Plus4 - Datasettenproblem

Es gibt 56 Antworten in diesem Thema, welches 8.074 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (17. Februar 2021 um 00:14) ist von Capstan.

  • Mir persönlich ist sachliche Kritik immer willkommen, keiner ist unfehlbar und gemeinsam sind wir um so besser!

    Um es klar zu sagen: Eine solche Magnetisierung KANN auftreten, wenn Bänder abgespielt werden, die mit DC-Biasing aufgenommen wurden (also mit sehr billigen Recordern, deren Löschkopf ein einfacher Permanentmagnet ist oder Fehler im Biaskreis allgemein), WIRD aber insbesondere dann auftreten, wenn man den Azimuth mit einem magnetisierten Schraubendreher einzustellen versucht, magnetisierte Schrauben verwendet, oder wie von Dir geschildert, mal mit nem Magneten da dran gespielt wurde.

    Da eine solche Magnetisierung aber die bestehenden Bänder anlöscht und somit auf Dauer zu Leseproblemen führt, hielt ich es für richtig, diesen Aspekt auch mal zu erwähnen. Hätte vielleicht deutlicher schreiben sollen, dass das sicherlich nicht das Hauptproblem bei der konkreten Anfrage ist.

    (aber die Forumsbeiträge werden ja von Hilfesuchenden auch später gerne gelesen und als Vorlage verwendet und da gehört der Hinweis auf mögliche Magnetisierung m.E. schon mit rein, insbesondere, wenn mit "Wald und Wiesen"-Werkzeug gearbeitet wird (fachgerecht stellt man den Azimuth nur mit einem Schraubendreher aus Hartplastik oder Keramik ein!)

    n.B: Hatte -vor 25 und mehr Jahren- übrigens auch schon Fälle (in normalen Audio-CRs), in denen -im Wiedergabebetrieb!- sich eine Oszillation von Verstärker und Tonkopf einstellte! Hörte sich wie akustische Rückkopplung an, d.h. lauter Pfeifton, sobald getriggert), obwohl der Tonkopf offensichtlich ok war, wie auch dessen Zuleitung samt Schirmung! Leitungsführung zum Lautsprecher, Masseführung und altersschwache Kapazitäten hatten dazu geführt!

  • Ruudi

    Ich gebe Dir bei Deinen Ausführungen vollkommen Recht. War nicht mal als

    Kritik gemeint.

    Wir ergänzen uns mit unserem Wissen und helfen anderen um so besser :)

    Die Praxis (Radio und TV Techniker) hat mir diese Fehlerbilder mit der magnetisierung

    des Tonkopfes eben sehr wenig gezeigt.

    So, nun genug gefachsimpelt :) ;) ,

    Dem Jungen muss geholfen werden :)

    Hatte ihm angeboten in die Datasette reinzuschauen. Aber man bekommt dann sicherlich

    eine andere Datasette günstiger :)

    War jetzt in Hinsicht auf Preis Verpackung und Porto hin und zurück gemeint.

    Reparatur kostet nix bei mir :)

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Hallo,

    mal eine Frage ein die Runde: Gibt es irgendwo eine Quelle, die einem vielleicht eines der o.g. Datasettenjustierprogramme gebraucht für C16/PLUS4 auf Kassette verkaufen kann?

    Perspektivisch brauche ich das wohl. Ich stelle fest, dass die Datasette trotz vorheriger Justierung "nach Gefühl" nach ein paar Tagen wieder dejustiert ist - kann das denn sein?

  • Dejustieren sollte der Kopf sich nicht. Vielleicht ist da was lose etc.

    Die Datasette ist leicht zu öffnen. Das Laufwerk kannst Du im ganzen rausnehmen

    und dann sehen, ob der Kopf fest sitzt.

    Vielleicht ein schlechter Kontakt irgendwo. Drück mal einige male die Recordtaste (Kassette rein, aber nicht die Datasette anschließen)

    rein und dann wieder Stop drücken. Vielleicht hat der A/W Schalter irgendwie schlechten Kontakt.

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  • Hallo,

    mal eine Frage ein die Runde: Gibt es irgendwo eine Quelle, die einem vielleicht eines der o.g. Datasettenjustierprogramme gebraucht für C16/PLUS4 auf Kassette verkaufen kann?

    Perspektivisch brauche ich das wohl. Ich stelle fest, dass die Datasette trotz vorheriger Justierung "nach Gefühl" nach ein paar Tagen wieder dejustiert ist - kann das denn sein?

    Fixiere die Schraube nach dem Justieren, kommt vor das sich diese mal verstellt. Nimm einfach etwas Nagellack von deiner Frau :) .

  • Hallo,

    mal eine Frage ein die Runde: Gibt es irgendwo eine Quelle, die einem vielleicht eines der o.g. Datasettenjustierprogramme gebraucht für C16/PLUS4 auf Kassette verkaufen kann?

    Perspektivisch brauche ich das wohl. Ich stelle fest, dass die Datasette trotz vorheriger Justierung "nach Gefühl" nach ein paar Tagen wieder dejustiert ist - kann das denn sein?

    Alternative:

    Datasette am C64 justieren und danach wieder am C16 benutzen. Dafür braucht man nur einen Adapter, den man sich auch selbst bauen kann.

    Die Justageschraube wird nach erfolgeicher Justage mit Siegellack fixiert, damit die sich nicht von alleine verdrehen kann. Hast Du das gemacht?

    Hatte ihm angeboten in die Datasette reinzuschauen. Aber man bekommt dann sicherlich

    eine andere Datasette günstiger :)

    War jetzt in Hinsicht auf Preis Verpackung und Porto hin und zurück gemeint.

    Reparatur kostet nix bei mir :)

    Versand hin- und zurück kostet mit Hermes 8,80 EUR im S-Paket. Ob man dafür eine korrekt eingestellte Datasette bekommt, wäre ich mir nicht sicher. Eine zweite vielleicht, der Zustand aber sicherlich nicht zwingend korrekt eingestellt.

  • mal eine Frage ein die Runde: Gibt es irgendwo eine Quelle, die einem vielleicht eines der o.g. Datasettenjustierprogramme gebraucht für C16/PLUS4 auf Kassette verkaufen kann?

    Die beiden Justageprogramme sind eigentlich recht selten … du findest vermutlich eher jemanden in deiner Nähe, der dir die Datasette von Hand mal eben justiert … ich brauche definitv dafür kein Justageprogramm.

  • Wenn alles Schraubenfixieren und Einstellen nix bringt, dann gibt es noch zwei weitere "Verdächtige":

    1) der Kapstan-Roller samt -Welle, das ist die ca 1cm Durchmesser Gummi-Walze links neben dem Tonkopf

    Die Kapstan-Welle gehört wie der Tonkopf auch geputzt und falls nicht sicher ist, ob sie mal Kontakt zu nem Magneten hatte, auch entmagnetisiert.

    Putzen in dem Fall mit sehr wenig Alkohol, denn im Kapstan-Lager hat der Alk nix zu suchen, der löst Dir das (vermutlich wenige) dort befindliche Fett, dann läuft Metall auf Metall, weniger bekömmlich auf Dauer...

    Aber: KEINESFALLS fetten oder ÖLEN! Egal welches Öl und welches "Versprechen" eines Herstellers: das versaut Dir danach jedes Band und sorgt erst recht dafür, dass das Band nicht mehr in der richtigen Geschwindigkeit läuft!

    Den Roller auch mit Alkohol benetzen und mit fusselfreiem Tuch abwischen. Wenn er sehr verformt ist (das passiert, wenn die Datasette in Play oder Record-Position gelagert wurde...), dann nötigenfalls ersetzen, gibt es in allen denkbaren Durchmessern und Achsen auf ebay & Co. An der Mechanik nie rumbiegen, der Roller muss absolut plan aufliegen!


    2) der Motor resp. die ganze Mechanik:

    Wenn der Kapstan zwar gleichmäßig fördert, aber der Wickelmechanismus spinnt, dann sieht man (geeignete, durchsichtige Kassette vorausgesetzt), wie das Band immer mal wieder stockt und dann wie im Vorlauf schneller aufgewickelt wird.

    Meist hilft es, in alle Richtungen mal eine Weile zu spulen, damit sich das wieder einläuft...

    Generell hilft es, lange nicht genutzte Kassetten VOR dem Abspielen einmal komplett vor- und wieder zurück zu spulen! Gilt auch für Audio :wink:

    Wenn das nicht hilft, hilft nur noch eine Überprüfung der Motorgeschwindigkeit und des gleichmäßigen Motorlaufs, denn wenn irgendwas an der Mechanik zeitweise schwergängig ist, dann bremst das den Motor auch immer wieder aus, es "leiert" würde man bei Audio sagen...

    Das führt auch zu Lesefehleranfälligkeit...

    Was die reine Azimuth-Justage anbelangt: die muss bei geschlossenem Kassettenfach und in der Betriebslage und mit einem nichtmagnetischen, am Besten sogar nichtmetallischen Schraubendreher vorgenommen werden. Druck auf das Kassettenfach ist ebenso zu unterlassen (keine Handauflage!!!)

    Den Einfluss von leicht schrägem Kassettenfach kann man an normalen Recordern bei Audio-Aufnahmen leicht überprüfen, da hört man dann auch die schwindenden Höhen und bei Stereo auch den schwindenden/verzerrten Stereoeffekt...

    Deshalb hatten manche ganz gute Tapedecks auch nur einen Staubschutz, aber die Kassette wurde offen eingelegt, damit man diese korrekt einrasten konnte.

    Auch ein zerbrochenes Kassettenfach oder eine zu starke Feder an dem Fach führt dazu, dass sich das Fach verwindet und der Azimuth sich dann verstellt...

    Ich habe aus meiner Radio/TV-Zeit noch sämtliche Messmittel und Prüfkassetten hier, um Bandgeschwindigkeit, Gleichlauf (Wow&Flutter) und Frequenzgang/Azimuth korrekt einzustellen und die Drehmomente der Antriebe zu überprüfen.

    Wäre aber die erste DATAsette, die in den Genuss einer solchen Behandlung kommt, das macht man eigentlich nur bei hochwertigen Audio-Tapedecks :wink:

    Rate aber nach wie vor dazu, das Geld lieber in ein SD2IEC oder eine 1541-II (mit einer Alps- oder Chinon Mechanik! Ja keine, wo innen D500 auf dem LW steht!) zu stecken, da hast Du jeweils deutlich mehr von... Warten sollte man heute nur noch auf die DB (und das Corona-Ende...)

  • Wurde der Riemen denn schon mal getauscht ?

    Vermutlich wohl nicht.

    Meine Datasette am 64er wollte auch mal und mal nicht.

    Auf Verdacht den Riemen getauscht und nun tut sie ...

    Eine Datasette als Ergänzung zur Floppy und so weiter ist schon schön.

    Einzig und allein ist das natürlich nicht das wahre.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Verflixt, an einen Riemen hab ich gar nicht mehr gedacht, weil ja seit EWIGKEITEN direct drive "the word" ist, nicht nur bei Floppies, sondern gerade auch bei (Kassetten)-Tonbändern und Plattenspielern :wink:

    Also noch ein Grund mehr für:hammer:      8)

  • Ich bin froh, in meine Datasette vor 2 Jahren einen kleinen Lautsprecher mit ner 1 Transistoschaltung auszurüsten.

    Wenn eine Kassette nicht passt, Lautsprecher einschalten, azimuth nach Gehör einstellen und läuft gut. :)

    Ich kann nur anbieten, die Datasette für ihn zu überholen. So kommen wir schlecht weiter.

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

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    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Vielleicht wäre es eine Idee sowas als Zwischenstecklösung zu bauen ?

    Also zwischen Datasette und Rechner ?

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

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    TORFROCK

  • Ich stelle fest, dass die Datasette trotz vorheriger Justierung "nach Gefühl" nach ein paar Tagen wieder dejustiert ist - kann das denn sein?

    Klar kann das sein, wenn die Andruckrolle fertig ist, dann kannst am Kopf rumjustieren was du willst und die "Spur" wird nie passen!

  • Mal alle Verschleiss-Teile erneuern, also Riemen, Andruckrolle, Kondensatoren.

    Das Teil mal ein paar Stunden spulen lassen mit ner Kassette, die man nicht unbedingt mehr braucht (wenn was schief gehen sollte...)

    Wenns danach immer noch zickt: Fepo s Angebot nutzen oder neue Datasette kaufen (gibt auf ebay Unbenutzte in OVP für 49 EUR, aber da lässt sich sicher noch handeln, denn die gehen sicher nicht so schnell weg...) Umbau vom blassbeigen in das dunkle Gehäuse wäre dann natürlich angesagt...

    Oder das Interface bauen (lassen) und gleich ne Ladung Chips als Reserve und nen ordentlichen Recorder nutzen (z.b. die Grundig-Teile aus den 70ern, waren früher auch in Schulen weit verbreitet..)

    OT: Mein "Datasetten"-Recorder war damals schon uralt, ist älter als ich selbst, aus den späten 60ern und geht auch heute noch (nur Audio probiert, soviel Zeit hab ich nicht und auch keine Bänder mehr für C=)

  • Das wäre vermutlich der absolute Overkill.

    Den Riemen kann man ja schnell mal wechseln.Am besten so ein Set mit Riemen in allen möglichen Größen bei eBay ordern.

    Ansonsten weggeben das Ding und was anderes kaufen.

    Aber wenn man nicht wirklich weiß das das Tape in Ordnung ist, ist das alles Nonsens.

    Ich meine er schrieb doch am Anfang, den Basic Lernkurs liest das Ding.

    Wenn er nun eine andere Kassette nicht liest, hat das doch absolut Null Aussagekraft.

    Gib mir noch ein Hörnchen Met...Damit ich weiss wies weiter geht.

    Denn hab ich mich mit Met befeuchtet bin ich schon mal vor-erleuchtet...

    TORFROCK

  • Aber wenn man nicht wirklich weiß das das Tape in Ordnung ist, ist das alles Nonsens.

    Ich meine er schrieb doch am Anfang, den Basic Lernkurs liest das Ding.

    Wenn er nun eine andere Kassette nicht liest, hat das doch absolut Null Aussagekraft.

    Wurde diese Aussage nicht bald darauf schon relativiert, dass der Basic-Kurs auch nur noch sporadisch lädt?

    Auf dieser Verschlechterung (die offenbar mit Azimuth allein nicht mehr korrigierbar war) fußte meine Aussage, dass möglicherweise der Kopf (oder auch Kapstan etc) magnetisiert sein könnte, was bei jedem Abspielen die Bänder in Mitleidenschaft zieht, rein magnetisch versteht sich.

    Dazu käme dann noch mechanischer Stress, wenn die Kapstan-Rolle (l)eiert und das Band somit ab und an rutscht und der Aufwickelmechanismus dann daran "reisst", sobald wieder Gegenspannung herrscht.

    Führt natürlich allein aufgrund der Geschwindigkeits/Gleichlaufschwankung dann zu Lesefehlern...

    Wie gesagt: "Sinnvoll" ist hier im Forum Vieles nicht, man macht es aus eben aus Spass, Erinnerung an "damals" und weil man es KANN...8):love:

  • Wenn der TE schreibt, dass einige Zeit nach "erfolgreicher" Justage des Kopfes dann plötzlich wieder nichts mehr geht, dann wäre es sinnvoll als erstes alle bandführenden Teile zu reinigen, die Gummiteile auf Aushärtung/Verflüssigung zu prüfen.

    Wichtig ist, dass die Capstanwelle (Welle, an die bei PLAY/REC die Andruckrolle presst) gereinigt und fettfrei ist. Die Andruckrolle sollte nicht glatt und steinhart sein. Wenn die Andruckrolle leicht konisch ist, dann drückt es das Band aus der Spur und der Bandlauf stimmt nicht mehr (insbesondere in der Nähe des R/W-Kopfes!)!