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Umstieg von Windows auf macOS – Irritationen [aus: Erste Macs mit ARM-CPU]

  • Afaik installiert VLC keine Codecs systemweit.

    Kann ich zu 100% zwar nicht bezeugen, da ich mir das im Detail nie angesehen habe, würde mich aber wundern wenn nicht, denn nachdem man VLC installiert hat, funktionieren die Codecs auch in allen anderen installierten Playern.

  • Das ist so ziemlich das unlogischste und unintuitivste was ich seit langem gehoert habe

    Ist aber auch egal, weil man das seit 20 Jahren nicht mehr tut!


    Auf jeden Fall länger nicht mehr, als bei Windows auf Start zu drücken, um es zu beenden. Von daher: jedes GUI hat irgendwelche Inkonsistenzen, die man einfach schluckt, wenn man es bedient. Ich finde, macOS hat diese kleine Inkonsistenz elegant abgeschafft, ohne Bestands-User um eine eingeübte Geste zu bringen. Nicht ganz leicht aber gut gelungen.


    Man muss sich vorstellen, dass das Ur-System vom Mac nur sehr wenige Funktions-Elemente auf dem Bildschirm hatte und man wahrscheinlich kein Icon nur für den Disk-Auswurf verschwenden wollte. Und im Gegensatz zum DOS-PC war das Abmelden von Laufwerken obligatorisch. Meine Güte, über welch olle Kamellen hier diskutiert wird (OK, wir sind in einem Retro-Computer-Forum) ;)


    Habe mal eine Frage, ein Kumpel hat das auch letztens gehabt: Altes .mov geöffnet, Quicktime meckert, kennt er nicht ;) Mit VLC gehts. Ham die mal die Kompatiblität ihrer eigenen alten Dateiformate abgeschafft...?

    Ja, es wurden über die Jahre auch mal alte Codecs aus QuickTime herausgenommen.


    M.W. ist MOV ein Containerformat (so wie z.B. auch mp4).

    Der MP4-Container ist sogar fast Apples MOV-Container, weil er darauf basiert. Manchmal kann man eine Datei einfach umbenennen, um sie auf manchen Geräten zum Laufen zu bringen – habe ich mit Smart-TVs schon erfolgreich probiert.


    ---


    Zu VLC auf dem Mac: Soweit ich weiß, installiert VLC keine Codecs nach. Dafür müsste es auch um die Erlaubnis des Users bitten (weil solche Sachen in den Systemordner wandern müssten) und ich wüsste nicht, dass VLC überhaupt etwas installiert/fragt. Der Player ist auf dem Mac, soweit ich mich erinnere, in seiner eigenen kleinen Sandbox. Perian war/ist hingegen eine Codec-Sammlung, die sich bei QuickTime einklinkt und somit jedem QuickTime-kompatiblen Programm zu Verfügung steht, egal ob dem QuickTime-Player oder welchem Tool auch immer.

  • Afaik installiert VLC keine Codecs systemweit.

    Kann ich zu 100% zwar nicht bezeugen, da ich mir das im Detail nie angesehen habe, würde mich aber wundern wenn nicht, denn nachdem man VLC installiert hat, funktionieren die Codecs auch in allen anderen installierten Playern.

    Okay, ich habe eben mal ausprobiert ein real Video im Windows Media Player unter Windows 10 abzuspielen. Kann er nicht. VLC installiert, der spielt es ab. WMP tut das immer noch nicht.

    Kannst du ein Beispiel nennen, bei dem das anders wäre?

    Bei der Installation des VLC wird angeboten, Plugins für Mozilla und ActiveX zu installieren. Das sind aber eher keine Sytemweiten Codecs, als eher ein VLC im Browserfenster.

  • Okay dann zurueck zum Thema oder zum Video. Sie hat ja Probleme mit dem "Schliessen" geaeussert. Was mich bei MacOS schon immer ein wenig wundert: Was genau soll eigentlich an den drei farbigen Buttons intuitiv sein?

  • Was genau soll eigentlich an den drei farbigen Buttons intuitiv sein?

    Erst einmal muss man verstehen, dass sie nicht (ganz) den 3 Buttons von Windows-Fenstern entsprechen. Das wird halt oftmals (von Umsteigern) vorausgesetzt. MacOS ist kein Windows-Clone.

  • Das beantwortet meine Frage nicht. Wenn Apple doch die Usability-Experten sind, und deren Worte die Bibel darstellen, warum macht man dann 3 gleich aussehende Buttons in ein Fenster, die sich lediglich durch die Farbe unterscheiden? Und dann auch noch in solch kritischen Farben wie rot und gruen, welche von 9% der Maenner schwer bis gar nicht unterschieden werden koennen?


    Da dies erst seit MacOS X der Fall ist, und zuvor echte Symbole verwendet wurden, die man selbst auf einem S/W-Geraet unterscheiden koennte, ist diese Frage doch berechtigt. Und hier im Thread geht es ja um die aktuellen MacOS-Design/Usability-Entscheidungen, die Fragen aufwerfen.

  • Das rote X schließt ein Fenster (die Symbole erscheinen erst bei Mausover). Eigentlich ganz klar – wenn es nicht so wäre, dass Windows dann auch gleich das zugehörige Programm beenden würde. Warum der Unterschied? Naja, Windows hat keine weiteren GUI-Elemente eines Programms außerhalb des Fensters – weswegen es evtl. Sinn macht, dann auch das Programm zu schließen. MacOS kennt hingegen diverse GUI-Elemente eines Programms außerhalb eines Dokumenten-Fensters, am auffälligsten vielleicht die Menü-Leiste. Also schließt man üblicherweise nur das Fenster, weil der Schließen-Knopf ja Teil des Fensters ist. We gesagt: Eigentlich logisch, solange man es von Windows nicht anders kennen gelernt hat.


    Es gibt aber Programme, die der Windows-Philosophie folgen und mit dem letzten Fenster auch die App schließen – wahrscheinlich will man es Umsteigern leichter machen.


    Um Missverständnissen aus dem Weg zu gehen: Auch Windows macht es (für sich) intuitiv – der Unterschied liegt einfach an unterschiedlichen GUI-Konzepten, teils auch gewachsenen.

  • die Symbole erscheinen erst bei Mausover

    Das ist aber auch noch nicht immer so, oder?


    Und Du magst mich jetzt fuer einen Apple-Basher halten, aber ich beziehe das nicht auf Apple - die machen das halt nunmal so und ich wuerde es in jeder anderen GUI genauso beanstanden: Was genau ist intuitiv an Symbolen, die erst bei MouseOver erscheinen? Man stelle sich andere Elemente in einer GUI vor, die ihre wahre Funktion erst bei MouseOver preisgeben. Warum macht man sowas?

  • Moin!

    Und Du magst mich jetzt fuer einen Apple-Basher halten, aber ich beziehe das nicht auf Apple - die machen das halt nunmal so und ich wuerde es in jeder anderen GUI genauso beanstanden: Was genau ist intuitiv an Symbolen, die erst bei MouseOver erscheinen? Man stelle sich andere Elemente in einer GUI vor, die ihre wahre Funktion erst bei MouseOver preisgeben. Warum macht man sowas?


    Ich stelle mir beim MacOS auch immer diese Frage.

    Es gibt auch unter Linux und Windows User, die alles ausblenden lassen, weil "es stört und nimmt Platz weg".


    Sicherlich eine Geschmackssache, ich mag solche Automatismen (= Ausblenden bei Nichtnutzung) überhaupt nicht.


    MfG

  • Hausboot Ja es gibt schon Dinge, die man ausblenden lassen kann, z.B. blende ich die Taskleiste automatisch aus. Aber damit bekomme ich ja wirklich mehr Platz. Ein Symbol auf einem Button auszublenden finde ich dagegen eher hirnrissig.


    Was mich bei Linux z.B. zur Zeit stoert ist GNOME ab Version 3. Da werden so viele Dinge, die mal moeglich waren, komplett ausradiert. Auch immer mit so tollen Begruendungen a la "warum sollte man das tun wollen". Ja ich tu das vielleicht schon seit 20 Jahren und will das gerne weiterhin tun und mir nicht von so 'nem Moechtegern-GUI-Experten wegnehmen lassen, nur weil er glaubt das sei "cleaner" wenn die Funktion rausgenommen wird. Ich koennte da einige Beispiele nennen aber das wird dann zu offtopic hier.

  • Das ist aber auch noch nicht immer so, oder?

    Da müsste ich erst nachschlagen, um das herauszufinden. Aktuell ist es so.


    Und Du magst mich jetzt fuer einen Apple-Basher halten

    Ein wenig. ;) Du hast selbst anderswo zugegeben, dass du Apple nicht magst. Warum sollte sich das spontan geändert haben?


    Was genau ist intuitiv an Symbolen, die erst bei MouseOver erscheinen?

    Die Anordnung und Einfärbung (es ist eine Ampel und wird auch meist so bezeichnet) ist wahrscheinlich ikonisch genug*. Jeder Macuser weiß, welcher Button welche Funktion hat und für Neulinge gibt es die Symboleinblendungen, sobald man mit der Maus in die Nähe kommt. Da hat sich aber auch noch nie jemand drüber beschwert.


    Rot bedeutet etwas "schlechtes/gefährliches" = Fenster wird geschlossen, Dokument könnte dabei verloren gehen. Gelb bedeutet eher etwas "neutrales" (noch nicht rot) = Fenster wird "reduziert" aber nicht geschlossen. Grün bedeutet etwas "positives" = Fenster wird vergrößert.


    Das angebliche Problem wird aber auch nicht geringer, wenn man Symbole dauerhaft einblendet, denn auch die Symbole (egal ob bei macOS oder Windows) sind nicht komplett selbsterklärend. Wofür steht denn ein Strich? Man muss also ohnehin lernen, was die Schaltflächen wirklich tun, egal, ob man Symbole dauerhaft einblendet oder im ersten Schritt die Anordnung und die Farben wirken lässt.

  • Ein wenig. ;) Du hast selbst anderswo zugegeben, dass du Apple nicht magst. Warum sollte sich das spontan geändert haben?

    Ich mag Apple auch nicht, aber "haten" ist ne Einstellung, "bashen" ist ja eher ne konkrete Handlung. Und ich bashe hier ja nicht herum weil ich Apple nicht mag, sondern ich finde die Design-Entscheidungen halt nunmal wirklich fragwuerdig. Wuerde Windows oder Linux dranstehen, wuerde ich das exakt genauso sehen. Nur bei Apple kommt halt noch dazu, dass die sich eben immer fuer die Design-Gurus halten (oder von anderen auch als solche bezeichnet werden, z.B. auch von Dir), daher finde ich es bei Apple in der Tat manchmal noch etwas amuesanter. Von Windows ist man ja gewohnt, dass es "kacke" ist, aber Apple ist halt immer das Nonplusultra. Nichtsdestotrotz wuerde ich dies aber wie gesagt in anderen GUIs auch ankreiden. Habe ja vorhin auch geschrieben was ich von GNOME 3.x halte.


    Das mit dem Ampelsystem finde ich... ich weiss eigentlich gar nicht was ich da sagen soll. Wenn das ernsthaft die Analogie ist, dann kann ich das wirklich nicht ernst nehmen. Oder ist das jetzt nur eine moegliche Interpretation, die Du Dir selbst hergeleitet hast?

  • Ach so – ich vergaß noch 2 Sachen bzgl. rotem Close-Button zu erwähnen: Der Schließen-Button war beim Mac schon immer links, daher ist er dort wohl auch geblieben. Wer meint, das würde gegen die natürliche Ordnung der Welt verstoßen, ist wohl auch Spät-Windows-geschädigt. ;)


    Und noch eine wichtige Funktion: Wurde der aktuelle Stand des Dokuments im Fenster noch nicht gesichert, erscheint dort (dauerhaft) ein Punkt. Man weiß also, dass man erst speichern sollte, bevor man schließt. Natürlich wird man zusätzlich gewarnt aber so hat man schon vorab die Info, dass der aktuelle Stand des Dokuments noch ungesichert ist.

  • Ob die Buttons links oder rechts sind, ist tatsaechlich unerheblich. Bei Windows war der Schliessen-Button frueher auch links, musste aber per Doppelklick betaetigt werden. Bei MacOS war es frueher auch wie bei Windows, ein Button links, zwei Buttons rechts. Jetzt sind halt alle links und bei Windows sind alle rechts. Da gibt es fuer mich kein richtig oder falsch.


    Das mit dem Speicherstand im Dokument ist sinnvoll, das loesen viele andere Programme auf ihre individuelle Art und Weise (meist durch ein Sternchen * im Titel oder in den jeweiligen Tabs). Das allgemein zu loesen ist sicherlich keine schlechte Idee. Da muss ich Apple jetzt AUSNAHMSWEISE mal loben ;) (wobei ich auch erstmal noch in der Praxis sehen muesste, ob das wirklich gut ist, oder ob das fuer manche Arten von Dokumenten/Anwendungen nicht passt. Ich denke da an MDI, sofern es das bei MacOS ueberhaupt gibt)

  • Ich arbeite sowohl mit Windows, als auch mit Mac.

    Ich finde Mac deutlich intuitiver. Aber ist das nicht sowieso eine subjektive Frage?!


    Seid doch mal ehrlich, immer wenn man etwas an macOS nicht intuitiv empfindet, vergleicht man das direkt mit Windows und wenn macOS es anders macht, ist es nicht intuitiv.

    Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Systeme mit - wie bereits gesagt - unterschiedlichen GUI-Konzepten.


    Entweder ich mag es oder ich mag es nicht, aber der ständige Vergleich zu Windoof macht gar keinen Sinn.

  • Nur bei Apple kommt halt noch dazu, dass die sich eben immer fuer die Design-Gurus halten (oder von anderen auch als solche bezeichnet werden, z.B. auch von Dir)

    Man muss aber auch mal die Kirche im Dorf lassen. Ich denke schon, dass bei Apple vieles durchdachter ist als anderswo – aber perfekt ist es natürlich auch nicht. Das behauptet aber auch weder Apple noch außenstehende GUI-Designer. Vieles ist eben auch gewachsen und lässt sich manchmal nur schwer anpassen. Du sagst ja selbst, dass du es doof findest, wenn irgendwelche Sachen, an die du dich gewöhnt hat, einfach so verschwinden. Aber es kommen halt bei GUIs naturgemäß immer neue Sachen hinzu – und dann mass man halt gucken, wie man das alles zusammenbekommt, ohne Alt-User vor den Kopf zu stoßen. Das ist auch bei Apple nicht anders.


    Das mit dem Ampelsystem finde ich... Oder ist das jetzt nur eine moegliche Interpretation, die Du Dir selbst hergeleitet hast?

    Gib mal macos und ampel bei Google ein.


    Ob die Buttons links oder rechts sind, ist tatsaechlich unerheblich.

    Allerdings beschweren sich manche selbst darüber, dass Apple sie frecherweise auf die "falsche" Seite gepackt hat. Da fällt mir dann auch nichts mehr zu ein.

  • Man stelle sich andere Elemente in einer GUI vor, die ihre wahre Funktion erst bei MouseOver preisgeben. Warum macht man sowas?

    Vermutlich dachte der Designer sich, dass das dann "sauberer" aussehen würde. Diese Fehlentscheidung sieht man ja auch gerne in Bildergallerien im Netz, wo man erstmal mit der Maus den Bildrand absuchen muss um die Schaltflächen zum vor-/zurückblättern zu finden, deren genaue Position am Rand immer irgendwo anders ist.


    Ja ich tu das vielleicht schon seit 20 Jahren und will das gerne weiterhin tun und mir nicht von so 'nem Moechtegern-GUI-Experten wegnehmen lassen, nur weil er glaubt das sei "cleaner" wenn die Funktion rausgenommen wird.

    Es wird ja gerne behauptet, dass 80% der Benutzer nur 20% der Funktionen eines komplexen Programms verwenden und man sich daher auf diese 20% beschränken könne, aber sind es wirklich bei jedem Benutzer die gleichen 20%?


    Und noch eine wichtige Funktion: Wurde der aktuelle Stand des Dokuments im Fenster noch nicht gesichert, erscheint dort (dauerhaft) ein Punkt.

    Das Feature scheint bei mir irgendwie kaputt zu sein.

  • Entweder ich mag es oder ich mag es nicht, aber der ständige Vergleich zu Windoof macht gar keinen Sinn.

    Man kann schlechte GUI-Entscheidungen auch kritisieren ohne sie mit einem anderen System zu vergleichen.


    Du sagst ja selbst, dass du es doof findest, wenn irgendwelche Sachen, an die du dich gewöhnt hat, einfach so verschwinden. Aber es kommen halt bei GUIs naturgemäß immer neue Sachen hinzu – und dann mass man halt gucken, wie man das alles zusammenbekommt, ohne Alt-User vor den Kopf zu stoßen. Das ist auch bei Apple nicht anders.

    Dann hast Du mich da vielleicht etwas falsch verstanden. Ich sage nicht, dass die Sachen einfach "anders" geworden sind, oder "woanders" zu finden sind, sondern sie sind einfach komplett entfernt worden. Das waere wie wenn man in einem Auto die Heizung und Klimaanlage entfernt mit der Begruendung, "das brauchen die meisten Leute doch eh nicht, im Winter fahren die ja mit Jacke und im Sommer im T-Shirt".


    Das Feature scheint bei mir irgendwie kaputt zu sein.

    Vielleicht musst Du erst die Maus ueber den Button bewegen :D