Welchen Eprommer nehmen?

Es gibt 108 Antworten in diesem Thema, welches 15.489 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (8. März 2021 um 06:58) ist von Ruudi.

  • "Im C64 ist ein "normales" 2332 drin, das man recht einfach durch ein 2732 EPROM ersetzen kann."

    Tippfehler?

    Ich dachte, zu einem 2332 C64 ROM wären die 2532er EPROMs kompatibel?

    Du hast natürlich recht.

    Und um die ganze Sache zusammenzufassen und hoffentlich abzuschliessen, ein Verweis auf die Datenblätter:

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    MOS2316 haben 3 programmierbare Chipselects

    MOS2332 haben 2 programmierbare Chipselects

    MOS2364 haben 1 programmierbaren Chipselect.

    Das macht den Ersatz mit EPROMs nicht einfacher, und ein direkter Ersatz mit dem "ähnlichsten" EPROM geht nur, wenn die Polarität der Chipselects "zufällig" passt. Meistens passt es, Ausnahmen sind z.B. wie hier schon erwähnt: VC20 Character ROM, DOS ROMs in 8050/8250/1001 und auch das Editor ROM in einem 8296.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Ich habe mir für die 24pol. ROMs vom C64 eine Platine für das Flash SST39F010A/020A/040A mit interner und externer ROM-Auswahl gebaut. Das ist die selbe Größe wie die 23xx und 25xx ROMs und ich habe die Möglichkeit viele unterschiedliche Kernals, Charsets und Basic auf einem Baustein parat zu haben. Ich programmiere das Flash mit einem Batronix-Programmer. Nachteil ist, das ich einem Programmieradapter dafür brauche.

    Für mich machen 25xx ROMs, da schlecht erhältlich und teuer, keinen Sinn. Für 27xx/27Cxx braucht man einen Adaptersockel, das ist dann länger und höher.

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    Hier liegen die aktuellsten Versionen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Frage, hat nix mit der angeregten Diskussion hier zu tun, sondern bezieht sich auf einen konkreten ROM zu dem ich sehr wenig im Netz fand.

    Es ist ein 2363 (ja, richtig gelesen 3 am Ende)

    Ist vom Hersteller Sharp, hat 24 pins und stammt aus einer MB Vectrex Konsole.

    Im Netz las ich immer wieder etwas von Pinkompatibilität zwischen 2363 und 2764.

    Gab es den 2363 in DIP 24 und 28?

    2764 haben immer 28 Pins.

    Funktioniert der 2364 nach 2764 Adapter von Bobbel beim 2363?

    Oder weiß jemand ob der TL866 ii den Type 2363 mit 24 Pins unterstützt?

    8-Bit enthalten circa 150g reinen Alkohol und sind bei regelmäßigem Konsum nicht unbedenklich :drunk:

  • Laut Schaltplan hat es 28 pin und sieht nach 2764 kompatibel aus.

    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Ja. Aber physikalisch steckt ein 24poler drin:

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    8-Bit enthalten circa 150g reinen Alkohol und sind bei regelmäßigem Konsum nicht unbedenklich :drunk:

  • Dann gibts da verschiedene, mit Sicherheit nicht pinkompatible Versionen (2764 hat A12 auf Pin2, der ja beim 2364 nicht existiert ...)

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    Code: Floppy Fehlerkanal abfragen - Ausserdem kann ich bei "drive not ready" den I: und N: Befehl verwenden und notfalls den Kopf manuell zurückschieben. Und Finger weg vom Stepper!
    10 open1,8,15                   : rem 8 ist die Geräteadresse und das kann man bei Bedarf natürlich anpassen
    20 get#1,a$:?a$;:ifst<>64goto20 : rem Das CLOSE 1 am Ende kann man sich sparen, weil beim RUN automatisch ein CLOSE ALL ausgeführt wird.
    RUN
  • Dann müsste man beim 2363 im 24-pol-DIL-Gehäuse versuchen die Belegung herauszubekommen. Ist die Belegung im 28-pol-DIL-Gehäuse bekannt bzw. gibt es dazu ein Datenblatt?

    Wenn das gleich Die im DIL-Gehäuse sitzt, geht das vermutlich recht gut.

    Ohne Datenblatt müsste man sich die Schaltung ansehen, was wie angeschlossen ist. Darüber sollte das aber vermutlich auch herauszubekommen sein.

  • Direkt daneben sitzt ein SRAM 1kx4 2114, damit sollten sich die unteren 10 Adressleitungen und 4 der Datenleitungen schon mal einfach durchpiepsen lassen, sofern die beiden am gleichen Bus hängen, wonach es stark aussieht.

    Wenn noch ein zweiter 2114 in der Nähe sitzt, dann hätte man die anderen 4 Datenleitungen auch noch, ansonsten eben von weiter entfernten Bausteinen aus messen.

    Vcc und GND ebenso, dann bleiben letztlich noch die oberen Adressleitungen und der Chip-Select übrig...

    Schaut machbar aus :wink:

    Auslesen ist nie ein wirkliches Problem, dazu muss man nur Versorgung-, GND- sowie die Adress- und DatenleitungsPINs sowie die Chip-Select-Leitung(en) an den Eprommer passend anschliessen, sei es durch einen selbst gefertigten oder gekauften Adapter, sei es über einen entsprechenden temporären Steckbrettaufbau mit losen DuPont-Drähten.

    Dazu passend großes (oder für sehr kleine Proms auch das nächst größere, im Eprommer-Menü verfügbare) Eprom (27er Serie für 5V!) auswählen. Dessen Pinout ist das, was am Sockel des Eprommers dann "anliegt" und entprechend zum realen PROM hin passend verdrahtet werden muss.

    Den Programmierspannungsanschluss natürlich frei lassen! (direkt am Eprommer seitigen Sockel)

    Den Eprommer stellt man zum Auslesen auf das zuvor gewählte EPROM ein, Hersteller und Timing spielen da keine Rolle, nur bei sehr modernen Eprommern sollte man das langsamste EPROM auswählen, damit der Eprommer nicht schneller ausliest, als es das originale, alte PROM mitmacht.

    Wenn man gleich das zur Größe des ROM passende Eprom auch gewählt hat, dann einfach auslesen, fertig. Ansonsten das File in einem Hex-Editor passend kürzen.

    Zur Überprüfung kann man nach bekannten Texten suchen und generell schauen, ob sämtliche Werte von 00 bis FF vorkommen. Sollte statistisch gesehen der Fall sein. Wenn das überhaupt nicht der Fall ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einzelne Daten-Leitungen keinen Kontakt hatten. Ebenso- aber die Adressleitungen betreffend- wenn sich in der Datei gewisse Muster ständig wiederholen.

    Wie weiter oben beim Thema 2364 resp. 2332 schon erwähnt, gibt es die ROMs aber auch in Varianten, welche ein oder mehrere CS mit gemischter oder positiver Logik erfordern, d.h. da braucht es dann noch Inverter (z.b. 74LS04 oder 74LS00 mit verbundenen Eingängen je Gatter) dazwischen. Kann man aber auch einfach ausprobieren, kann nix kaputtgehen :wink:

    Sobald der Eprommer dann nicht nur lauter gleiche Werte liest, hat man die richtige Kombination/Polarität rausgefunden und sollte sich diese für eine spätere EPROM-Adaption auch gleich aufschreiben.