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Raspberry Pi 400 - ein neuer Heimcomputer?

  • Der Pi 400 ist schon interessant, aber letztendlich auch "nur" ein kompakter PC (statt auf Intel- auf ARM-Basis), auf dem Linux läuft - das aber sehr günstig.

    Für die "breite Masse" stimmt das auch so. Ein "weiterer" Linux-Rechner.


    Allerdings hat der Raspberry mindestens ein (quasi) Alleinstellungsmerkmal, das einzelnen Leute wichtig ist: Er ist die mit Abstand günstigste Möglichkeit nativ(!) RISC OS laufen zu lassen. Das geht selbst auf einem "allerneusten" 3.000 EUR-Intel-Laptop nicht. ;)


    Stimmt, RiscOS hatte ich ganz vergessen. Ist in dem Fall natürlich eine tolle Sache, wenn man am OS interessiert ist oder aus der Archimedes-Ecke kommt (und tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal).

    Aber wie gesagt: Ein moderner Heimcomputer ist für mich persönlich mehr so etwas wie ein Mega65 oder ein ZX Spectrum Next (um einmal über den Tellerrand zu blicken). Die haben beide tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal bzw. einen eigenen Verwendungszweck und machen auch zusätzlich zu einem schon vorhandenen Computer Sinn.

    Beim Pi habe ich halt einen weiteren Computer, mit dem ich auch nichts anderes machen kann, wie mit meinem Hauptsystem (mal abgesehen von der Möglichkeit RicsOS nativ zu installieren). ;-)

  • Keine Ahnung, wann du das letzte Mal eine Notizen-App verwendet hast – aber die wurden in den letzten Jahren massiv aufgerüstet. Du kannst neben Rich-Text und Handschrift auch Fotos, Videos, Webseiten, Tabellen, Slides, Link-Sammlungen und ähnliches verwalten.

    Das sind dann aber keine Notizen mehr. So etwas nennt man 'Dokument' und dafür gibt es schon länger passende Programme.


    Eine Notiz ist etwas was man kurz auf einen Zettel schreibt, vielleicht noch ein kleine handschriftliche Zeichnung dazu.

  • Das sind dann aber keine Notizen mehr.

    Das ist reine Definitions-Sache (bzw. eine Sache von "gestern vs. heute"). ;) Genau die von mir beschriebenen Funktionen hat Apples Notizen-App in den letzten Jahren bekommen. In ihren Anfangs-Tagen war sie mehr oder weniger ein Plain-Text-Editor und dann hat man sie zur Konkurrenz von Evernote (sic!) und Co. aufgebohrt. Der aktuelle Fokus liegt auf Kollaborations-Funktionen.


    Hier mal ein Überblick über die Funktionen beliebter Notiz-Apps


    Und sowas wird der Autor gemeint haben, als er schrieb, man solle das evtl. nicht auf dem Pi machen. Dazu kommt, dass wahrscheinlich mehr Leistung benötigt wird, wenn es für den Dienst keine native App auf der Plattform gibt und man das alles im Browser machen muss. Plaintext wäre natürlich, wie für jeden Amiga, kein Problem.

  • Aber da haben wir es doch wieder. ;) Ja, so wird der Autor das gemeint haben.

    Besteht wirklich der Anspruch, mit einem RP400 solche Multimedia-Notizen zu verwalten..? Eher nicht...
    Da bewegen wir uns doch wieder in die Richtung "ICH mache ALLES mit meinem Pi"... wo wir uns hier ja ziemlich sicher sind, dass das nicht das Hauptziel der Nutzung dieses Rechners ist und das auch kaum jeder so machen wird... und wenn, wird er wahrscheinlich spätestens dann keinen Bock mehr haben, wenn er eine Multimedia-Notiz speichern will. :D


    So schließt sich der Kreis.

  • Ich nutze ja schon seit Jahren OpenOffice und jetzt LibreOffice im Büro. Wichtig ist, dass der Schnellstarter bei der Installation aktiviert wird. LibreOffice fragt ja bei der Installation danach, ob "man" das "möchte"...

    Kann mir gut vorstellen, dass M$ hier eher nicht fragt und das einfach mitinstalliert. :)
    Deswegen startet M$-Office schneller als OO / LO.

    Mal sehen, wie es auf dem RP400 aussieht.

  • Das gibt es ja bei M$ auch (natürlich).

    Da kann ich mir auch in Kalender-Einträge PDFs mit anhängen. "OneNote" habe ich bewusst gar nicht in Betrieb - weil mir das voll auf den Keks geht, für jedes kleine Geschreibsel noch ein extra "fettes" Programm der eh schon aufgeblasenen Office-Suite bemühen zu müssen.

    Okay - das werden andere Menschen ja doch nützen, ich bin eben nicht die Zielgruppe.


    Müsste aber die Frage nicht eher lauten "kann die nächste Office-Version noch die alten Notizen anzeigen?" :D


    Meine "Notiz-App der Wahl" wird der RP400 problemlos managen: Notes von Google. :D

  • Ist schon witzig,was ihr alle zu einem unvollständigem Zitat schreibt. Mir ging es eigentlich nur darum, dass hier angeführt wurde,den Pi 400 in der Schule flächendeckend einzusetzen. Das ist utopisch und macht kaum Sinn. In der AG vielleicht, aber letztlich nur für die wenigen, wirklich interessierten Menschen, die ihre Notizen auch noch auf einen Zettel schreiben können.


    Wenn eine Schule sich für Apfel-Geräte als Klassensatz entscheidet, dann einfach - weil es funktioniert. Ohne viel Gefrickel kann man im Unterricht damit arbeiten und auch mal ein Video schauen, während im Hintergrund Powerpoint o. Ä. offen ist und dennoch alles flüssig funktioniert. Ja, das geht auch mit anderen Geräten, aber nicht mit dem Pi 400.

    Meine Theorie dazu, ohne Erfahrung mit oben genannten Geräten :)

  • Ohne viel Gefrickel kann man im Unterricht damit arbeiten und auch mal ein Video schauen, während im Hintergrund Powerpoint o. Ä. offen ist und dennoch alles flüssig funktioniert. Ja, das geht auch mit anderen Geräten, aber nicht mit dem Pi 400.

    Meine Theorie dazu, ohne Erfahrung mit oben genannten Geräten :)

    Und warum genau sollte das nicht funktionieren?

  • Das Problem was ich mit solchen Apps habe ist folgendes ...

    Es ging hier aber nicht um dein Problem mit dieser App-Kategorie. Es ging darum, dass sich hier gewundert wurde, was denn an "Notizen" so aufwändig sein könnte, dass ein Raspi damit Probleme bekäme. Und das lag daran, dass einige halt noch an "Notizen" von vor 10 oder 20 Jahren gedacht haben, während das heute ein relativ mächtiges Werkzeug ist. Und es könnte evtl. ein 80-Euro-Rechner Probleme bekommen, wenn da (mangels nativer Apps) im Browser hunderte von Dokumenten mit Anhängseln und Videoschnippseln (wenn man z.B. für eine Diplomarbeit recherchiert – obwohl es dafür auch spezielle Autoren-Programme gibt) verwaltet werden müssen. Ich kenne Leute, die sehr intensiv mit "Notizen" arbeiten – ich persönlich gehöre aber nicht unbedingt dazu.

  • Als "Lerncomputer" ist er insofern geeigent weil er eine gute Preisleistungsperformance hat und eben gleich noch GPIOs inklusive Entwicklungsumgebung hat, und Linux natürlich.


    Der Schwerpunkt ist da aber eher der Informatikunterricht. IPads sind im Unterricht durchaus ein ernstzunehmendes Tool aber gerade vieles was der Raspi kann, kann das iPad nur über Apps oder garnicht, deshalb ergänze ich zB. mein iPad mit einem Raspi. Rechner habe ich hier zwar zuhauf aber keiner verbraucht weniger :)

  • Wenn eine Schule sich für Apfel-Geräte als Klassensatz entscheidet, dann einfach - weil es funktioniert. Ohne viel Gefrickel kann man im Unterricht damit arbeiten und auch mal ein Video schauen, während im Hintergrund Powerpoint o. Ä. offen ist und dennoch alles flüssig funktioniert.

    Wenn sich eine Schule für Apple-Geräte entscheidet,diese aus steuergeldern finanziert,und Schülern Leihweise zur Verfügung gestellt werden,habe ich damit grundsätzlich kein Problem.


    Ein Problem habe ich damit,wenn sowas auf einer Klassenpflegschaftssitzjng abgestimmt wird, weil die Kids ihren Ahnungslosen Eltern einreden,das ohne IPad nichts geht,und die Geräte privat angeschafft werden sollen.

  • Wenn sich eine Schule für Apple-Geräte entscheidet,diese aus steuergeldern finanziert,und Schülern Leihweise zur Verfügung gestellt werden,habe ich damit grundsätzlich kein Problem.


    Ein Problem habe ich damit,wenn sowas auf einer Klassenpflegschaftssitzjng abgestimmt wird, weil die Kids ihren Ahnungslosen Eltern einreden,das ohne IPad nichts geht,und die Geräte privat angeschafft werden sollen.

    richtig. Aber wenn sich zwei Nerd-Eltern durchsetzen und ein Klassensatz angeschafft wird, der dann nicht benutzt wird, weil er dem Einsatz-Zweck nicht dienlich ist, hilft das auch Niemandem.

    Es geht mir nur darum: wofür will ich Hardware / Software im Unterricht einsetzen und was brauche ich dafür, ohne mich groß mit Installationen und Wartung rumschlagen zu müssen. Dann ist ein System wo alle automatisch (zwangsweise) auf dem selben Stand sind die bessere Lösung. Wenn das statt eines Apfel´s auch durch ein anderes System gegeben ist, dann bitte.


    Ein Tablet, von welcher Firma auch immer, hat einfach den Vorteil klein und handlich zu sein und eine Anzeige mitzubringen. Der Raspi 400 bräuchte ja auch irgendwie eine Ausgabemöglichkeit.

    Ich möchte das Gerät wirklich nicht schlecht reden, mit Tastatur und durchdachter Kühlung holt man alles aus dem Chip raus. Aber der Einsatzzweck ist einfach mal eingeschränkt.

    Und ich würde bei der Elternabstimmung auch gegen ein überteuertes Gerät stimmen :)