Amiga instabil? [OT aus Kennt Ihr Frank Ostrowski]

Es gibt 49 Antworten in diesem Thema, welches 7.234 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (14. August 2020 um 18:36) ist von DivZero.

  • Ein System, das wirklich sicher sein könnte, würde völlig anders aussehen

    Schon mal damit angefangen dass man keine Von-Neumann-Architektur nutzen sollte, wo Daten und Code denselben Speicher teilen.

  • Hast du belege dafür?

    Such einfach nach den ganzen Exploits für Linux und Windows aus alten Versionen. Alles was keine Updates mehr bekommt ist zum Teil offen wie ein Scheunentor.

    Würde ich neue Soft- und Hardware nicht besser finden, würde ich die alten Klamotten ja weiter nutzen, so lange es geht. Aber mir ist kein OS oder Software bekannt, die in einer alten Version mir besser gefällt. Warum soll ich ein VisualC++ 6 einsetzen, wenn ich mit VisualStudio2019 viel zufriedener bin, warum soll ich Win7 nutzen wenn mir Win10 um etliches besser gefällt?

    Warum soll ich was anderes nutzen wenn ich total zufrieden mit den aktuellen Sachen bin? Ich freue mich, dass ich nicht die Hard- und Software aus den 90er mehr nutzen muss, das wäre eine Strafe für mich, wenn ich noch so arbeiten müsste.

    Als Retrohobby ist das ok, aber bitte nicht um ernsthaft was damit zu machen.

    Einmal editiert, zuletzt von DivZero (14. August 2020 um 17:47)

  • Schon mal damit angefangen dass man keine Von-Neumann-Architektur nutzen sollte, wo Daten und Code denselben Speicher teilen.

    Das war beim C128er schon so: Code (BASIC) in Bank 0, Daten (Variablen) in Bank 1.

    :biggrin:

  • Auf jeden Fall möchte ich keinen Tag ein Windows gegen ein AmigaOS tauschen wollen.

    Er hat Jehova gesagt! ;P

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  • Ja, da gibt es durchaus Alternativen, wie die Harvard-Architektur.

  • Auf jeden Fall möchte ich keinen Tag ein Windows gegen ein AmigaOS tauschen wollen.

    Er hat Jehova gesagt! ;P

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    Hehe, mir schon klar dass hier einige wirklich den PC mit Heimcomputern teilweise ersetzen. Meins ist das leider überhaupt nicht. Ich finde es interessant aus dem Geschichtlichen Aspekt raus und weil ich das aus der Jugend kenne. Aber als ich das erste Mal wieder mit der Workbench etc. rumgefrickelt hatte, war mir klar, dass sich die Welt weiter gedreht hat und habe zu schätzen gelernt wie toll das heute funktioniert im Gegensatz zu früher.

    Wie gesagt, Retrocomputing ist ein tolles Hobby, aber kein Ersatz. Dafür bin ich von heutiger Technik viel zu verwöhnt.

  • Ein System, das wirklich sicher sein könnte, würde völlig anders aussehen

    Schon mal damit angefangen dass man keine Von-Neumann-Architektur nutzen sollte, wo Daten und Code denselben Speicher teilen.

    Ich rede vom Betriebssystem, nicht der HW Architektur. Natürlich muss die HW die grundlegenden Sicherheitsmechanismen unterstützen. Dafür haben wir ja MMUs. Und die haben kein Problem, Seiten als Data oder Code, Read-only oder was auch immer zu taggen. Daher sehe ich kein grundsätzliches Problem mit Von-Neumann.

    386 hatte sogar halbwegs orthogonale Segmentierung und Paging. Hat bloss kein OS zu der Zeit genutzt. Windows schon gar nicht.

    Linux auch nicht. Und bei AMD64 ist sind die ungeliebten Segmente rausgeflogen.

  • Such einfach nach den ganzen Exploits für Linux und Windows aus alten Versionen. Alles was keine Updates mehr bekommt ist zum Teil offen wie ein Scheunentor.

    Könnte das daran liegen, dass diese Systeme, die in ihrem jetzigen Code Kern aus den frühen 90er stammen und konzeptuell in den 70er hängen geblieben sind, eben alles andere als "modern" sind und die vielen Exploits tagtäglich auch damit zusammen hängen, dass es sich aufgrund unnötiger Komplexität um Fässer ohne Boden handelt?

    Und dass vor allem MS das Talent hat, schneller neue Sicherheitslöscher zu coden, als alte zu fixen?

    Und was Windows 10 angeht: wie viele Zwangs-Updates sind da schon fatal schief gegangen?

    Das soll moderne, hohe Software-Qualität sein?

    Aber das Thema schweift eh wieder ab. Ich bleibe auf dem Standpunkt, dass jeder, der behauptet, dass AmigaOS sichterheitstechnisch Schrott ist, einfach komplett außerhalb des historischen Kontexts argumentiert.

    Ungefähr so, wie wenn man sagt: "Burg X war sicherheitstechnisch schlecht, weil nicht atombombensicher. Fort Knox ist da viel besser.

    AmigaOS wurde von 1984-1994 entwickelt. Auf HW die ein tausendstel der Ressourcen hat, die heute verfügbar sind. Mit Compilern die in den Kinderschuhen steckten. Und bevor Internet ein Thema war.

    Mit einer handvoll Codern.

    Es ist völlig widersinnig, dass mit heutigen Systemen zu vergleichen, wo kontinuierlich Milliarden-Firmen mit tausenden Mann dran arbeiten.

    Aber dass die Konzepte heutiger Systeme wesentlich durchdachter sind als in den 80er/90er bezweifel ich. Man hat halt einige selbstverschuldete Löscher gestopft und neue aufgebohrt...

  • Auf jeden Fall möchte ich keinen Tag ein Windows gegen ein AmigaOS tauschen wollen.

    Er hat Jehova gesagt! ;P

    Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Hehe, mir schon klar dass hier einige wirklich den PC mit Heimcomputern teilweise ersetzen. Meins ist das leider überhaupt nicht. Ich finde es interessant aus dem Geschichtlichen Aspekt raus und weil ich das aus der Jugend kenne. Aber als ich das erste Mal wieder mit der Workbench etc. rumgefrickelt hatte, war mir klar, dass sich die Welt weiter gedreht hat und habe zu schätzen gelernt wie toll das heute funktioniert im Gegensatz zu früher.

    Wie gesagt, Retrocomputing ist ein tolles Hobby, aber kein Ersatz. Dafür bin ich von heutiger Technik viel zu verwöhnt.

    Bitte meinen Post nicht allzu ernst nehmen. :D

    Ich hab den Amiga damals nur zum Zocken gehabt, so richtig damit beschäftigen tue ich mich erst seit ein paar Monaten. Dabei fallen natürlich einige Parallelen auf, und es gibt Dinge, die man schmerzlich vermisst. Wie z.B. eine ordentliche Fehlerbehandlung. Nahezu jeder Fehler wird von der Workbench (zu AmigaOS kann ich nichts sagen) mit einem Absturz quittiert und man muss neu starten. Man stelle sich vor, es wäre heute immer noch so. Und dann noch die vielen Kleinigkeiten, wie dass ich Fenster nicht aus dem Bildschirm schieben kann (ein maximiertes Fenster kann z.B. nicht bewegt werden), dass "Pfeil nach oben" auf der Shell nicht durch die zuletzt eingegebenen Befehle scrollt (dafür gibt es ja zum Glück Tools), usw. usf.

    Würde ich damit produktiv arbeiten wollen? Eher nicht. Spaßprojekte könnte man damit realisieren, aber mehr nicht.

  • Keine Sorge, kommt vielleicht nicht so rüber, aber ich mache mir auch mal einen Scherz und provoziere etwas. Da ist mir schon klar, dass ich Gegenwind bekomme.

    Und ich liebe den C64 und auch den Amiga(eigentlich auch den ST) immer noch sehr. Nur als Arbeitspferd taugt das heute nichts mehr meiner Meinung nach. Aber sich mit der alten Technik beschäftigen ist ein schönes Hobby und weckt immer wieder das Kind in mir.