TED's produzieren

Es gibt 63 Antworten in diesem Thema, welches 17.103 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (2. Juli 2006 um 17:06) ist von C=+A USER.

  • Der C65 ist ein mythos, nichts weiter. Es gibt nur wenige davon, und jeder Sammler ist absolut scharf darauf (Ist übrigens nicht nur der 65er, sondern auch der 364, die 1752, der 264, ... und mein Liebling: die Lorraine)

    65er will ich nicht produzieren müssen, die wären a) nicht original und b) nicht bezahlbar.

    @C=+A USER: Kauf Dir einen c1, das unterstützt Jeri und macht riesen Spass beim basteln damit.

    Die Kalkulation ist leider noch nicht fertig, ich brauch dringend ein bisschen Wochenende :(.

  • Hallo,
    @s2k: Ja, ich bin weder großer Sammler (hab nur 7, bald 9 Cmputer) noch mag ich einen wirklichen C65 kaufen (da ich noch jung bin und das Geld nicht hab..., außerdem kann man damit eh nichtvel machen=Nutzwert=0...). Aber es wär mal ein neuer Computer, der mit C= zu tun hätte, das meinte ich!

    Der C1 ist nett, aber zu teuer und kann auch nicht alles (wenn er alle Systeme von C= so wie geplant unterstützen würde und annähernd perfekt wäre, wäre es toll. Aber so hab ich vom Emulator und/oder Original mehr.!

    War ja nur ein Traum von mir... ;)

    MfG C=+A USER

  • Zitat

    Original von C=+A USER
    ...außerdem kann man damit eh nichtvel machen=Nutzwert=0...

    Nicht wirklich - er kann nur nichts, wenn Du auf die CPU-Cores der Entwickler angewiesen bist. Wenn man mal 'nen Microcontroller mit etwas umfangreicherer Peripherie brauchst, ist der C1 gerade richtig.

    Zitat

    Der C1 ist nett, aber zu teuer und kann auch nicht alles (wenn er alle Systeme von C= so wie geplant unterstützen würde und annähernd perfekt wäre, wäre es toll. Aber so hab ich vom Emulator und/oder Original mehr.!

    Über die Rechtfertigung des Preises lässt sich ja bekantlich streiten... Allerdings kann man nicht erwarten, dass alle Cores in nullkommanix geschrieben sind - sind 'ne Menge VHDL-Zeilen...

    Obwohl die Diskussion hochinteressant ist, sollte sie in einen anderen Thread ausgelagert werden, da es hier eigentlich um was anders ging...

    --------------------

    Also:

    Ich bin mit den Projekt mal in die Planungsphase übergegangen - es gilt noch einige ungeklärte Fragen zu beantworten:

    (Wir gehen jetzt mal vom SID aus - TED's und 8501er sind noch beschaffbar)

    Sind irgendwo die monolitischen Schaltungen, deren Beschreibungen und 'ne vernünftige Technische Dokumentation verfügbar? Die Doku, die ich von CBM über den SID gefunden habe, ist ja hinten und vorne falsch. Die "offizielle" SID-Homepage kenne ich, die Infos auf dieser Page sind teilweise - sorry - kreuzfalsch.

    Existieren die alten Masken noch irgendwo? (Ich meine *alle* masken - nur ein Teil davon bringt mir gar nichts) Aus den alten Masken lassen sich scheinbar relativ einfach neue machen.


    Ausserdem - ein Preis von 10 Euros ist unrealistisch. Der jetztigen Projektbilanz nach werden die Dinger teurer.

  • Was machbar wäre, wären wohl CIAs und PLAs. Die PLAs sind ja im Endeffekt nur ein wenig passive Logik, und man könnte ohne allzu grossen Aufwand etwas entwickeln, was eine CIA ersetzt. SID und VIC-II sind jedoch momentan noch viel zu aufwendig, es gibt ja nicht einmal eine 100% Emulation von denen.

  • Hallo,
    Eingentlich unglaublich 8o ! Wie machte C= das früher, wenn wir das nciht mal heute mit unserer Technik schaffen... Gut, Commodore machte was. Wir müssten es nachmachen und es soll ja kompatibel bleiben. Aber irgendwer muss ja das Zeug haben, das kann ja nciht verschwinden! Die müssen ja soviele Produktionsstandorte und Formen/Masken haben??? Evt. bei großen Sammlern mit seltenen Sachen (Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) oder so Fragen, denk, dass die gute Kontakte heben ?(

    Naja, das wär ein tolles Vorhaben, das nachzubauen!!! Respekt! Hoffe, dass du, s2k, es schaffen wirst! :]:D Nicht Aufgeben! Bitte!

    MfG C=+A USER

  • Zitat

    Original von Fröhn
    Was machbar wäre, wären wohl CIAs und PLAs. Die PLAs sind ja im Endeffekt nur ein wenig passive Logik, und man könnte ohne allzu grossen Aufwand etwas entwickeln, was eine CIA ersetzt. SID und VIC-II sind jedoch momentan noch viel zu aufwendig, es gibt ja nicht einmal eine 100% Emulation von denen.

    Die PLA ist so simpel, die kann man mit einem einfachen CPLD nachbilden. Die Gleichungen dafür hat Jens ja herausgefunden.

    CIA´s sind zwar komplizierter, könnten aber mit einem grossem CPLD nachgebildet werden. Nachteil: es wird wahrscheinlich teurer, als sich irgendwo ein Original zu beschaffen. FPGA´s sind günstiger, müssen aber rekonfiguriert werden, da ist der C-One doch besser.

    Der SID hingegen ist mittels VHDL nur approximierbar, da sehr viele Kernkomponenten von analoger Herkunft sind:

    - der analoge Multimode Filter
    - der Hüllkurvengenerator
    - höchstwahrscheinlich der Waveform Selektor, da die kombinerten Waveforms, soweit ich weiss, daraus entstehen, dass die analogen Outputs der einzelnen Waveform Oszillatoren kurzgeschlossen werden.

    Ohne die Masken und dem exakten Herstellungsprozess von damals (6581 - NMOS, 6582/8580 - HMOS) wird man den Chip niemals wieder herstellen können.

  • Für viele würde doch schon ein Chip tun der nur so tut als wär er ein SID. Die Filter könnte man zur Not doch auch wegfallen lassen.

  • Auch wenn ich Commodore-Fan mit Leib und Seele bin, finde ich nicht mehr alles so toll, was sie gemacht haben. Irgendwie ist die Realität zurück gekommen... Wieso konnten die Typen nicht vernünftig dokumentieren? Das lernt doch jeder, der in der IT arbeitet am ersten Tag. :aerger:

    Eine ungefähre Emulation steht (für mich zumindest) ausser Diskussion, wenn ich die Chips produziere, will ich sie exakt haben. Sorry - ist mein Stolz. Ausserdem gibt's da imho schon Ansätze.

    Ich hab die letzten Tage mit ein paar befreundeten Sammlern aus aller Welt telefoniert. 5 (ev. 6) Masken haben wir, sowie die (glaube ich zumindest) vollständige technische Dokumentation vom SID von CBM (welche aber kreuzfalsch ist). Von zwei ehemaligen MOS-Mitarbeiter habe ich Adressen bekommen, ich werde die Leute die Tage mal kontaktieren.

    Eine 6. Maske ist mir zwar bekannt, wer sie hat, aber der jenige Herr ist vor einigen Monaten verstorben, und die Nachkommen von ihm streiten nun ums Erbe. Ich hab zwar mein Interesse am Aufkauf seiner gesammten Sammlung bereits lange vor seinem Tod platziert, aber der Notar kann für die Transaktion erst grünes Licht geben, wenn die Streitigkeiten beigelegt sind.

    Ein weiteres Problem ist immer noch die Finanzierbarkeit. Aus heutiger Sicht müsste man mehrere Millionen investieren, um die Chips herstellen zu können. So wird ein Chip sehr sehr teuer werden.

    PLA & CIA bekommt man heute doch noch neu (Ich hatte dafür mal nen Taiwaner, welcher die Dinger noch ziemlich neu liefern konnte), oder irre ich mich da?

    Ausserdam lässt sich so ein PLA relativ einfach reproduzieren.

  • Zitat

    Original von ^TePe^
    Für viele würde doch schon ein Chip tun der nur so tut als wär er ein SID. Die Filter könnte man zur Not doch auch wegfallen lassen.

    Lass das mal keinen SID Fan / SID Musiker hören... Der Multimode Filter ist eines der absolut wichtigsten und einzigartigsten Features im SID, welches Du in absolut keinen anderen Soundchip aus der Zeit finden wirst! Selbst in viel moderneren Soundchips.

  • Mir musste das nicht sagen ;)

    Hab hier bestimmt zwei Dutzend 6581er und 8580er auf "Halde", nur hab ich die Erfahrung gemacht das die meisten User den SID Sound am Fernseher hören und garnicht zu schätzen wissen. Davon mal abgesehen das viele 6581er Filtermäßig unberechenbar scheisse klingen. Ich hab von 12 nur 2 gefunden die sich mit den verbauten 470 pF richtig geil anhören und nicht so furchtbar verzerren.

    TP

  • Zitat

    Original von s2k
    Auch wenn ich Commodore-Fan mit Leib und Seele bin, finde ich nicht mehr alles so toll, was sie gemacht haben. Irgendwie ist die Realität zurück gekommen... Wieso konnten die Typen nicht vernünftig dokumentieren? Das lernt doch jeder, der in der IT arbeitet am ersten Tag. :aerger:

    Das liegt daran, dass der komplette C64 innerhalb von sehr kurzer Zeit entwickelt wurde (9-10 Monate für alle Custom Chips), und für gewisse Dinge nicht genug Zeit dar war, sie richtig zu dokumentieren. Manche Features, wie der Filter im SID, waren Last-Minute Add-ons, die im letzten Moment implementiert wurden. Das ist auch der Grund, warum jeder 6581R1-R3 Filter sich von Chip zu Chip total verschieden anhört (habe 2 6581R3, die vom selben Werk stammen, und wahrscheinlich vom selben Wafer, da sich die Seriennummern nur um 2 unterscheiden. Die hören sich total verschieden an.)

    Zitat


    Eine ungefähre Emulation steht (für mich zumindest) ausser Diskussion, wenn ich die Chips produziere, will ich sie exakt haben. Sorry - ist mein Stolz. Ausserdem gibt's da imho schon Ansätze.

    Der SID ist wahrscheinlich die einzige Komponente im C64, die man niemals 100% emulieren wird.

    Zitat


    Ich hab die letzten Tage mit ein paar befreundeten Sammlern aus aller Welt telefoniert. 5 (ev. 6) Masken haben wir, sowie die (glaube ich zumindest) vollständige technische Dokumentation vom SID von CBM (welche aber kreuzfalsch ist). Von zwei ehemaligen MOS-Mitarbeiter habe ich Adressen bekommen, ich werde die Leute die Tage mal kontaktieren.

    Sehr interessant... Diese Sachen galten nämlich bisher als hoffnungslos verschollen. Aus den Masken könnte man wertvolle Informationen extrahieren, wie z.B. die genauen Werte der ADSR Look-up table im SID.

    Zitat


    Eine 6. Maske ist mir zwar bekannt, wer sie hat, aber der jenige Herr ist vor einigen Monaten verstorben, und die Nachkommen von ihm streiten nun ums Erbe. Ich hab zwar mein Interesse am Aufkauf seiner gesammten Sammlung bereits lange vor seinem Tod platziert, aber der Notar kann für die Transaktion erst grünes Licht geben, wenn die Streitigkeiten beigelegt sind.

    Du redest doch nicht zufällig von Bob Yannes, oder?

    Zitat


    Ein weiteres Problem ist immer noch die Finanzierbarkeit. Aus heutiger Sicht müsste man mehrere Millionen investieren, um die Chips herstellen zu können. So wird ein Chip sehr sehr teuer werden.

    Das kannste vergessen. Mit den heutigen Methoden wird man diese Chips nicht mehr fertigen können. Und extra für einen alten Commodore IC eine veralteten Produktionsprozess wieder flott zu machen, das kann man sich eigentlich von der Backe kratzen. Leider.

    Zitat


    PLA & CIA bekommt man heute doch noch neu (Ich hatte dafür mal nen Taiwaner, welcher die Dinger noch ziemlich neu liefern konnte), oder irre ich mich da?

    Es kann sich theoretisch jeder eine PLA selber basteln. Mittels EPROM, oder (die bessere Methode) mittels eines CPLD´s, da die PLA 100% reverse-engineered wurde, und der Source als HDL verfügbar ist.

    Zitat


    Ausserdam lässt sich so ein PLA relativ einfach reproduzieren.

    Yep. Ist sehr simpel aufgebaut.

  • Zitat

    Original von ^TePe^
    Hab hier bestimmt zwei Dutzend 6581er und 8580er auf "Halde", nur hab ich die Erfahrung gemacht das die meisten User den SID Sound am Fernseher hören und garnicht zu schätzen wissen. Davon mal abgesehen das viele 6581er Filtermäßig unberechenbar Sche***e klingen. Ich hab von 12 nur 2 gefunden die sich mit den verbauten 470 pF richtig geil anhören und nicht so furchtbar verzerren.

    Zitat

    original von Oliver_A
    Manche Features, wie der Filter im SID, waren Last-Minute Add-ons, die im letzten Moment implementiert wurden. Das ist auch der Grund, warum jeder 6581R1-R3 Filter sich von Chip zu Chip total verschieden anhört (habe 2 6581R3, die vom selben Werk stammen, und wahrscheinlich vom selben Wafer, da sich die Seriennummern nur um 2 unterscheiden. Die hören sich total verschieden an.)

    das hört sich jetzt für mich so an als ob nur durch die Fertigungstoleranzen der "optimale" SID entstanden ist, dann ist es kein Wunder, dass man das nicht wieder reproduzieren kann... (selbst mit der alten technik nicht... wenn schon die original Chips nicht identisch sind...)

    und dann sollte man schon darauf achten, dass das Kosten/Nutzen Verhältnis nicht aus dem Ruder läuft...

    aber lasst Euch nicht entmutigen, ich find's toll das ihr an der Sache dranbleibt !

    sl FXXS

  • Weiss eigentlich jemand, wie viele Masken der SID gehabt hat? Einige sprechen von hunderten, andere von tausend(en). Da sind sechs Stück nur ein Tropfen auf den heissen Stein...

    Ich finde es wirklich schade, dass die CBM so mit der Doku geschlampt hat. Es würde mir schon helfen, die Beschaltungspläne der Digitalseite zu haben. Die Analogseite kann man notfalls auch per revere engineering erfahren, denke ich.

    Ob es etwas bringen würde, einen SID auseinanderzunehmen (nicht böse sein...), und die Die unter einem sehr starken optischen Mikroskop abzulichten? Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr aufschlussreich sein würde.

    Hierbei stellt sich noch die Frage, wie der Sound im DTV erzeugt wird. Hat jemand 'ne Idee? Ich hab zwar einige der Dinger, aber die stehen immer noch in einer Reihe OVP bei mir im Büro auf dem Schrank. Hatte bislang keine Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Und was ist dieser ominöse "MonsterSID"? Scheinbar muss ich mich mal wieder mit der amerikanischen Dame kurzschliessen...

    BTW: auf eine Fertigungsstrasse, auf der von 1981 - 1989 Custom-Chips Hergestellt wurden, habe ich Zugriff. Die Anlage ist einsatzbereit, auf ihr werden hin- und wieder (ca. 1mal im Jahr) einige Ersatz-Chips für einen ganz speziellen Kunden hergestellt.

    Ich könnte mir auch vorstellen, den "neuen" SID rein digital herzustellen, und die Analogkomponenten auf einen kleinen pcb. Das ganze mit Giessharz in ein Kunstoffgehäuse vergiessen. (Ungefär so wie die Firmware-Chips in den grossen SGI Clusternodes)

  • Die Frage nach der Maskenanzahl ist sicher erstmal interessant. Wenn nämlich nicht klar ist, wieviele der Halbleiterprozess hatte, helfen die 6 auch nicht weiter, wenn noch einige wichtige fehlen. Heutige Halbleiter in älteren Prozessen haben etwa 14 - 20 Masken. Die Anzahl hängt davon ab, welche Optionen im Prozess genutzt wurden. Deshalb gibt es keine feste Anzahl. Da die Commodore-ASIC's noch älter sind, werden es aber eher weniger Masken sein. Um die Schaltung aus den Masken heraus zu bekommen, benötigt man sicher auch nicht alle Masken. Aber halt die entscheidenden, die die aktiven Strukturen darstellen sowie die Metallebenen. Die anderen sind vielleicht nicht erforderlich.
    Des weiteren wirde es vermutlich die alten Halbleiterprozesse nicht mehr geben. Das bedeutet mit den alten Parametern aus den damals verwendeten Prozessen muss das ganze auf neue Prozesse transferiert werden. Theoretisch ist das auch machbar.
    Ich vermute, dass hier im Forum keiner mit solcherlei Thematik bis jetzt Kontakt hatte und ich kann nur sagen, dass das ganze eine schöne Idee ist. Problem bei der Sache ist jedoch, dass ohne die ganzen (und hier meine ich auch wirklich alles) technischen Unterlagen zu den Commodore-ASIC's mit den analogen Schaltungsteilen kein Nachbau sinnvoll möglich ist. Selbst wenn alle Daten vorhanden sind, benötigt man häufig mehr als einen Versuch, bis das IC das tut, was es soll und häufig sind dann auch noch Kompromisse dabei, die anderweitig technisch gelöst werden. Dabei spielen die physikalischen Eigenheiten vom Prozess gerade bei den analogen Komponenten sehr stark mit rein. Ohne Träume zerstören zu wollen, geht das an der Realität vorbei, da der Markt für eine Reproduktion viel zu klein ist.
    Etwas anders sieht es ja bei den rein digital arbeitenden ASIC's aus. Die kann man mit viel Aufwand nachbauen. Ob sich jemand dafür aber die Zeit nimmt, ist eine andere Sache. Diese könnte man dann zumindest mit Adapter in einem FPGA einsetzen. Eine professionelle Reproduktion wird es hier sicherlich aus wirtschaftlichen Gründen ebenfalls nicht geben.
    Das zeigt heute zumindest die Realität in dem Geschäftsbereich der Halbleiterentwicklung. Da stehen immense Kosten dahinter. Es kann also eigentlich nur sinnvoll sein, die IC's, die noch existieren, sorgsam zu behandeln und vermehrt Schutzschaltungen einzusetzen, die Commodore damals aus Kostengründen einfach nicht realisiert hat. Dazu gehört als allererstes ein vernünftiges Design um die Festspannungsregler der 78xx-Serie, die zum Beispiel im Commodore 64 direkt und seinem Netzteil eingesetzt werden. Das habe ich hier im Forum ja auch teilweise schon in einem anderen Beitrag in der Bastelecke beschrieben.

  • Zitat

    Original von ^TePe^
    Für viele würde doch schon ein Chip tun der nur so tut als wär er ein SID. Die Filter könnte man zur Not doch auch wegfallen lassen.


    Einen SID ohne Filter will doch keiner.

    Zitat

    Original von s2k
    Ob es etwas bringen würde, einen SID auseinanderzunehmen (nicht böse sein...), und die Die unter einem sehr starken optischen Mikroskop abzulichten? Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr aufschlussreich sein würde.


    Das wurde doch schon gemacht.

    Die Masken sind durchnummeriert. An einer Stelle im SID finden sich einige Zahlen (1, 2, 3 etc) welche auf verschiedenen Masken untergebracht sind. Dort lässt sich dann wohl auch ablesen, wieviele Masken dort eigentlich sind. Ich meine mich an 8 zu erinnern, kann mich aber auch täuschen.

    Zitat

    Hierbei stellt sich noch die Frage, wie der Sound im DTV erzeugt wird. Hat jemand 'ne Idee? Ich hab zwar einige der Dinger, aber die stehen immer noch in einer Reihe OVP bei mir im Büro auf dem Schrank. Hatte bislang keine Zeit, mich damit auseinanderzusetzen.


    Die haben halt was eigenes gebaut, was zwar teilweise SID-kompatibel ist, aber wo doch ne ganze Masse an Features fehlen. Einfach ein paar Oszillatoren...

    Zitat

    Original von SchmittiDas zeigt heute zumindest die Realität in dem Geschäftsbereich der Halbleiterentwicklung. Da stehen immense Kosten dahinter. Es kann also eigentlich nur sinnvoll sein, die IC's, die noch existieren, sorgsam zu behandeln und vermehrt Schutzschaltungen einzusetzen


    Ich sehe eher, daß man nur die reine Funktion der ICs nachbildet und die dann als FPGA nachbildet. Schutzschaltungen nützen nichts gegen normale Alterung.

  • Zitat

    Original von s2k
    Weiss eigentlich jemand, wie viele Masken der SID gehabt hat? Einige sprechen von hunderten, andere von tausend(en). Da sind sechs Stück nur ein Tropfen auf den heissen Stein...

    Es waren auf jedenfall weniger als 9. Ich meine, dass es 6 Masken sind.

    Hier kann man sich die DIES anschauen:
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Auf der Seite findet man auch ein Interwiew mit Bob Yannes, der versucht, sich an den internen Aufbau des SID´s zu erinnern.

    Zitat


    Hierbei stellt sich noch die Frage, wie der Sound im DTV erzeugt wird. Hat jemand 'ne Idee? Ich hab zwar einige der Dinger, aber die stehen immer noch in einer Reihe OVP bei mir im Büro auf dem Schrank. Hatte bislang keine Zeit, mich damit auseinanderzusetzen. Und was ist dieser ominöse "MonsterSID"? Scheinbar muss ich mich mal wieder mit der amerikanischen Dame kurzschliessen...

    Der Sound vom DTV ist ziemlich schlecht, es fehlen einige Features. Da werden Dir Emulatoren Coder weitaus mehr helfen können als diese nette amerikanische Dame...

    Zitat


    Ich könnte mir auch vorstellen, den "neuen" SID rein digital herzustellen, und die Analogkomponenten auf einen kleinen pcb. Das ganze mit Giessharz in ein Kunstoffgehäuse vergiessen. (Ungefär so wie die Firmware-Chips in den grossen SGI Clusternodes)

    Das wäre evtl machbar, jedoch sehr aufwendig, da die Analogen Komponenten quasi den Kern des SID´s bilden. Das einzig digitale am SID sind wirklich nur die Register, die Oszillatoren, und die Zähler für die Hüllkurvengeneratoren. Alles andere ist analog aufgebaut, und wird digital über interne DAC´s angesteuert, wie z.B. die Hüllkurve oder die Filterparameter.

  • Hmmm... Ich *glaube*, ich wurde gerade gröber verarscht. Eine der so genannten Masken hab ich heute bekommen. Darauf ist weder eine Zahl, noch ein MOS / CBM-Logo, noch sonst irgend ewas anderes was auf den SID oder einen anderen MOS-Chip schliessen lässt. Die Maske sieht eher wie die Belichtungsmaske von einem sehr einfachen PCB aus...

    Bob Yannes ist tot? Habe ich nicht gewusst - mein Beilied! Ich meine aber nicht ihn.

    Wenn ich das nächste mal in den USA bin, werde ich wohl ein paar Damen / Herren aufsuchen, und mich mal auf den ehemaligen Produktionsstätten von Commodore / MOS umsehen. Vielleicht finde ich was... (Ist zwar unwahrscheinlich, aber...)

  • Zitat

    Original von s2k
    @C=+A USER: Kauf Dir einen c1, das unterstützt Jeri und macht riesen Spass beim basteln damit.

    Wieso sollte man diese falsche Schlange unterstützen? Die Frau darf mir nicht begegnen, die mach ich fertig die passt danach in keinen Schuh mehr.
    Überdies unterstützt man mit dem Kauf eines C-One unseren Jens.

    Blog: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. - The Seventies Board: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Ein Terminal und ein Z80 :D

  • Auch wenn das hier quasi ein rein technischer Thread ist, "traue" ich mich mal, zumindest die oben gestellte Frage zu beantworten, warum Commodore/MOS nicht besser dokumentiert hat. Die Frage ist IMO sehr einfach zu beantworten. Wie schon angedeutet, musste bei Commodore alles nur huschhusch gehen. Viele Dinge wurden zwischen Tür und Angel gemacht. Und wenn ich dann überlege, dass die einzelnen Masken des Pet auf dem Fußboden auf riesigen Plänen konstruiert wurden auf denen die Arbeiter um Chuck Peddle rumgekrabbelt sind...wollte man versuchen, DEN nachzubauen... :)

    Das weiß ich aus dem Buch "over the edge", was ich z.Zt. lese. Dort ist -sehr interessant- nachzulesen, wie und warum bei Commodore was passierte. Und das war ein heilloses Chaos...

  • Zitat

    Original von Oliver_A
    Es waren auf jedenfall weniger als 9. Ich meine, dass es 6 Masken sind.


    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Also ich seh da ne 0 am Anfange, ne 6 am Ende und noch verdächtig viel Platz unter der SID-Bezeichung, als wenn da noch ne 7 stehen könnte :) Ich bleib bei 8 Masken (0 bis 7)