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SMD vs THT

  • Ich löte fast immer mit meiner 2,2mm Meißelspitze. Da geht 0805 noch ganz gut mit. Darauf lege ich das Layout meiner eigenen Platinen aus.

  • Oft kann man die stehenden THT - Widerstände oder Kondensatoren durch liegende SMD 0805 ersetzen, weil das Rastermaß dann ganz gut passt :)

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Oft kann man die stehenden THT - Widerstände oder Kondensatoren durch liegende SMD 0805 ersetzen, weil das Rastermaß dann ganz gut passt :)

    und auf der rückseite verstecken, wenn man es möchte.
    besonders dann auch, wenn man die tht nicht hat und muss die smd später nachbestücken.
    dann ist es auf der rückseite einfacher mit dem löten.

    gruß
    helmut

  • Bisher wurden hier immer nur Mikroskope empfohlen, wie sieht es eigentlich mit diesen Kopflupen aus, hat da jemand Erfahrungen? Könnte das nicht eine günstigere Alternative für den Einstieg sein?

    Müsste eigentlich gut gehen. Aber ich benutze zB. eine Lupenlampe mit großer Öffnung. Ein Mikroskop vermisse ich in 99% der Fällen nicht. Kurzschlüsse sieht man wirklich ganz gut ohne Mikroskop. Etwas schwerer sind schlechte Lötstellen, aber man entwickelt ganz schnell eine Gespür, wo es Probleme gibt.

  • Die Brillen sind wirklich nicht schlecht und auch angenehm zum arbeiten, aber ich persoenlich finde es ist kein Vergleich zu einem Mikroskop.

    Wenn man ab und zu mal etwas SMD loetet ist die Brille die vmtl. sinnvollste und auch preisguenstigste Loesung. Damit wird man gut leben koennen.
    Sofern man aber aber oefter SMD loetet und das bis in die ganz kleinen Groessen, so 0402 geht, kommt man um ein Mikroskop IMHO nicht rum.

    Ich zumindest wollte das Mikroskop auf keinen Fall mehr missen. :D

  • ich hab auch so eine Klapplupe mit Beleuchtung auf ein Stullen-Brett geschraubt (ja, das ist mein Lötplatz :schande:). Aber diese Lupe ist vom Durchmesser nicht sehr groß und von der Höhe recht nah am Objekt, so dass ich den Lötkolben oft schräger ansetzen muss, als ich möchte. Eine unten leicht gebogene Lötspitze gleicht das etwas aus.

    Wenn es nach Plastik riecht weiß ich, dass ich mit dem Kolbenschaft mal wieder die Lupe angeschmokt habe :D.

    "Was heute noch wie ein Märchen klingt,kann morgen Wirklichkeit sein.Hier ist ein Märchen von übermorgen.Es gibt keine Kupferka­bel mehr,es gibt nur noch die Glasfaser und Terminals in jedem Raum.Man siedelt auf fernen Rech­nern.Die Mailboxen sind als Wohnraum erschlossen.Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen Computerclubs unser Da­tenverbundsystem.Einer dieser Com­puterclubsist der CCC.Gigantischer Teil eines winzigen Sicher­heitssystems,das die Erde vor Bedrohungendurchden Gilb schützt.Begleiten wir den CCC und seine Mitglieder bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unkenntlich­keit. CCC'84 nach ORION'64"

  • Ich hatte mal eine billige China-Brillenlupe probiert und hab das als nicht brauchbar abgestempelt. Denn je größer die Vergrößerung sein soll, umso näher mußte man rangehen. Ansonsten wird es unscharf. Und 15-20cm den Kopf über das zu lötende Bauteil zu halten fand ich jetzt nicht so toll. Ich nutze eher eine große Tischlupe mit eingebauter Lampe. Wenn man aber zwischen die Pins von QFP100 schauen will, führt kein Weg an einen Mikroskop vorbei.

  • Ich hab so eine Haube zwar nie ausprobiert würde aber davon ausgehen dass das ganz gut funktioniert. Immerhin behält man im Vergleich zu einem Kameramikroskop noch die 3D Sicht. Was beim löten definitiv ein Vorteil ist. Außerdem ist man an seinem Arbeitsplatz nicht so fixiert wie mit einem stationären Mikroskop.

    Nachteile gibst natürlich auch. Ich kann mir vorstellen dass das Gerät mit der Zeit ganz schön schwer auf dem Kopf wird. Und dass es anstrengend sein kann beim Arbeiten den richtigen Abstand einzuhalten um seine Komponenten richtig im Fokus zu behalten. Wie halt bei jeder anderen Lupe auch. Natürlich hat man auch nicht die Möglichkeit schnell und stufenlos die Vergrößerung nach bedarf einzustellen.

    Aber für 15€ denke ich macht man da erst mal nichts falsch wenn man nur gelegentlich mal über SMD Teile herfallen will. Bin gerade am überlegen ob ich mir das Teil beim Ali einfach mal bestelle. Könnte man bestimmt bei anderer Gelegenheit auch mal gut brauchen.


    Ein anderes Dental-Mikroskop hatte ich auch einen ganze Weile verwendet. Mit dem konnte ich auch gut arbeiten. Aber das hat halt auch nur eine feste 5x (glaube ich) Vergrößerung. Dafür ist es aber auch stereoskopisch. Und wie gesagt den Tiefeneindruck finde ich schon wichtig beim löten. Ein anderer Vorteil von den Dental Mikroskopen ist der recht große Arbeitsabstand so dass man noch sehr gut mit Werkzeug an die Platine kommt.

    Sowas sieht dann z.B. so aus:


     


     

  • Ich habe mir zwar mal in einem Anfall ein Stereomikroskop gekauft, benutze es aber de facto nie. Hauptsächlich, weil ich es sehr schwer finde, damit eine Kopf-/Augenposition zu finden bzw. zu halten, mit der ich überhaupt was sehen kann. Habe aber auch keinen richtigen Platz dafür und das Ding ist ziemlich schwer. Nebenbei: um das maximale Sichtfeld zu vergrößern, habe ich mir damals eine Vorsatzlinse mit dem Faktor 0.5 zugelegt.Man muß sich halt darüber im klaren sein, daß das Sichtfeld mit zunehmender Vergrößerung immer kleiner wird.


    Normalerweise bestücke ich mit einer großen Lupenlampe (glaube 5 Dioptrin). Meine sieht so ähnlich aus wie die hier, nur in schwarz und war noch etwas günstiger.
    Auch da gilt: die große Öffnung ist bei stärkerer Vergrößerung nur bedingt sinnvoll, weil es sonst schwierig wird, mit beiden Augen scharf zu sehen. Funktioniert für mich aber trotzdem am besten. Zur Kontrolle von Lötstellen. potentiellen Kurzschlüssen zwischen Pins usw. benutze ich zu 90% eine billige chinesische Handlupe mit angeblich 40x Vergrößerung (habe den erstbesten Link benutzt, der nach meiner Version ausgesehen hat). Habe mir irgendwann auch mal so ein Andonstar ADSM302 "Digitalmikroskop" zugelegt, das einen 5"-Bildschirm und einen HDMI-Ausgang hat. Das ist zur Inspektion auch ganz brauchbar - ich damit auch schon Stellen nachgelötet und Reparaturen durchgeführt, bei denen mir die Vergrößerung der Lupenlampe nicht gereicht hat. Aber man sieht da halt selbst bei minimaler Vergrößerung nur einen kleinen Ausschnitt der Platine.


    Das mit der Kopflupe habe ich mir auch schon überlegt, aber ich denke, das ist insofern anstrengend, weil man bei entsprechender Vergrößerung nur in einem winzigen Bereich scharf sieht und nur über die Bewegung des ganzen Kopfes fokussieren kann.

    Die optimale Lösung wäre wohl so ein okularloses Stereomikroskop von Mantis, aber die sind auch gebraucht noch sehr teuer und auch die Linsen sind nicht gerade günstig.

  • Ein Mantis hab ich auch hier. Das hat sicherlich die beste Optik absolut scharf, hell und brillant bis in die Randbereiche. Dafür hat es aber andere Probleme. Zum einen ist man nicht wirklich flexibel mit dem Gerät. Die Bewegungsfreiheit mit dem Montagesystem ist sehr eingeschränkt. Rauf und runter zum scharf stellen und ein bisschen schwenken. Klar alles sehr stabil und zuverlässig aber der Arbeitsbereich ist eigentlich recht klein. man muss also immer die Platine passend unter dem Mikro platzieren.

    Die Vergrößerung lasst sich nur mit den Vorsatzlinsen ändern und der Arbeitsabstand wird mit wachsender Vergrößerung sehr schnell ziemlich klein. Außer man kommt an eiine der Speziallinsen die mehr Arbeitsabstand erlauben. Das sind aber richtige Brocken die auch richtig teuer sind. Ich bin an eine gekommen weil bei einem defekten Mantis zum ausschlachten eine dabei war und offensichtlich niemand wusste dass die Optik mehr wert ist als der ganze Rest.


    Man beachte die Monsterlinse mit der der Arbeitsabstand vergrößert wird. Zum Vergleich auch noch ein Bild einer Standardlinse mit gleichem Vergrößerungsfaktor (x6). Da kann man kaum noch darunter arbeiten. Das Fazit ist dass die Geräte hervorragend sind wenn es darum geht etwas zu betrachten. Zum auch darunter arbeiten wird es noch teurer.



     


    Der Klebestreifen um die Linse ist natürlich nicht original. Ich hab damit nur noch ein Schutzglas vor die teure Linse gesetzt um sie vor Kratzern und Lötrauch zu schützen.

  • alles easy hab ich ja auch nie behauptet - siehe mein Beitrag #4, aber, dass es nicht teuer sein muss!


    üben muss man es trotzdem - aber das ist mit dem "normalen" Löten auch so - keiner wird als Meister geboren

    nimm doch erstmal 1206 er Bauteile und SOIC - ICs, dann taste dich weiter vor .. musst ja nicht gleich mit 0201 anfangen?

    https://www.ebay.de/itm/Bausat…2bb7f8:g:cnYAAOSwyjlfa0-~

  • Problem? Welches denn? Nur weil hier Menschen ihre Erfahrung mit Ihren Lupen/Mikroskopen/Brillen etc. austauschen?

    Also ich sehe jetzt nicht wirklich Probleme dabei.

    Aber wie bereits zuvor jemand geschrieben hat: Jeder darf sein Projekt layouten wie er mag. entweder Du nimmst es an un baust es nach, oder du laesst es einfach. :)

  • Es bleibt doch easy.

    Nach meiner Meinung ist ein Stereoikroskop (ca. 250-300 €) die beste Lösung um SMD zu löten.

    Deutlich günstiger geht es mit einer Lupenlampe oder Lupenbrille. Je nach Präferenz.

    Im Mittelfeld liegen die Kamerasysteme.


    Alles hat wie bei jedem Thema seine Vor- oder Nachteile. Was einem wichtig ist muss man natürlich selbst entscheiden.

    Wenn man nur ab und an mal was löten will würde ich die Lupenlampe empfehlen (oder die Brille. Hab ich selbst aber nie versucht). Wenn man öfter was machen will ist für mich ein Stereomikroskop die einzige wirkliche Lösung.

  • Es geht mir einfach um die allgemeine Grundaussage des angeblich jeder SMD löten kann wenn er denn nur will, das sehe ich anders. Auch die Aussage das es nicht iel kosten muss ist nur sehr bedingt haltbar. Ich z.B. könnte mit so einer Lupenkappe an der Stirn definitiv nicht arbeiten weil mir da nach spätestens einer Minute speiübel werden würde, bleibt also nur etwas Stationäres was fest am Tisch montiert ist und da wird brauchbares offensichtlich schnell sehr teuer. Das jeder sein Projekt so designen darf wie er gern möchte stelle ich da garnicht in Frage.

  • Ich finde, das ist alles überhaupt nicht pauschal zu beantworten.


    Allgemein kann man sagen, dass SMD grundsätzlich Platz spart und das nicht nur, weil es auf dem TopLayer wenig Platz einnimmt, sondern man automatisch auch auf dem BottomLayer mehr Platz hat, falls man den benötigt.

    Ich übe gerade an meiner ersten kleinen Platine und da habe ich auch ein paar SMD-Teile verwendet, weil die super unter den IC passen und die Platine kaum größer wie ein Standard DIP Sockel werden soll. Obs klappt, weiß ich noch nicht :P


    Allerdings würde ich auf SMD so gut wie verzichten wollen, wenn es um unser aller Hobby die 8bit Klassiker geht. Da gehört THT nunmal dazu, das hat einfach was und passt genau zu der original Hardware.


    Vom Löten her, finde ich SMD auch nicht sooo schwierig und ich bin auch kurz vor der 50 und habe Diabetes, was den Augen nicht mehr Sehkraft verleiht.

    Für SMD habe ich eine Lupenlampe mit gerade mal 11cm Ducrhmesser und eine kleine dritte Hand mit Lupe, etwa 7cm glaube ich. Bestellt ist aktuell ein Digitalmikroskop, bin gespannt, wie ich damit umgehen kann.

    Mehr habe ich nicht und bisher hats gereicht. So viel SMD habe ich allerdings auch noch nicht gelötet, daher soll das kein Expertentipp sein!


    Was die Anschaffung von Geräten angeht, sollte jeder selber wissen, was er ausgeben kann und will.

    Wie gesagt, es funktioniert auch mit billigen Helfern und die teuersten Geräte sind nicht immer von Vorteil, wie man Zipcom s Beiträgen entnehmen kann.


    Mein Fazit:

    Pro und Kontra gibt es sowohl bei THT, als auch bei SMD.

    Jeder sollte für sein Projekt das aus seiner Sicht passende wählen und nicht gezwungen werden sich umstellen zu müssen!

    Wobei man letztendlich auch die Entscheidungen des Platinen-Entwicklers immer respektieren sollte!