250466 mit Black Screen dubios

Es gibt 332 Antworten in diesem Thema, welches 24.000 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. Oktober 2022 um 06:34) ist von Dcobain.

  • Von den +5 V des Netzteils bzw. der Nezhteibuchse.

    Aber doch nicht direkt, d muss doch irgendein Bauteil zwischen sitzen.

    Denn auf der Spannungsschiene auf dem Board liegen ja gute 5.02V an.

    Ich hab jetzt mal versucht, den Weg von Pin3/User-Port zu verfolgen, um zu verstehen wo die Spannung herkommt. Leider ohne Erfolg. Ich kann die Leitung nur bis zu Pin34 von U1 und U2 verfolgen, also die RESET Pins der CIAs. Nur nochmal zum Verständnis des Konzeptes RESET: RESET ist ein Eingangssignal in einen IC, richtig?

    Wer speist diese Leitung mit Spannung? Bzw wo ist der Ursprung dieser Leitung, die an Pin3/User-Port endet? Auf dieser Strecke liegt doch nach bisheriger Erkenntnis die Ursache von 5.02v-3.06v=1.96v Spannungverlust. Denn die 3.06V auf der Leitung sind doch im Bereich User-Port / CIAs / CPU offensichtlich ziemlich konstant.

    Bitte daher per Durchgangsprüfer überprüfen, auf welchen Pin des 7406 der Pin 9 des NE556 geht.

    Geht ausschließlich auf Pin10 vom 7406

  • Aber doch nicht direkt, d muss doch irgendein Bauteil zwischen sitzen.

    Ja:

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    nochmal zum Verständnis des Konzeptes RESET: RESET ist ein Eingangssignal in einen IC, richtig?

    /RESET an CPU, SID und CIA ist ein Eingang, der das jeweilige Bauteil in einen definierten Anfangszustand versetzt.

    /RESET an User-Port und Expansion-Port ist entweder ein Eingang, an dem die Peripherie einen Reset des Systems auslösen, sprich (vor allem) an CPU, SID, CIA schicken kann, wenn das Modul z. B einen Reset-Taster hat. Es ist gleichzeitig aber auch ein Ausgang, der das jeweilige Modul resetten beim Einschalten kann, wenn dieses das benötigt.

    Wer speist diese Leitung mit Spannung? Bzw wo ist der Ursprung dieser Leitung, die an Pin3/User-Port endet? Auf dieser Strecke liegt doch nach bisheriger Erkenntnis die Ursache von 5.02v-3.06v=1.96v Spannungverlust. Denn die 3.06V auf der Leitung sind doch im Bereich User-Port / CIAs / CPU offensichtlich ziemlich konstant.

    Die Leitung liegt normalerweise über einen Pull-Up-Widerstand auf +5 V. Beim Einschalten wird die Leitung für ein paar 100 ms von der Reset-Erzeugung (siehe Schaltbild) um NE556 und dem 7406-Gatter auf "L" (GND, 0 V) gezogen, wodurch alle "Geräte" (ICs, Module, ...) in einen definierten Anfangszustand versetzt werden.

    Danach bleibt die Leitung per Pull-Up auf +5 V, da der Ausgang des 7406 ein "Open Collector" ist, der schaltet entweder direkt Richtung GND oder ist einfach "offen". Das erlaubt, dass auch andere Reset-Quellen (eben z. B. der Reset-Taster auf einem Modul) einen Reset auslösen kann.

    Bitte daher mit dem Multimeter (Durchgangsprüfer) prüfen, ob diese Punkte miteinander verbunden sind:

    • User-Port Pin 3;
    • Expansion-Port Pin C;
    • Pin 12 (laut Schaltplan) bzw. ein anderer (10?) des 7406;
    • Pin 40 der CPU;
    • Pin 5 des SID;
    • Pin 34 der CIAs.

    Dann einmal den Pull-Up R36 einseitig auslöten und messen, was dann an der /RESET-Leitung los ist. Die muss dann in der Luft hängen, da darf nichts mehr zu messen sein. Falls da weiterhin was anliegt, muss das über eines der o.a. Bauteile - welches dann wohl defekt wäre - oder über eine Lötbrücke o. ä. daherkommen.

  • Ich habe glaube ich jetzt soweit den Weg der RESET Leitung verfolgen können bis zum Bereich RP5/U8

    Pin8 vom 7406 liefert bei mir die 3.06V, Pin9 0.03V. Wenn ich den Schaltplan vom 7406 richtig verstehe, sind doch Pin9 der Eingang, und der zugehörige Ausgang ist Pin8. Liege ich soweit richtig?

    Frage: welche Spannung muss an Pin9 vom 556 planmäßig anliegen? Denn die geht ja in Pin9 vom 7406. Bei mir sind es beim Einschalten für einen kurzen Moment ~3.6V und fallen dann auf 0.03V ab.

    Wenn das nicht planmäßig ist, wäre der 556er nach aktueller Lage der potentielle Übeltäter.

  • Bitte daher mit dem Multimeter (Durchgangsprüfer) prüfen, ob diese Punkte miteinander verbunden sind:

    User-Port Pin 3;
    Expansion-Port Pin C;
    Pin 12 (laut Schaltplan) bzw. ein anderer (10?) des 7406;
    Pin 40 der CPU;
    Pin 5 des SID;
    Pin 34 der CIAs.

    Das war meine Abendbeschäftigung :D. Alles korrekt verbunden.

    Dann einmal den Pull-Up R36 einseitig auslöten

    Der ist Teil des Widerstandsnetzwerks RP5, was bzw welches Beinchen müsste ich da auslöten? das 6. (oder unterste, wenn die Platine "normal" vor einem liegt)?

    Naja, ich warte erstmal auf meinen 556 Ersatz, der dürfte wohl zum WE oder am Montag kommen, denke ich. Dann gehts weiter.

    Für heute ist mal wieder Schluss.

    Trotzdem schonmal ein fettes Danke an alle, die mir bisher bei der Analyse mit Rat und Tat geholfen haben. Ich hab wieder mal echt was gelernt.

  • Wenn ich den Schaltplan vom 7406 richtig verstehe, sind doch Pin9 der Eingang, und der zugehörige Ausgang ist Pin8. Liege ich soweit richtig?

    Soweit richtig.

    Pin8 vom 7406 liefert bei mir die 3.06V, Pin9 0.03V.

    Pin 8 kann die 3,06 V nicht "liefern", der kann nur nach GND schalten oder offen bleiben.

    Frage: welche Spannung muss an Pin9 vom 556 planmäßig anliegen? Denn die geht ja in Pin9 vom 7406. Bei mir sind es beim Einschalten für einen kurzen Moment ~3.6V und fallen dann auf 0.03V ab.

    Das wäre korrekt, weil der 7406 invertiert. Da dessen Ausgang kurz auf GND und dann offen sein muss, muss am Eingang genau das umgekehrte Signal anliegen. Das ist offenbar der Fall. Allerdings sind die 3,6 V auch hier eher zu wenig.

    Aber mal was anderes: Welche Spannung misst du an Pin 2 des User-Port gegen GND? Ich hab da mittlerweile einen anderen Verdacht ...

    Wenn das nicht planmäßig ist, wäre der 556er nach aktueller Lage der potentielle Übeltäter.

    Glaube ich nicht, der tut was er soll nach deiner Messung. Bis auf die zu kleine Spannung, die aber noch wurscht wäre, weil das 7406-Gatter ja noch dahinter kommt.

    Entweder hast du generell zu wenig Spannung vom Netzteil, oder irgendwas zieht an /RESET. Daher nochmals die zwei Vorschläge von weiter oben:

    • Bitte einmal den Pull-Up R36 einseitig auslöten und messen, was dann an der /RESET-Leitung los ist. Die muss dann in der Luft hängen, da darf nichts mehr zu messen sein. Falls da weiterhin was anliegt, muss das über eines der o.a. Bauteile - welches dann wohl defekt wäre - oder über eine Lötbrücke o. ä. daherkommen.
    • Den Ausgangspin des 7406 (in dem Fall 8) hochbiegen (er ist ja gesockelt, da getauscht?) und schauen, was dann an /RESET zu messen ist.
  • Ein kurzes Update:

    kinzi hatte natürlich recht mit seiner Vermutung, dass auch ohne den 7406 auf der Resetleitung 3.06v liegen, also irgendwo was reinblutet.

    Ich habe festgestellt, dass ohne gesteckten CPU ordentliche 5.05V auf der Leitung liegen. Das schien mir erstmal ein Hinweis darauf gewesen zu sein, dass ein Pin com CPU Sockel irgendwo reingrätscht. Aber ein durchprüfen Sockelpin für Sockelpin des CPU Sockels gegen die Resetleitung hat natürlich erstmal keinen Erfolg gebracht X( Wäre ja auch zu einfach gewesen....

    Wenn der CPU gesteckt wird, sind wieder die 3.06V auf der Leitung.

    Was steuert der CPU denn schon so ohne Reset gemacht zu haben? Also was könnte da denn noch rein grätschen? Ich habe auch alle Sockelpins der anderen ICs (CIA1, CIA2, CHAR, KERNAL, BASIC, SID) gegen die Resetleitung geklingelt, ohne was zu finden...

  • Im Testboard hat die sich erstmal normal verhalten. Soll heißen, das board ist nach power on normal im basicscreen gelandet, mit cursor und allem.

    Aber ich prüfe das gerne asap nochmal nach, um das zu belegen.

  • Aber ich prüfe das gerne asap nochmal nach, um das zu belegen.

    Sicherheitshalber würde ich das machen, ja. Aber dann wird sie schon OK sein.

    Was misst du denn an anderen Pins der CPU - /IRQ, /NMI, PHI0, PHI2, AEC, RDY für Spannungen im eingeschalteten Zustand?

  • so folgende Messergebnisse: (verwendet wurde die CPU aus dem Problemboard)

    die CPU im voll bestückten Testboard:

    2,02 PHI0

    4,61 RDY

    4,51 IRQ

    4,98 NMI

    1,98 AEC

    2,30 PHI2

    die CPU im vollbestücketen (abzüglich SID) Problemboard:

    1,91 PHI0

    4,90 RDY

    5,03 IRQ

    5,01 NMI

    2,22 AEC

    2,30 PHI2


    Gravierenster Unterschied den ich erkennen kann: IRQ liegt im Problemboard voll auf 'H', während er im Testboard gute 0,5V weniger anlegt.

  • Gravierenster Unterschied den ich erkennen kann: IRQ liegt im Problemboard voll auf 'H', während er im Testboard gute 0,5V weniger anlegt.

    Gut, das würde ich jetzt mal auf den laufenden IRQ schieben - das Testboard springt ja in den Einschaltbildschirm, oder? Dann läuft auch die Tastaturabfrage -> /IRQ wird 60x pro Sekunde kurz auf GND gezogen -> resuktierende Gleichspannung ist etwas kleiner.

    As expected: works

    Hmm ...

    kinzi hatte natürlich recht mit seiner Vermutung, dass auch ohne den 7406 auf der Resetleitung 3.06v liegen, also irgendwo was reinblutet.

    Gut, dann musst du jetzt "nur" rausfinden, welches Bauteil es ist. ^^

    • SID, CIAs raus und wieder testen.
    • Das Widerstandsnetzwerk, das den Pull-Up stelt prüfen, ob da nicht zwei Pull-Ups kurzgeschlossen sind o. ä.
    • Leiterbahnen verfolgen und schauen, wo ein Lötpatzen o. ä. draufpickt.
  • SID, CIAs raus und wieder testen.

    Hab ich natürlich schon gemacht.

    Alle ICs (also CIA1, CIA2, KERNAL, CHAR, BASIC, PLA, SID) raus, nur CPU ist drin: Resetleitung 3,06V

    CPU auch noch raus: Resetleitung 5,05V

    Alle ICs drin, außer CPU: Resetleitung 5,05V

    Das Widerstandsnetzwerk, das den Pull-Up stelt prüfen, ob da nicht zwei Pull-Ups kurzgeschlossen sind o. ä.

    Wenn da was wäre dürfte die Resetleitung bei fehlender CPU doch nicht 5,05V sein, oder?


    Leiterbahnen verfolgen und schauen, wo ein Lötpatzen o. ä. draufpickt.

    Ich habe den gestrigen Abend damit verbracht, die gesamte Resetleitung quer über das ganze Board zu verfoglen, zu prüfen und - da wo sie irgendwelche Sockel gekreuzt hat - durchzuklingen auf falsche Verbindungen. Ergebnis: nichts verdächtiges gefunden.


    Deshalb ja meine Frage:

    Was steuert der CPU denn schon so ohne Reset gemacht zu haben?

    Idee dahinter war, ob alleinig durch Anwesenheit der CPU im Board irgend eine Leitung schon mit Spannung belegt wird, die dann irgendwo anders (möglicherweise sogar am Widerstandsnetzwerk) dazu führt, dass anstelle 5,05V die 3,06V auf der Resetleitung landen.

    Ich würde das Widerstandsnetz ja einfach tauschen, ist ja nur ein Pfennigsartikel, hab aber natürlich wieder kein passendes Ersatzteil dafür vorrätig.

  • Deshalb ja meine Frage:

    Idee dahinter war, ob alleinig durch Anwesenheit der CPU im Board irgend eine Leitung schon mit Spannung belegt wird, die dann irgendwo anders (möglicherweise sogar am Widerstandsnetzwerk) dazu führt, dass anstelle 5,05V die 3,06V auf der Resetleitung landen.

    /RESET ist ein Eingang der CPU - wenn diese den Eingang runterzieht ist sie defekt. Mal so grundsätzlich.

    Was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte ist, dass an irgendeinem anderen Pin der CPU eine Spannung - oder auch fehelrhafte keine Spannung - anliegt, wo das nicht sein soll und die CPU dadurch fälschlicherweise /RESET "phantomversorgt".

    Hat die CPU denn eine korrekte Versorgung und ist der Masseanschluss der CPU (Vss) korrek

    Ich würde das Widerstandsnetz ja einfach tauschen, ist ja nur ein Pfennigsartikel, hab aber natürlich wieder kein passendes Ersatzteil dafür vorrätig.

    Kann man auch durch Einzelwiderstände ersetzen ... zur Not die Leiterbahn, die vom Pull-Up zu /RESET geht an geeigneter Stelle aufkratzen und /RESET durch einen diskreten Widerstand mit entsprechendem Wert testweise auf Vcc legen. Kann man ja wieder rückgängig machen.

  • Was ich mir vielleicht noch vorstellen könnte ist, dass an irgendeinem anderen Pin der CPU eine Spannung - oder auch fehelrhafte keine Spannung - anliegt, wo das nicht sein soll

    Gibt es dafür eine Referenzliste irgendwo die ich nutzen kann um mit der meine Messwerte abzugleichen?

    Ist das Widerstandsnetzwerk eigentlich ein SIP5+1 oder ein SIP6? Oder gibts da keinen Unterschied? Das C64 Service Manual spricht nur von 6 Pins bei RP5.

    Ich kann mir aufgrund fehlender eletrotechnischer(??) Fachkenntnisse leider kein passendes Ersatzteil "ergooglen" mit 1kohm