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Apple IIe Platinum: Netzteil von 100 Volt auf 220 / 240 Volt umbauen?

  • Man kommt zu all den Dingen die man immer vor sich herschiebt. So auch der IIe der immer mit einem Spannungswandler benutzt werden will.


    Bestünde die Möglichkeit das eingebaute original Apple Netzteil auf 240 Volt umzubauen? Der Stecker ist schon Kaltgeräte, dahinter muss doch irgendwo die Möglichkeit bestehen aus den ankommenden 240 Volt die erwartete Spannung zu generieren damit das NT auch hier am Netz direkt läuft.


    Aber da fällt mir gerade die 50/60 Hz Sache ein, muss man das auch bedenken?

  • Schaltplan würde helfen.


    Kannst natürlich ein normales europäische //e Netzteil einbauen.


    Und die beiden X2 Kondensatoren musst du erneuern! Meine sind schon explodiert :(

    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Wahnsinn!!! Danke x1541....that´s it!

    Und unbedingt diese 4 Burschen austauschen!


    Viel Spaß und viel Erfolg :thumbsup:


    Zuletzt repariert:
    21.2. Logitech M570 Microschalter ausgetauscht - geplante Obsoleszenz durch Billigtaster?
    19.11. Toshiba 3,5" Floppy defekter Elko durch Kerko getauscht auf Motorplatine
    27.11. 1541B Dauerlauf, Elko im Resetschaltkreis defekt, nicht der 7406 wie zuerst verdächtigt!

  • Die gar nicht so dumme Frage mal zuerst: Ja, hat es

    Sicherung fliegt ohne Last

    Die Elkos hab ich noch nicht gewechselt, sind aber 250 V Versionen, sollte also klappen.


    Hier mal Fotos von der Unterseite wo ich keine Brücke drin habe. Es macht für mich auch keinen Sinn ob da oben oder unten eine Brücke oder ein Kondensator drin sitzt, was solll das bewirken? Wenn da eine Brücke drin ist läuft es auf 110 Vol. Wenn ich dann oben einen 10nf einbaue verbindet er das ganze nur an anderer Stelle und der Effekt ist der gleiche. Oder hab ich da was falsch verstanden?


  • Vorab, wie üblich:


    Wenn Du nicht über die entsprechende Ausbildung und Erfahrung sowie laufende Übung und somit Schaltberechtigung bis 1000V verfügst, dann solltest Du in Deinem ureigensten Interesse jegliche Arbeiten an Stromversorgungen und/oder Teilen der Hausinstallation sein lassen!


    Bei Fehlern können die Kondensatoren auch im ausgesteckten Zustand des Netzteils noch mehrere Tage lang aufgeladen sein und Dir einen potentiell tödlichen Stromschlag verpassen!


    Zudem stimmt die Aussage weiter oben im Thread, dass die Ladeelkos nach Gleichrichtung der 240V AC Eingang natürlich bis min. 350V historisch, heute 400V ausgelegt und freigegeben sein müssen, ebenso natürlich die ebenso schon angesprochenen X- und Y-Kondensatoren!


    Bevor Du diese allesamt getauscht hast (natürlich im abgesteckten Zustand und zuvoriger Überprüfung der Entladung der Kondensatoren) kann es jederzeit zu einem Versagen dieser Bauteile und thermischen Durchgehen kommen, was zu Folge-Verletzungen und Schäden (auch Bränden!) führen kann.


    So, jetzt zur Sache:


    Das Netzteil arbeitet nach einem steinzeitlich anmutenden Konzept des Selbstschwingers, kein Wunder bei US-Lo-Tech und der Entstehungszeit noch dazu.


    Ist mehr ein Störsender als ein Netzteil! :pumpkin:


    Der angesprochene 10nF quer bei 230V ist NOTWENDIG, um die Phasenlage der Hilfswicklungen sicher zu stellen, ebenso aus EMV-Gründen (dort aber eher wirkungslos nach heutigen Kriterien).


    An nem modernen, empfindlichen FI (10mA) wird das Netzteil nicht laufen, die Ableitströme dürften zu hoch sein.


    Daher wäre die Frage, ob denn nun wirklich die Sicherung fliegt, oder doch der FI?


    Sicherung im Gerät oder die im Hausverteiler?



    Möglicherweise sind auch die primären Dioden und Schalttransistoren für die 110V Ausführung "passend" und somit wie die oben erwähnten Kondensatoren für 230V deutlich zu klein ausgelegt und es kam zu einem spontanen Versagen gleich beim Bestromen.


    Bei passender Feinsicherung muss das nicht immer gleich optisch rsp. durch Rauchzeichen erkennbar sein!


    Insofern diese Bauteile durchmessen und die tatsächlich verbauten Typen rausschreiben und mittels Datenblättern abgleichen, ob min. 350V Spitzenspannungfestigkeit (besser 400V) gegeben ist.


    Aufgrund der Verschaltung mit den niederimpedanten Induktivitäten lassen sich nicht alle Halbleiter in der Schaltung einwandfrei vermessen, zumindest Kollektor oder Emitter resp. ein Pol der Dioden müsste jeweils ausgelötet sein für verlässliche Aussagen.


    Sollte es dann immer noch nicht laufen, müssten wir messtechnisch tiefer einsteigen, dazu wäre auf jeden Fall ein Trenn(Stell)Trafo und ein Oszilloskop mit isoliertem 10:1 Tastkopf notwendig, altes Analoges reicht, aber natürlich schadet auch was Besseres nicht... Dazu Digitalvoltmeter, am Besten mit True RMS und von Markenherstellern (also NICHT Uni-T oder Rigol, Hantek etc etc. oder gar Handelsmarken wie VoltCraft etc, wo man NIE so wirklich weiß, was nun wirklich drin steckt...)


    Oszi muss an einer Steckdose mit erfolgreich überprüftem Schutzleiter angeschlossen werden, klassische Nullung oder 2 pol. Anschluss wären lebensgefährlich, da dann am Oszi berührbare Teile unter voller Netzspannung oder gleichgerichteter equivalenter Spannung stehen könnten!

  • Hallo zusammen,


    ich würde eigentlich sagen, dass die Elkos ausreichend dimensioniert sind. Im Falle der Umschaltung auf 230V wird ja die Brücke entfernt - damit sind die beiden Kondensatoren in Reihe geschaltet und sollten bis 400V reichen. (Wenn das nicht so wäre, würde der Schaltplan ja auch gar nicht stimmen, denn er gibt ja als Umschaltung nur die Brücke an, kein Tausch von Bauteilen. Das wäre auch unüblich.) Im Kommentar oben war ja der Schaltplan noch nicht gepostet, daher vermutlich die Einschätzung sie seien zu knapp bemessen.


    Zum eigentlichen Problem:

    Ist das ein Kurzschluss durch eine Zinnbrücke? (Siehe mein anhängendes Bild. Im Bild nicht ganz gut zu sehen weil etwas unscharf.)


    Zur Fehlereingrenzung kann man die Brücke J2 entfernen und schauen, was dann passiert. Fliegt die Sicherung dann immer noch, tippe ich auf eine der vier Dioden. Das kann man dann aber rausmessen.


  • Na ja, ich wäre da mal vorsichtig, denn wenns nur die Brücke wäre, warum hätte sich Apple dann die kostensparende Möglichkeit zur Fertigung eines einzigen Derivats samt Umschalter, wie es ja bei vielen anderen Netzteilen -auch zu der Zeit schon- üblich war, entgehen lassen?


    Zum Anderen kann sich die Spannung an den Elkos durchaus -bei Lastsprüngen z.b. oder auch nicht ganz sinusförmiger Eingangsspannung, z.b. aus Auto-Wechselrichter stammend, auch asymmetrisch verteilen. mit Elkos, die jeder für sich die volle DC-Spitzen-Spannung ab kann, ist man definitiv auf der sicheren Seite und erneuert werden müssen die wohl eh und neue Bauformen sind auch kleiner, d.h. mit den höheren Spannungsfestigkeiten kommt man vermutlich wieder auf die alte Bauform...


    Y-Kondensatoren mit 250V Rating gehen definitiv hoch, sobald in der Nähe mal ein großer induktiver Verbraucher, wie ein Baukran oder ne schwere Flex etc. in Betrieb ist und plötzlich ausgeschaltet wird...


    Gilt wie oben beschrieben auch für weitere Teile, da es ja eine Bestückoption war und somit der Hersteller wusste, ob die nun für 110V oder 230V eingesetzt würden, da liegt es nahe, dann nicht überall die höher spezifizierten Teile einzusetzen...


    Aber mir fliegt der Elko oder Y-Kondensator ja nicht um die Ohren, also macht, was ihr nicht lassen könnt ;-)

  • Danke für Eure Hilfe. Das klingt alles sehr gut und Danke für Eure Mühe, ich weiß das sehr zu schätzen und hoffe das auch alles umzusetzen.


    Gestern Abend habe ich nochmal auf den Sicherungsträger geguckt (der auch immer auslöst) und ich habe dort immer das ganze mit 2A Sicherungen bestückt. Jetzt lese ich auf dem Träger das da 10A steht? Das scheint mir doch reichlich viel, ich habe damals die originale Sicherung irgendwie verlegt ohne einen Blick drauf zu werfen..schande.... aber ich denke mal damit ist die maximale Belastbarkeit gemeint.

    Smarty73: Die Brücke schaue ich mal an, bei meinen Lötkünsten kann es gut sein das ich das unbeabsichtigt produziert habe.

  • Der aufgedruckte Wert ist die maximale Belastbarkeit des Sicherungshalters!


    Höher als mit 10A "abgesichert" mutiert der Träger selbst zur Sicherung, sprich zerstört sich thermisch, was auch ungewollte Folgen haben könnte...

    Über die in der Anwendung tatsächlich sinnvolle Absicherung im Bereich darunter sagt die Beschriftung gar nichts aus!


    Wenn es die Absicherung der sekundären 5V Schiene ist (aus dem Foto nicht erkennbar...), dann wären aber einige A sicherlich sinnvoll, damit das nicht beim Einschalten gleich auslöst, wenn die Kondensatoren alle geladen werden wollen und parallel natürlich auch die Chips Strom ziehen...


    Geh halt mal auf 5A und schau, was passiert, aber zuerst natürlich die angesprochene Lötstelle anschauen, sieht wirklich etwas verdächtig aus, aber kann natürlich über die Perspektive auch täuschen...


    Und sei Vorsichtig!