Farbramfehler, aber Ram und TTL OK

Es gibt 91 Antworten in diesem Thema, welches 8.459 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. Januar 2021 um 13:43) ist von Retro-Rentner.

  • Ich hatte bisher einen Fall am A2000 mit diesen Problem. Durchkklingeln ging, aber dennoch lagen ein paar Ohm auf einer Leitung. Mein Tischmulti piept bis 20 Ohm, beim A2000 habe ich später den Fehler bemerkt und nicht nur auf Durchgang geprüft, sondern auch die Widerstände genau gemessen. Das gleiche habe ich hier auch getan. Nach dem erneutem Auslöten des Farbrams alle Leitungen durchgeklinkelt und genau vermessen mit dem Ergebnis, dass kein erhöhter Widerstand auf den Leitungen liegt, Unter- wie Oberseite.

    "Ich bin das Schwert, ich bin die Flamme." (Heinrich Heine)

    „Lerne leiden, ohne zu klagen!“ (Friedrich III.)

  • Ganz fertig sind wir hier noch nicht, meine ich:

    Aber wenn der C64 auf den Tastendruck wartet, verändern sich die Farben nicht, richtig?

    mhh...dann habe ich das irgendwie nicht richtig geschrieben:

    Doch die Farben verändern sich. Ich erkläre es mal so: Ich lösche den Bildschirm und haue dann ein paar Zeichen drauf und warte ich einfach. Völlig zufällig verändert sich dann die Farbe der Buchstaben. Egal, ob nun jetzt innerhalb deines Testprogramms oder nicht. Die Änderung der Buchstabenfarbe ist unabhängig davon, ob ich am C64 etwas tue oder nicht oder ob irgendein Programm etwas tut. Bsp. folgt

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  • Das würde dann etwa so aussehen:

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    Nach jeder Farbfüllung kann man eine Zeile und Spalte eines kaputten Zeichens eingeben. Das Farb-RAM wird dann kontinuierlich gelesen und ausgegeben, bis eine Taste gedrückt wurde. Dann folgt die nächste Farbfüllung.

    Der ausgegebene Wert muss immer gleich sein!

    Wie im Vorpost geschrieben, eigentlich hätte ich das Programm nicht testen müssen. Habs aber mal getan, um das Fehlerbild besser zu erklären:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Programm habe ich gestartet und dann zwei Aufnahmen vom Bildschirm durchgeführt ohne etwas zu tun, d.h. auch das Programm hat nicht weitergearbeitet. Einige Buchstaben habe sich dann verändert, innerhalb weniger Sekunden, daher kann ich natürlich auch keine Zeilen&Spaltenkoordinaten angeben, ändert sich ja dauernd

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  • Könnte eine schlecht gesiebte/geglättete Spannung sowas verursachen?

    Sollte auf jeden Fall ausgeschlossen werden > Spannung(en) mit dem Oszi anschauen ob sauber.

    Die Spannungen werde ich mir auch noch mal am Oszi anschauen. Netzeil ist bzgl. der Spannungshöhen OK, aber am Oszi hatte ich es noch nicht, auch die Boardspannungen habe ich noch nicht abgebildet. Letzteres halte ich für unwahrscheinlich. Bis auf eine KMU-Platine hatte ich bisher nie schadhafte Kondensatoren an den 8Bittern.

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  • ist das Muster immer gleich , also wenn Du den Bildschirm löscht und die Schleife erneut startest ?

    Nein, völlig zufällig und immer anders

    Aber bleibt es dann stabil bis zum nächsten Schleifendurchlauf?

    Falls ja: Der VIC kann zuverlässig daraus lesen, der Fehler tritt also beim Schreiben durch die CPU auf.

    Falls nein: Der Fehler tritt beim Lesen auf (und evtl. auch beim Schreiben).

    Die Frage hatte Kinzi auch gestellt und ich scheine mich missverständlich ausgedrückt zu haben. Antwort: Nein, es bleibt nicht stabil. Die Fehler treten unabhängig vom Schleifendurchlauf auf und unabhängig, ob ich etwas tippe oder nicht.

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  • Der U26 war einer der wenigen verbleibenden, die ich bisher nicht getauscht hatte. Habe ich heute nachgeholt.....nur leider war es der auch nicht. Im Schwesterboard läuft er einwandfrei

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  • Wie im Vorpost geschrieben, eigentlich hätte ich das Programm nicht testen müssen. Habs aber mal getan, um das Fehlerbild besser zu erklären:

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    Programm habe ich gestartet und dann zwei Aufnahmen vom Bildschirm durchgeführt ohne etwas zu tun, d.h. auch das Programm hat nicht weitergearbeitet. Einige Buchstaben habe sich dann verändert, innerhalb weniger Sekunden, daher kann ich natürlich auch keine Zeilen&Spaltenkoordinaten angeben, ändert sich ja dauernd

    Gut, das ist schon sehr interessant, das Muster scheint immer gleich zu sein:

    • Ein Block mit 16 falschen Zeichenfarben.
    • Ein Block mit 16 richtigen Zeichenfarben.
    • Ein Block mit 16 falschen Zeichenfarben.
    • Ein Block mit 80 richtigen Zeichenfarben. (Das sind 5 * 16-Byte-Blöcke.)

    Macht zusammen eine Wiederholung alle 128 Zeichen. Dass das so genau auf Grenzen von Zweierpotenzen liegt macht hellhötig - 16 "gute" und 16 "schlechte" spräche für Adressleitung A4.

    [edit]

    Und siehe da:


    Sieht zwar aus wie eine Verbindung von A4 (Pin 11 vom SID) zu D3 (Pin 11 vom FarbRAM),

    aber Du hast das ja geprüft.

    [/edit]

    Kannst du denn bitte noch das Testprogramm ausführen und den Test für eine Stelle mit falschen Zeichen durchführen? Es wäre sehr interessant, ob es beim Auslesen durch die CPU auch auftritt.

  • so, nun dürfte ich keinen Beitrag vergessen haben. Ich würde nun als nächstes beide Boards nebeneinander legen, Strom draufgeben und mit'm Oszi markante Punkte abgleichen.

    1. Alle Pins des Farbrams abgleichen

    2. Alle Bordspannungen prüfen

    3. Pins der Rams abgleichen

    4....

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  • so, nun dürfte ich keinen Beitrag vergessen haben. Ich würde nun als nächstes beide Boards nebeneinander legen, Strom draufgeben und mit'm Oszi markante Punkte abgleichen.

    doch... :)

  • Also Pin 11 vom Farbram hat KEINEN Kontakt zu Pin 11 vom SID. Pin 7 war der einzige Pin vom Farbram, der Durchgang zu Pin 11 vom SID hat. Ich gucke gleich mal in das Schema, ob das OK ist.

    Programm lass ich gerne noch mal laufen.

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  • Also Pin 11 vom Farbram hat KEINEN Kontakt zu Pin 11 vom SID.

    Das passt.

    Pin 7 war der einzige Pin vom Farbram, der Durchgang zu Pin 11 vom SID hat.

    Das passt auch.

    Untersuche mal A4 am Farb-RAM (Pin 3), ob das korrekte Verbindung zur CPU und zum 74LS373 (Pin 16) hat. Vielleicht hat es auch eine (hochohmige) Verbindung irgendwo anders hin.

  • Also Pin 11 vom Farbram hat KEINEN Kontakt zu Pin 11 vom SID.

    Das passt.

    Pin 7 war der einzige Pin vom Farbram, der Durchgang zu Pin 11 vom SID hat.

    Das passt auch.

    Untersuche mal A4 am Farb-RAM (Pin 3), ob das korrekte Verbindung zur CPU und zum 74LS373 (Pin 16) hat. Vielleicht hat es auch eine (hochohmige) Verbindung irgendwo anders hin.

    ja, pin 7 gibt das Schema auch her. Die Verbindung zu CPU und dem 74er hat keinen Widerstand (0,2 Ohm sind geschenkt). Für nachfolgende Leser, die vielleicht das gleiche Problem haben, hier die Schemas:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

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  • ich habe die restlichen Adressleitungen geprüft. A5 hat keinen Kontakt. Die anderen sind OK. Vielleicht habe ich da was.

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    Einmal editiert, zuletzt von muellerarmack (22. November 2020 um 22:38)

  • So, Problem ist gelöst und ich habe gleich einen 5er in die Forumskasse geschmissen.

    Ich weiß allerdings noch nicht, warum das Problem aufgetreten ist. Ein Bild vom Farbram-Platz:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Selbstverständlich hatte ich den 2ten Pin durchgemessen, der war in Ordnung, aber jetzt wo der Sockel wieder drin ist, kann ich keinen Durchgang messen von Pin2. Die nach links abgehende Leitung ist in Ordnung, also muss was am Lötauge nicht koscher sein.

    Ich werde den Sockel aber drin lassen und eine Brücke auf der Rückseite verlöten. Ich will den Sockel nicht ein drittes Mal rausnehmen.

    So gesehen war es doch eine lehrreiche Reparatur und für die Nachwelt bleibt festzuhalten: Auf Durchgang prüfen vor UND nach einer Sockelverlötung.

    Danke Euch für die Schützenhilfe!!!!

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    Einmal editiert, zuletzt von muellerarmack (22. November 2020 um 22:44)

  • Unverständlich, dass dieses Kontaktproblem erst nach erneutem Sockeltausch aufgetreten sein soll,

    wenn das Fehlerbild geblieben ist.

    Ich sag nur "Ich weiß, sind alle durchgeklingelt worden."

    und

    "Den Sockel hätte ich nicht wieder ausgelötet. Per Multimeter prüfen, ob jeder Pin vom IC (nicht vom Sockel)

    Kontakt zu jeder "Gegenstelle" hat. Ist eine zeitaufwändige Fummelarbeit, ich weiß.

    Am besten einen Schaltplan in A3 ausdrucken und jede als einwandfrei geprüfte Leiterbahn

    farblich nachzeichnen."

    ;)

    Aber gut, daß der Fehler nun beseitigt ist.

    Mein "Logic-Analyzer-Spielzeug" ist unterwegs, ich berichte trotzdem mal,

    ob/was man damit anfangen kann. ;)

  • Nein , dieser Fehler war von Anfang an da und der schuldige Übeltäter. Warum trotz erfolgreichem 2maligen vermessen des Lötauges der Sockel keinen Kontakt aufbauen kann, ist für mich auch kurios

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  • Naja ... kennst ja den alten C64-Spruch: "Lötauge sei wachsam!* :D :loet

  • Naja ... kennst ja den alten C64-Spruch: "Lötauge sei wachsam!* :D :loet

    Es juckt mir schon in den Fingern den Sockel erneut rauszunehmen, um zu verstehen wie der Fehler entsteht, aber ne, nun isses auch mal gut, er läuft und damit auf zum nächsten Projekt

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  • Ich hab mal kinzi `s Programm eingetippt und am FarbRAM Pin 2 hochgebogen. Konnte das Fehlerbild so nachstellen :). Wenn man das Programm abbricht und dann runterscrollt, also den Bildschirminhalt "rausschiebt" , sieht man die Fehlfarbenzeichen auch.

    Coole Sache :thumbsup:

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubs ist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungen durch den Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Wahrscheinlich, weil das Lötauge beschädigt worden ist und die eigentliche Durchkontaktierungsniete mit dem Chip/Sockel mit raus kam ? Und das ganze nicht unter dem Mikroskop gegengecheckt wurde ?

    Die vernünftige Reparatur wäre jetzt, das Ding auszulöten, die Lötstellen zu reinigen, unter dem Mikroskop zu checken, ob die Nieten noch alle in Ordnung sind, und die gegebenenfalls neu zu machen.

    Ist ein Haufen Arbeit, weiß ich.

    Zum Thema Logic Analyzer: Bei Reichelt liegen auf dem Grabbeltisch derzeit zwei Stemlab Red Pitaya, die auf nem Zynq FPGA basieren (sowas ist auch in den Rigol Oszis drin). Wenn jemand so was möchte, kann ich Freitag schauen, ob die noch da sind, und die mitbringen. Eines davon (das teurere Teil) bringt die Kabel für das Abgreifen der Signale gleich mit, das andere ist eher die Rohfassung ohne Zubehör. Reichelt ruft da 100 bzw 200€ auf dem Grabbeltisch für auf, normal kosten die mehr als das Doppelte.

    Ist nur ein Angebot, ich verdien dabei nix.

    Odin, far og klokeste av alle guder, gi meg veiledning, visdom og seier i mine anstrengelser