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