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C64-Netzteil defekt? - sog. "Elefantenfuß" brummt

  • In diesem Forum sind Netzteil-Threads sehr beliebt, da wollte ich jetzt auch mal einen eigenen eröffnen. ;)


    Vor ein paar Tagen kam zu mir nämlich ein "Elefantenfuß" ins Haus. Bevor der Elefantenfuß aus Versehen womöglich das wertvolle Porzellan zertrampelt, habe ich mal einen schnellen Tauglichkeitstest gemacht. Sobald das Netzteil an einer Stromversorgung hängt, kann man regelrecht spüren, dass da etwas unter dem Commodore-Logo passiert. Fühlt sich wie eine Vibration an.


    Beim Test der Spannungen mit Hilfe des Commodore Power Monitor 1501™ zeigen sich zwei Dinge: Das Netzteil kann keine 5V liefern und es ist ein helles Brummen hörbar.



    Für mich als Laien auf diesem Gebiet stellen sich folgende Fragen: Ist das Netzteil so problemlos nutzbar oder ist es defekt? Die Frage, ob es repariert werden kann, ist für mich erst mal nur hypothetischer Natur.

  • Aufschrauben und reparieren, wenn du es brauchst. Ist nicht viel drin. Wir können dir dabei helfen.

    Konfuzius sagt…Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt.

    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.


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    Suche noch eine günstige 1581, 1571

  • Die mangelnde Spannung ist kein Problem. Ich hatte auch so einen mit 4,2V, der wurde auch richtig heiß. Lief trotzdem alles, auch mit EF2/AR6-Modul bestückt.

    Ich hab' dann aber auch die 5V-Platine ersetzt (bekommen), eine nach Machart von tom64 .

  • Vor ein paar Tagen kam zu mir nämlich ein "Elefantenfuß" ins Haus. Bevor der Elefantenfuß aus Versehen womöglich das wertvolle Porzellan zertrampelt, habe ich mal einen schnellen Tauglichkeitstest gemacht. Sobald das Netzteil an einer Stromversorgung hängt, kann man regelrecht spüren, dass da etwas unter dem Commodore-Logo passiert. Fühlt sich wie eine Vibration an.


    Beim Test der Spannungen mit Hilfe des Commodore Power Monitor 1501™ zeigen sich zwei Dinge: Das Netzteil kann keine 5V liefern und es ist ein helles Brummen hörbar.

    Das Porzelan kannst Du mit einem Überspannungsschutz schützen.

    Etwas Brummen ist bei einem Trafo im Bereich des normalen. Wenn es stärker ist, kann das aber auch ein Zeichen von Überlastung sein.


    Ob der C1501 korrekt misst, weiß ich nicht. Sagt ein Voltmeter das gleiche? Zumindest sollten etwa 5 Vdc rauskommen. Ist die 9 Vac denn da?


    Reparatur ist technisch einfach, da nur wenige Standardbauteile verwendet werden, die kaum was kosten.

  • Die mangelnde Spannung ist kein Problem. Ich hatte auch so einen mit 4,2V, der wurde auch richtig heiß. Lief trotzdem alles, auch mit EF2/AR6-Modul bestückt.

    Gut, ich hätte jetzt auch gemutmaßt, dass Unterspannung wohl weniger gefährlich sein wird als Überspannung.


    Einwandfreie Funktion bei Unterspannung ist doch sicher nicht garantiert, da außerhalb der Specs? Im C64-Wiki heißt es dazu jedenfalls (wenn auch ohne Quelle):

    Der Commodore 64 [...] benötigt 5 V Gleichspannung (DC) und 9 V Wechselspannung (AC). Die 5 V Gleichspannung darf in der Regel im Spannungsbereich von etwa 4,95 bis 5,05 schwanken, ansonsten funktioniert der C64 nicht einwandfrei.


    Ob der C1501 korrekt misst, weiß ich nicht.

    Davon gehe ich aus, zumindest war das bei anderen C64-Netzteilen bisher offenbar der Fall.


    Sagt ein Voltmeter das gleiche?

    Damit kann ich nicht wirklich umgehen. :whistling:



    Ist die 9 Vac denn da?

    Ja, ist auch auf dem Foto im ersten Beitrag zu sehen. Da keine Last am Netzteil hängt, sind es dort aktuell eben noch 10V.


    Etwas Brummen ist bei einem Trafo im Bereich des normalen. Wenn es stärker ist, kann das aber auch ein Zeichen von Überlastung sein.

    Ein wahrnehmbares Brummen in dieser Art habe ich noch bei keinem Elefantenfuß gehabt. Dazu kommt dann eben auch noch die "Vibration", die unter dem Commodore-Logo des Netzteils zu spüren ist.

  • Die mangelnde Spannung ist kein Problem. Ich hatte auch so einen mit 4,2V, der wurde auch richtig heiß. Lief trotzdem alles, auch mit EF2/AR6-Modul bestückt.

    Gut, ich hätte jetzt auch gemutmaßt, dass Unterspannung wohl weniger gefährlich sein wird als Überspannung.

    Einwandfreie Funktion bei Unterspannung ist doch sicher nicht garantiert, da außerhalb der Specs? Im C64-Wiki heißt es dazu jedenfalls (wenn auch ohne Quelle):

    Der Commodore 64 [...] benötigt 5 V Gleichspannung (DC) und 9 V Wechselspannung (AC). Die 5 V Gleichspannung darf in der Regel im Spannungsbereich von etwa 4,95 bis 5,05 schwanken, ansonsten funktioniert der C64 nicht einwandfrei.

    Das habe ich mal experimentell erforscht. Bitte so nicht nachmachen! ;-)

    Schau mal hier, insbesondere das Video:


    Das Netzteil von Amazon


    Die 469 braucht etwas mehr Spannung auf der 5V-Schiene, aber 4,0V sind unproblematisch.

  • Der Wertebereich 4,95 V bis 5,05 V ist MMN falsch. Der C64 funktioniert im TTL-Toleranz-Bereich von 4,75 V bis 5,25 V.


    Wenn der Trafo auffällig brummt (im Vergleich zu anderen Elefantenfüßen), stimmt etwas nicht. Nachdem die Spannung zu klein ist würde ich einen defekten Elko mit (Fast-) Kurzschluss oder einen Trafo mit Windungsschluss vermuten.


    So würde ich das nicht verwenden. Entweder reparieren oder mit Verachtung strafen. ^^


    Das Öffnen ist kein Problem, mit dem Schraubenzieher vorsichtig den Bodendeckel anheben. Wenn du Glück hast, kommen die vergossenen Haltebozen mit raus, sonst brechen sie halt ab; das kann mit etwas Kleber nach der Reparatur behoben werden. Der Reglerteil lässt sich relativ leicht rausnehmen, der Trafo ist total eingegossen - wenn der einen Windungsschluss hat ist's ein Totalschaden.

  • Eine Reparatur lohnt nur, wenn der Trafo in Ordnung ist. Auf der Originalplatine können defekte Bauteile erneuert werden. Oder durch eine Austauschplatine mit Schaltregler (Das Netzteil wärmt dann keine Füße mehr :emojiSmiley-12:) ersetzt werden.

  • Ich lese hier immer "Reparatur kein Problem".

    Ist zwar schon etwas her, aber ich meine mich fest daran zu erinnern,

    dass bei meinem Netzteil der Spannungsregler eingegossen war.

    Man konnte zwar die Platine ausbauen, aber ich meine, dass ich den Regler nicht so einfach rausbekam,

    weil der auf einem Kühlblech saß, das um den Trafo rumführte und alles war vergossen.

    Bin ich dement?

    Hatte ich eine andere Version des Netzteil?

    *grübel*

  • dass bei meinem Netzteil der Spannungsregler eingegossen war.

    Man konnte zwar die Platine ausbauen, aber ich meine, dass ich den Regler nicht so einfach rausbekam,

    weil der auf einem Kühlblech saß, das um den Trafo rumführte und alles war vergossen.

    Bin ich dement?

    Hatte ich eine andere Version des Netzteil?

    Nein, deine Erinnerung täuscht dich nicht.


    Der Regler wird abgezwickt und bleibt drinnen und es wird ein moderner Schaltreglerblock eingebaut. ;-)

  • Nee, stimmt schon. Der Regler ist an ein Blech geschraubt, das um den Trafo rumgeht, und dieses ist mit ihm fest vergossen.

    Aber - man kann ihn ja abschneiden und mit Kabeln einen neuen Regler etwas versetzt anbringen. Ich habe hier mal ein Bild gesehen, wo jemand den Regler auf die Außenseite verlagert und mit einem gigantischen Kühlkörper versehen hat. U.U. ist der Regler auch gar nicht das Problem, sondern ein kaputter Hauptelko und halb verbrannte Dioden.

  • O.k. also nicht bloss "reparieren", sondern gleich "pimpen/tunen/verbessern". :)

    Mein "reparieren" wäre gerade eher zerstören. Ich bekomm das Ding im Guten nicht auf. :[


    Edit: Zur Erläuterung - ich habe versucht, den Boden des Netzteils an den Seiten, wo die Kabel am Gehäuse sind, mit einem Schraubenzieher zu öffnen. Das geht ein Stückchen, aber ich komme damit nicht vorwärts.


    Edit2: Okay, die naheliegendste Lösung heißt mehr Gewalt. :] Es geht doch vorwärts.

  • Aktuell ist die Bodenplatte an den Seiten und vorne schon lose. Hinten, wo auch die Sicherung sitzt, komme ich aber nicht weiter. Hat jemand einen Tipp?

    Also meiner Erfahrung nach hilft nur Gewalt und eventuell ein Messer oder Stemmeisen.


    Es gibt welche, da löst sich er der Boden super ab, weil die "Stifte", die am Boden angespritzt sind, nicht vollständig von der Gussmasse umschlossen sind. Da kannst du den Boden anschließend wieder wie "Lego" reinstecken. Meistens aber muss mal Gewalt anwenden und die Stifte brechen, und manchmal auch der Boden. Kann man aber z. B. mit Plastikkleber wieder reparieren.