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Farbramfehler, aber Ram und TTL OK

  • ist das Muster immer gleich , also wenn Du den Bildschirm löscht und die Schleife erneut startest ?

  • Es gibt doch unterschiedliche Commodore-PLA's (verschiedene Zulieferer für Commodore), wo man bei einigen die Bestückung auf dem C64-Mainboard anpassen musste. Oder habe ich das falsch in Erinnerung. Wenn die Erinnerung richtig ist, könnte es sein, dass das nicht funktionierende Board und das Schwesterboard an genau dieser Stelle unterschiedlich bestückt sind? Kann aber auch sein, dass der Punkt irrelevant ist.

    kinzi weiß das vielleicht aus dem Stand, ob es da was gab. Ich müsste sonst nochmal recherchieren.

  • Dieses Muster spricht MMN gegen einen Logikfehler, es sieht sehr nach kaputtem Farb-RAM oder zu langsamem Farb-RAM aus.


    Man könnte das Programm jetzt dahingehend erweitern, dass es alle Farben durchprobiert:


    20 FOR I = 0 TO 15 : FOR J = 55296 TO 56296

    30 POKE J,I

    40 NEXT

    50 GET A$ : IF A$="" THEN 50

    60 NEXT


    Das füllt die Zeichenfarbe aller Zeichen mit einer Farbe,. wartet auf einen Tastendruck und füllt dann mit der nächsten Farbe.


    So sieht man, ob nur bestimmte Farben (= bestimme Bits) und bestimmte Speicherstellen betroffen sind.

  • Man könnte das Programm jetzt dahingehend erweitern, dass es alle Farben durchprobiert:

    Gute Idee.

    Wenn ich mir die vorhandenen Screenshots ansehe, fällt mir auf:

    Die 2. Zeile scheint nie vom Fehler betroffen zu sein.

    Die 6. Zeile ist nur an einer Stelle betroffen.

    Die 12. Zeile scheint im Diag-Bild und im Testbild nicht betroffen zu sein.

    Somit spannend, ob immer die gleichen Bereiche betroffen sind.

    Ich habe zwar noch immer keine Ahnung von der Funktionsweise des Farb-RAMs,

    (und auch keine Zeit, mich da jetzt reinzufuchsen) aber finde das total spannend. :)


    Was sagt eigentlich das Diagnose-Modul, wenn alle Prüfstecker angeschlossen sind?

  • ist das Muster immer gleich , also wenn Du den Bildschirm löscht und die Schleife erneut startest ?

    Nein, völlig zufällig und immer anders


    alles gesockelt.. nice...


    Tausch mal die beiden 4066 (U16 + U28) gegeneinander aus und schau mal ob der Fehler sich ändert.

    ja, leider ist die Sockelorgie auch ein Beweis dafür, dass ich viele Fehler zu spät entdeckt habe. Die 4066er hätte ich nicht quertauschen müssen, denn die waren bereits geprüft, aber doppelt hält besser, leider ohne Effekt



    So sieht man, ob nur bestimmte Farben (= bestimme Bits) und bestimmte Speicherstellen betroffen sind.

    Danke Dir, habe ich getan, alle Farben werden dargestellt, auch wenn wieder einzelne Buchstaben verdreht werden.


    Was sagt eigentlich das Diagnose-Modul, wenn alle Prüfstecker angeschlossen sind?

    Wirft ein paar Fehler, aber alles Falschalarme. Bspw. sollen einige Rams defekt sein, sind sie aber nicht


    @Alle:


    Wenn ich dem Farbram "täschel" dann provoziere ich das Flackern, aber nicht immer, manchmal regt sich auch gar nix. Ich bin geneigt den Sockel des Farbrams erneut rauszunehmen und die Kontakte zum 3ten mal durchzumessen. Ich verlöte aber Sockel ziemlich gewissenhaft, vor und nach der Einlötung checke ich alle Kontakte durch und mir ist bei der Sockelung noch nie ein Fehler passiert.


    Vielleicht noch eine Idee: Unterhalb des Farbrams befand sich eine gekappte Leitung. Kam mir bei der Sockelung schon komisch vor, denn ich konnte mir nicht erklären wie da jm. einen Schaden verursachen kann, mit dem Ram drauf kommt man an die schadhafte Stelle nicht ran. Ich hoffe nicht, dass bei der Rev C die Kappung vom Werk durchgeführt wurde und ich es damit "überrepariert" habe?


    Ich werde morgen den Sockel erneut rausnehmen und Fotos schießen, vielleicht übersehe ich ja was.


    Noch zum Farbram: Ich habe in meiner Teilekiste noch weitere funktionsfähige, aber alle werfen das gleiche Fehlerbild, also der Farbram ist i.O.

  • mit dem Ram drauf kommt man an die schadhafte Stelle nicht ran.

    vielleicht kannst du anhand des Schaltplans sehen, wo die Verbindung hingeht und durchmessen.

    Ich hatte bei meiner letzten Reparatur übrigens auch das Phänomen, wenn ich irgendwo draufgedrückt habe, verstärkten sich die verstümmelten Zeichen (anderes Fehlerbild als bei Dir !!). Ich dachte auch an einen Harrriss o.Ä. , aber letztlich war es eine gekappte VIA-Verbindung unterhalb der PLA. Bei mir war es ein Adressierungsfehler und kinzi konnte am Fehlerbild praktisch das fehlende Bit sehen :D.


    Aber nicht ablenken lassen, wie gesagt: anderes Fehlerbild

  • Vielleicht noch eine Idee: Unterhalb des Farbrams befand sich eine gekappte Leitung. Kam mir bei der Sockelung schon komisch vor, denn ich konnte mir nicht erklären wie da jm. einen Schaden verursachen kann, mit dem Ram drauf kommt man an die schadhafte Stelle nicht ran. Ich hoffe nicht, dass bei der Rev C die Kappung vom Werk durchgeführt wurde und ich es damit "überrepariert" habe?


    Ich werde morgen den Sockel erneut rausnehmen und Fotos schießen, vielleicht übersehe ich ja was.

    Vielleicht hilft Dir das Bild weiter....


  • Hat kinzi mal bei CBM gearbeitet

    Nein, leider nicht. Wäre bestimmt witzig gewesen. Da war ich aber noch zu jung, als ich zu Arbeiten anfing ist Krummodore gerade endgültig den Bach runter gegangen.

    woher hat er immer nur dieses ganze wissen,

    Ich würde mal sagen: Lebenslanges Interesse an Elektronik, eine entsprechende Ausbildung in selbiger und dann Interesse am Thema C64, bzw. der Drang, die Kiste möglichst komplett verstehen zu wollen. ^^

    bin richtig neidisch

    Na, dann: "Üben, üben, üben!" hat einer unserer (damals) verhasstesten Lehrer immer gesagt. Heute sehe ich, wie recht er hatte. :-D

    kinzi: Bleibe uns bitte lange erhalten.

    Ich tu' mein Bestes! :alt:

  • Bspw. sollen einige Rams defekt sein, sind sie aber nicht

    Aber das ist vielleicht ein Hinweis ... den 74LS373 hast du gecheckt?

  • ist das Muster immer gleich , also wenn Du den Bildschirm löscht und die Schleife erneut startest ?

    Nein, völlig zufällig und immer anders

    Aber bleibt es dann stabil bis zum nächsten Schleifendurchlauf?

    Falls ja: Der VIC kann zuverlässig daraus lesen, der Fehler tritt also beim Schreiben durch die CPU auf.

    Falls nein: Der Fehler tritt beim Lesen auf (und evtl. auch beim Schreiben).

  • Aber bleibt es dann stabil bis zum nächsten Schleifendurchlauf?

    Falls ja: Der VIC kann zuverlässig daraus lesen, der Fehler tritt also beim Schreiben durch die CPU auf.

    Falls nein: Der Fehler tritt beim Lesen auf (und evtl. auch beim Schreiben).

    nein, das flackern ist unabhängig vom Schleifenlauf. Jeder Buchstabe wird rein zufällig verdreht oder bleibt wie er ist

  • Vielleicht hilft Dir das Bild weiter....


    vielen Dank das hat geholfen.


    Bspw. sollen einige Rams defekt sein, sind sie aber nicht

    Aber das ist vielleicht ein Hinweis ... den 74LS373 hast du gecheckt?

    ja, leider. Jeder gesockelte Chip ist bereits quergetauscht worden

  • ich habe den Sockel rausgenommen und erneut alle Verbindungen getestet. Sind einwandfrei, auch habe ich benachbarte Pins auf Kurzschluss geprüft und auch geschaut, ob ich zw. der geflickten Leitung und den Pins einen Kurzen gebaut habe, auch Fehlanzeigen. Bilder vom Gewerke:



    Verdammte Axt. Was für ein nerviger Fehler. Fällt Euch hier noch was auf.

  • Den Sockel hätte ich nicht wieder ausgelötet. Per Multimeter prüfen, ob jeder Pin vom IC (nicht vom Sockel)

    Kontakt zu jeder "Gegenstelle" hat. Ist eine zeitaufwändige Fummelarbeit, ich weiß.

    Am besten einen Schaltplan in A3 ausdrucken und jede als einwandfrei geprüfte Leiterbahn

    farblich nachzeichnen.


    Mich wurmt noch der RAM-Fehler, den das Diagnosemodul bei Dir meldet.

    Das muss doch irgendwo herkommen.

    Gibt´s irgendwas, das sowohl RAM als auch Farb-RAM betrifft? Adress-Decoder/ RAM-Multiplexer?


    Da hier ja schon Timing-Probleme vermutet wurden:

    Stimmen die Taktfrequenzen?


    Ich bin ja "Farb-RAM-DAU", aber:

    Wird das Farb-RAM permanent ausgelesen? Dann müsste ja auf den Datenleitungen

    ständig "Bewegung" sein. Das kann man doch sicher prüfen (Oszi).

    Wenn auf einer Leitung keine "Bewegung" ist, wäre die dann nicht verdächtig?

    Gleiches mit den Adressleitungen.

    Ich muss mir wohl doch mal einen Schaltplan schnappen, um mir das vorzustellen,

    was da eigentlich passiert. ;)


    Was, wenn die Versorungsspannungen nicht "sauber" sind? Ja, ich schweife zum Thema Elkos ab. ;)

    Aber nach dem aktuellen Stand ist Kaffeesatzleserei jetzt ja freigegeben. :)

    Könnte eine schlecht gesiebte/geglättete Spannung sowas verursachen?

  • Gibt´s irgendwas, das sowohl RAM als auch Farb-RAM betrifft? Adress-Decoder?

    Ja, das PLA. (= Adress-Decoder)

    Dieses geht zwar selten kaputt, kommt aber auch vor.

    Wird das Farb-RAM permanent ausgelesen? Dann müsste ja auf den Datenleitungen

    Ja, in jeder achten Bildschirm-Zeile.

    Das Farb-RAM hat Richtung VIC einen eigenen Datenbus (D8..D11).

    ständig "Bewegung" sein. Das kann man doch sicher prüfen (Oszi).

    Wenn auf einer Leitung keine "Bewegung" ist, wäre die dann nicht verdächtig?

    Sicher, aber da 90% der Zeichen "sauber" sind wird das mit dem Oszi relativ schwierig, die 10 % da rauszulesen ...

    Könnte eine schlecht gesiebte/geglättete Spannung sowas verursachen?

    Sollte auf jeden Fall ausgeschlossen werden > Spannung(en) mit dem Oszi anschauen ob sauber.

  • Sieht zwar aus wie eine Verbindung von A4 (Pin 11 vom SID) zu D3 (Pin 11 vom FarbRAM),

    aber Du hast das ja geprüft.

    Der Fehler tritt ja nur beim Schreiben ins Farb-RAM auf, es werden ständig andere Farbwerte reingeschrieben.

    Beim Lesen bleiben die Farben ja stabil.

    Schreibmodus wird über die Leitung WE aktiviert, die kommt von Pin 10 der PLA.

    Wenn dieses Signal nun zum falschen Zeitpunkt käme, also wenn die zu schreibenden Daten

    auf dem Datenbus noch nicht korrekt anliegen? Könnte das diesen Effekt erzeugen?


    RAMs und Farb-RAM "hängen" am U26 (74LS373) der wurde ja bereits gecheckt.

    Ich tippe ja (laienhaft) eher auf die Daten-, als die Adressleitungen.

    U16 (4066) wurde ja ebenfalls geprüft.

    Wurden auch alle Leiterbahnen in den Bereichen (U26 und U16) "durchgeklingelt"?


    Welche Funktion hat U27 (74LS08) eigentlich?

    Kann der Fehler damit zusammenhängen?


    Kinzi schrieb "Das Farb-RAM hat Richtung VIC einen eigenen Datenbus (D8..D11)."

    Also schreibt der VIC darüber Daten ins Farb-RAM und liest sie auch darüber?

    Und was genau macht U16 (was ist seine Aufgabe)?


    Ihr seht: Ich habe keine Ahnung, aber viele tolle Ideen! *Lach*

    Meine C64-Reparaturhandbücher (sind glaube ich drei Stück) liegen im Keller in Kartons verpackt,

    sonst hätte ich da schon mal reingeschaut. ;)

    Wenn hier nicht langsam mal der Fehler gefunden wird, nehme ich allerdings dieses Abenteuer auf mich

    und grabe mich durch die Kisten - aber ihr seid schuld, wenn ich verschüttet werde und die Retter

    mich erst nach 3 Wochen freigraben können! ;)