Compaq 1MB VRAM Board?

Es gibt 83 Antworten in diesem Thema, welches 13.585 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (21. März 2021 um 07:05) ist von Schmitti.

  • Wie bewandert bist Du mit dem Messgerät (Multimeter)?

    Folgendes könntest Du Dir bauen:

    a) Die Schaltung, die Compaq am Pin FS1 verwendet hat, für den FS0 nachbauen, mit Jumper und so weiter. Dann wäre die Beschaltung für FS0 identisch zu der am FS1.

    b) Pragmatisch: Pin FS0 abtrennen oder an einer geeigneten Stelle eventuell einen Widerstand auslöten. Es könnte aktuell einen Widerstand am Pin FS0 geben, der als Pullup an der +Versorgung hängt. Die würde ich auch mal ausmessen, ob Compaq dafür 3,3 V oder 5 V nutzt.

    Dann würde ich am Pin FS0 eine 3-Pin-Steckleiste anschließen, also den mittleren Kontakt über einen Pullwiderstand an FS0. Als Pullwiderstand würde ich etwas in der Größenordnung 4,7 kOhm oder 10 kOhm nehmen.

    Die beiden äußeren Pin der 3-Pin-Steckleiste würde ich dann mit Masse und +Versorgung verbinden.

    -> Mit der Lösung kannst Du dann umschalten.

    Tip:

    Bevor ist den Pentium-166MMX verwenden würde, würde ich erstmal schauen, ob Dein Pentium-133 nicht schneller laufen kann. Mit ein bisschen Glück hast Du eine Version, die nicht gelockt ist und die läuft dann vielleicht mit 166 MHz oder vielleicht sogar mit 200 MHz. In der späteren Zeit waren viele kleinere Pentium-Prozessoren bei Intel von der Qualität so gut, dass die problemlos schneller liefen.

    Problem beim Pentium-166MMX ist, dass der eigentlich eine andere Kernspannung haben möchte. Da würde ich vorher eine Hochrechnung machen, ob der Regler auf dem Compaq-Board den Mehrenergiebedarf des Pentium-166MMX bei 3,x V packen wird. Der dürfte nämlich ein ganzes Eckchen mehr Strom ziehen, wenn Du die Spannung für den Kern höher setzt.

    Arbeitet das Mainboard mit 3,3 V oder mit 3,52 V? Vielleicht kannst Du das mal messen. Auch das spielt am Ende eine Rolle.

    Ergänzung:

    Ich habe es kurz überschlagen: Eine Spannungserhöhung beim Pentium-166MMX auf 3,52 V würde er vermutlich sogar eine Weile überleben, auch wenn es außerhalb der Spezifikation ist, aber die erhöhte Spannung erhöht im Worst-Case auch den Strombedarf um etwa 26 % auf fast 6 A (statt 4,75 A) und die Verlustwärme auf leicht über 20 W (statt 13,1 W). Absolut max. Rating für die Kernspannung ist 3,7 V. Da wärst Du mit 3,52 V schon ziemlich dicht dran (Auch Ripple-Spannung zählt dazu).

    Der normale Pentium-166 im Vergleich benötigt etwa 4,25 A und gibt 14,5 W ab. Absolut max. Rating für die Spannung ist 4,6 V.

    -> Kann funktionieren, wenn man genau weiß, was man macht, aber wird vermutlich grenzwertig sein, wenn man keine weiteren Optimierungen zu Spannungsglättung vornimmt. Der Prozessor wäre aus meiner Sicht noch nicht einmal das schlimmste, aber schade, wenn das Board etwas abkriegen würde.

    --> Ich würde zuerst mal versuchen den Pentium-133 zu übertakten. Das dürfte unkritischer sein.

    Bitte auch nicht als Schwarzmalerei verstehen. Ich würde es für mich wahrscheinlich mit entsprechenden Schritten sogar probieren, das hinzubekommen. Aber ich weiß nicht, wie gut Du die ganze Thematik kennst, worauf zu achten ist usw., um das stabil zum Fliegen zu bekommen.

  • Danke Schmitti :thumbup:

    Habe heute morgen etwas gemessen.. Der Compaq schaltet den ICS9158-4 mit 5V, der Pullwiederstand ist 4,7 kOhm groß.

    Also kurz Pin24 (FS0) freigelötet, und eine Leitung mit 4,7 kOhm Wiederstand nach Masse gelegt.. und der Compag läuft nun mit 133MHz :D

    Das Bios meldet zwar einen Compaq Prolinea 5120e mit 120MHz, aber CPU-z und Sysinfo zeigen Pentium 133 an.

    Der Rechner ich nochmal schneller geworden..

    PC Player Bench 26,6 --> 29,4 Bilder/s

    3D Bench 1.0 76,9 --> 83,3 Bilder/s

    Chris 3D Bench 119 --> 130 Bilder/s

    Vorerst lasse ich es so.. Ich werde jetzt ausgiebig testen, ob der Compaq mit 66,6 MHz stabil funktioniert.

    Den Pentium 166MMX werde ich nicht einbauen, das Risiko ist mir doch zu groß.. ;)

  • Hey, schön, danke für Deine Rückmeldung. Freut mich sehr, dass das geklappt hat. Dann lag war meine Einschätzung per Ferne gar nicht so falsch. Mist, Eigenlob. :-/

    Ne, aber freut mich wirklich, dass die 66 MHz bei Dir klappen und Du das auch als Beschleunigung sehen kannst.

    Auch gut, wenn Du das jetzt erstmal prüfst, ob alles stabil läuft. Das ist ja wichtig.

    Danach könnte man nochmal schauen, ob der Pentium-133 vielleicht auch als Pentium-166 laufen würde, wenn die Leistung notwendig wäre.

    :thumbup:

  • Schmitti, einfach Top :thumbup:

    Die Voodoo2 Karte läuft nun viel besser, spiele jetzt Forsaken flüssig, und grinse über das ganze Gesicht.. ...und ein Pentium III Rechner steht daneben.. LoL !

    Übertakten wird nicht einfach.. Kann Multi 1,5 oder 2 wählen, aber 2,5 oder 3 ?

    Momentan ist es Ok. Demnächst kommt noch (hoffentlich) die Speichererweiterung für den Cirrus Logic VGA- Chip.


    Bis hierhin, vielen Dank Euch allen :thumbup:

  • Ja, der Pentium mit 133 MHz hat jetzt mehr Leistung, die Voodoo2 anzusteuern, wobei der höhere Bustakt da sicherlich mehr ausmacht, als die reine Differenz zwischen 133 und 120 MHz.

    Multiplikator: Ja, von Haus aus, fehlt der aus dem Mainboard. Den müsste man dann gegebenenfalls auf ähnliche Art nachrüsten, wie Du das mit dem Takt gemacht hast, per Jumper oder fest verdrahtet, da man dazu an den BF1-Pin des Sockel 5/7 heran muss. Über diesen wird das eingestellt. Das Compaq-Mainboard bietet Dir aktuell nur die Möglichkeit, den Pin BF0 umzustellen.

    Aber jetzt erstmal viel Spass damit. :thumbup:

    Pentium III: Die sind inzwischen auch nicht mehr so verbreitet und sicherlich auch als Retro inzwischen zu bezeichnen. Was für einen Pentium III und was für ein Mainboard hast Du denn?

  • Moin :hatsoff:

    Der PIII Rechner:

    Asus P2B Slot1 Mainboard

    MSI- S370 Adapter + PIII 1GHz

    256MB SD- RAM

    Ati Radeon 9800Pro 128MB AGP

    2x Voodoo2 SLI

    SB AWE64

    PCI- Netzwerkkarte

    2x 40GB FP

    Win98se / 4x USB

  • Super, das ist ja dann sogar ein richtig schneller Pentium III. Mehr geht kaum als 1000 MHz und das P2B ist auch ein solides Mainboard. Mit 2 x Voodoo2 ist dann dann aber auch hervorragend bestückt. Cool. :smile:

  • Mir muss klar werden, dass Spiele die auf dem PIII gut laufen, nicht unbedingt auf dem Pentium 133 laufen müssen. Da muss ich Programme wählen, die auf Pentium 1 niveau geschrieben worden sind.

    Forsaken läuft hier sehr gut, Unreal nicht so gut.. Benötigt mehr Power.

  • Ja, das ist klar, den P III hat natürlich deutlich mehr Dampf im Kessel. Da kann der Compaq-PC per se nicht mithalten.

    Wenn Du Lust und Gelegenheit hast, könntest Du mal messen, was Du an Datendurchsatz auf dem Pentium-133 im Compaq mit der 10-Mb-Netzwerkarte erreichst. Das würde mich interessieren.

    Was mir auch noch eingefallen ist: Den Pentium-75 könntest Du bei Übertaktungsversuchen auch mal ausprobieren. Würde mich nicht wundern, wenn der vielleicht sogar schneller laufen würde als der Pentium-133, denn die Pentium-75 sind oft künstlich herunterdatierte schnellere Varianten. Die Produktion bei Intel war am Ende teilweise sehr gut.

  • Schmitti, ich bin jetzt mehr als zufrieden.. Man sollte auch bedenken, dass alles seine Grenzen hat.. Zb. das Netzteil hat nur 145W..

    Über das Mainboard haben wir keine Technischen Daten. Bevor irgendwann beim übertakten, der Computer plötzlich Rauch von sich gibt, belaße ich es lieber bei 133MHz.

    Bei der Bios und Treibersuche, habe ich in einem US- Forum jemanden gelesen, der einen Compeq Prolinea hatte mit 233MHz! Es war aber keine Intel CPU gewesen.. Ist aber für mich nicht weiter wichtig. Jetzt noch die CL- VGA Speichererweiterung, und gut ist :thumbup:

  • Ne, ist ja auch gut. Mir fällt bei der Generation immer viel ein, was man machen kann, um mehr rauszuholen aus einem älteren Sockel 5/7 Rechner. Ich mag die Generation und mit etwas Aufwand geht halt viel. Ich finde diese Generation für sein Alter als sehr vielseitig.

    Die Compaq-PC's aus der Zeit haben sehr oft ein 145W-Netzteil. Compaq hat aber auch Netzteile verbaut, die "echte" 145 W können. Auf vielen Noname 200W- und mehr Netzteilen seht oft mehr drauf was die nicht unbedingt als Dauerleistung können.

    Wenn man aber ehrlich ist, reichen im normalen PC aus der Zeit die 145 W auch locker aus. Mehr braucht man dann nur, wenn man viele Laufwerke mehr als üblich betreiben will.

    Als nicht Intel-Prozessor könnte das vielleicht ein Winchip C6, Winchip 2 von IDT sein, was derjenige dann mit 233 MHz betrieben hat. Die waren recht kompatibel, sind aber nicht so verbreitet..

  • Ich glaube es war tatsächlich ein Winchip.. Aber wie geschrieben, den P133er und die Voodoo2 Karte hatte ich ja schon in der Schublade liegen.. Der Prolinea hat jetzt insgesamt 64MB RAM, mehr soll angeblich wieder wg. der Cachearea ausbremsen.. Ein Pentium 200 overdrive, oder ein Winchip 233er kosten wieder viel Geld... Muss nicht sein.. ;)

  • Eigentlich müsste der Thread- Titel angepasst werden.. „Compaq Prolinea 575e aufrüsten“.. oder so ähnlich. :)

    Die IBM- Festplatte ist laut, ähnlich Laufgeräusch einer Kreissäge.. (übertrieben), und nur 8GB ließen sich ansprechen.. Das wurmt mich doch noch.. Hätte ich lieber eine CF- Lösung ausprobiert.. Oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit?

  • Die IBM- Festplatte ist laut, ähnlich Laufgeräusch einer Kreissäge.. (übertrieben), und nur 8GB ließen sich ansprechen.. Das wurmt mich doch noch.. Hätte ich lieber eine CF- Lösung ausprobiert.. Oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit?

    Es existieren auch P-ATA SSDs. Aber das wäre übertrieben für das System.
    Das einfachste ist, dass du eine modernere P-ATA HDD einbaust, die leiser ist, oder eben CF-Karte.

    Bei den CF-Adaptern solltest Du dann nur genau drauf achten, dass sie mit einem Slave (CD-ROM) zusammen laufen können.

  • Ich glaube es war tatsächlich ein Winchip.. Aber wie geschrieben, den P133er und die Voodoo2 Karte hatte ich ja schon in der Schublade liegen.. Der Prolinea hat jetzt insgesamt 64MB RAM, mehr soll angeblich wieder wg. der Cachearea ausbremsen.. Ein Pentium 200 overdrive, oder ein Winchip 233er kosten wieder viel Geld... Muss nicht sein.. ;)

    Ich denke, ich würde es jetzt auch erstmal beim jetzigen Prozessor belassen. 64 MB sind aber schon ordentlich für den Rechner. Mehr bringt nur etwas, wenn er ständig am Swappen wäre. Dann ist RAM immer noch schneller, auch wenn der nicht vom Cache abgedeckt ist.


    Eigentlich müsste der Thread- Titel angepasst werden.. „Compaq Prolinea 575e aufrüsten“.. oder so ähnlich. :)

    Die IBM- Festplatte ist laut, ähnlich Laufgeräusch einer Kreissäge.. (übertrieben), und nur 8GB ließen sich ansprechen.. Das wurmt mich doch noch.. Hätte ich lieber eine CF- Lösung ausprobiert.. Oder gibt es da noch eine andere Möglichkeit?

    Die 8GB-Grenze hättest Du bei der CF-Karte aber auch. Diese Grenze kommt durchs BIOS. Da gibt es zwei Möglichkeiten:

    a) neueres BIOS, das die Grenze nicht mehr hat oder

    b) Diskmanager.

    Die CF-Disk wäre allerdings leiser. Das stimmt. So hast Du auch das Retrogeräusch mit echter Festplatte. :smile:

  • Da ist so ein Geräusch, was Abends ins Ohr geht.. unangenehm.

    Oder ich wickle die Festplatte ein, nur habe bedenken wegen der Wärmeabfuhr.. Die soll ja nicht verbrennen.. :D

  • Hm, der Speicherdursatz ist bei mir Lt. Dr. Hardware nicht gut ;(


    Hier hat ein Kollege mit einen 486er deutlich mehr Power..

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