C64-Farben und Farbsehschwäche

Es gibt 55 Antworten in diesem Thema, welches 11.427 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (28. Mai 2023 um 23:54) ist von atomcode.

  • Ich hab für mich noch keine Erklärung gefunden, warum mehr Licht für sattere Farben sorgt.

    Die HSL-Sättigung ist das Verhältnis von stärkstem zum schwächsten Farbkanal.

    Doppelt so viel Licht ändert ja nichts am Verhältnis - und trotzdem wirkt es satter.

    Hat da jemand ne schöne Erklärung für?
    Sowas wie "bloß nicht linear die Photonen vergleichen, sondern für die Sättigung vorher ne Kurve anwenden" oder sowas.

    Ich denke, es hat auch was mit dem Lichtspektrum zu tun. Meine Lieblingsschwester im Zivildienst z.B. war wahnsinnig enttäuscht, dass ich ihre neue Haartönung (leicht rötlicher Kastanienbraunton) auf der Station nicht sehen konnte und darüber sehr enttäuscht. Für mich waren die Haare schwarz wie immer. Dann waren wir nach Feierabend draußen, und die Nachmittagssone schien ihr direkt auf den Kopf, und da konnte ich es auf einmal ganz deutlich sehen. Das war so eine Art Schlüsselereignis. Später, als ich dienstlich 50polige Kabel an ihre Stecker gelötet habe, kam mir das sehr zugute. Da habe ich dann ordentlich Licht draufgegeben, dann konnte ich bis auf 2 Adern alles unterscheiden. Was nicht ging, waren 2 in einer Farbe (bzw. 2 Farben :wink: ), die ich als 'Ringeltaube' bezeichnen würde.. eine Art mittelhelles Blaugrau, einmal wohl mit leichtem Rotanteil. Den konnte ich beim besten Willen nicht erkennen, aber in dem Fall kann war es mit Durchklingeln getan.

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  • Ich hab für mich noch keine Erklärung gefunden, warum mehr Licht für sattere Farben sorgt.

    Du meinst sicherlich was komplizierteres aber an sich ist das doch ganz normal: kein Licht = keine Farbe ("nachts sind alle Katzen grau"), wenig Licht = wenig Farbe, mehr Licht = mehr Farbe. In der Dämmerung kann kaum jemand Farben unterscheiden, bei Sonnenschein geht es besser. Aber wie gesagt, du wirst etwas anderes meinen ...

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  • Ja, ich denke, ich weiß, was er meint. Wenn doch die Iris sich so weit zusammenzieht, dass die gleiche Intensität an Licht einfällt wie in einer etwas dunkleren Umgebung, wo sie weiter aufgeht, wäre es ja logisch, wenn auch das Farbsehen identisch wäre. Ist es aber nicht. Das Spektrum verändert sich anscheinend, und, wie wir ohnehin wissen, der Streulichtanteil. Möglicherweise wird die Farbe generell intensiver, aber ab einer bestimmten Sättigung übersteuert die Wahrnehmung bzw. signalisiert früh Vollsättigung, während bei den r/g-Schwachen die Vollsättigung bei r/g nicht oder später erreicht wird. Viele mögliche Ansätze.

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  • "Tetrachromat", lächerlich - ich bin nach jahrzehntelangem C64-Gefrickel schon Hexadecachromat. :rauch:

    Man nennt den grünen Schlüssel also einfach "Grüner Schlüssel" und die Tür dem entsprechend "Grüne Tür", dann sollte das doch gehen.

    Dafür ist in der Spielfläche in Multicolor bei mir gar kein Platz; einzelne Zahlen oder Buchstaben könnten evtl. gehen, wären aber auch nicht sonderlich schön und sollten dann per Tastendruck ein-/ausblendbar sein. Es sind Farben für Schlüssel und Türen ja nicht die einzigen Informationen. Ich habe 8 verschiedene Mechs, und diese gibt es in 7 verschiedenen Farben, welche die Qualität des Mechs repräsentieren; dazu kann ein Mech bei Überlastung glühen, nach längerem Gebrauch verrosten oder sich unter Wasser befinden, einer davon auch unter Hochspannung stehen, was alles farblich wiedergegeben wird. Es gibt farbige Bomben (Rauch, Brand, Explo, Spezial) und die entsprechenden Pyro-Wolken, verschiedenfarbige Munitionskisten, verschiedene Granaten, 2x Trap-Schmiere (klebrig/rutschig), 3 Motoren, 3 Akkus, 3 Schilde, 3 verschiedene Außentüren (Eingänge für Mechs und Fahrstühle), im Credit-System neben Talern in silbern und golden auch 7 verschiedene Edelsteine, von denen auch jeweils 4 bzw. 2 Stück bitmapgleich sind, und noch ein bisschen anderer Kram.

    Das alles sollte man aber nach Möglichkeit leicht unterscheiden können. Es ist ja für den Player ein großer Unterschied, ob am anderen Ende des Spielfeldes ein Amethyst für 200 Credits oder ein Diamant für 500 Credits liegt. Und wie Ihr wisst, nutzt man bei einem 8-Bitter gern gleiche Bitmapgrafiken in unterschiedlichen Farben, weil sie eine (bzgl. Speicherplatz) günstige Möglichkeit der Unterscheidung bieten.

    Mein bisheriger Plan war, durch optionale zusätzliche "Blinden-Pixel" am Rand der verschiedenen Shapes die Information zu verdeutlichen. Für glatten bzw. klebrigen Untergrund hätte ich normalerweise auch einfach nur dasselbe Muster genommen und nur entsprechend eingefärbt. Aber gut, so was kostet nicht die Welt, und wenn man unterschiedliche Muster nimmt, hat auch der Normalsichtige mehr Informationsträger im Auge.

    Was man noch so machen kann, sieht man am Ende wohl am besten, wenn man einfach mal die Sättigung komplett herausdreht. Denn in einem Farbblindheits-Modus sollte man das dann immer noch gut spielen können. Ich stelle das eh nach hinten, aber es kann immer von Vorteil sein, wenn man sich früh genug Gedanken über so was macht, um ein bisschen die Voraussetzungen für den Einbau von Barrierefreiheit zu schaffen oder manches schon vorher anders zu machen.

    Also einfach noch einen Farbzusatz in der Objektbezeichnung hinzufügen so das man nicht rein auf das Farbsehen angewiesen ist.

    Klingt, als wenn du da eher an ein Point-and-Click-Adventure denkst. Da würde ich das auf jeden Fall so machen, allein schon aus Tradition. ;)

    Der Film legt u.a. nahe, dass wir eine Farbe erst "sehen" (im Gehirn unterscheidbar wahrnehmen), wenn wir sie benennen können.

    Das Video kannte ich. Aber das geht mir nicht so in die Richtung, worauf es mir ankam. Benennen ist nicht wichtig; ich nutze keine Farbwörter oder so. Wichtig ist mir bei der Spielgestaltung das Auseinanderhalten unterschiedlicher Farben bzw. das Zuordnen gleicher Farben, und das bezogen auf 14 Farben des C64. S/W kann jeder erkennen, hoffe ich. Die anderen, einschließlich der 3 Grautöne, teilen sich aber bekanntlich Helligkeiten, und dadurch wird es bei jemandem mit Farbsehschwäche bereits bei 14 Farben eng. Gäbe es nur ein Dunkerot, ein Hellgrün und ein Mittelblau, könnte vermutlich auch der Farbenblindeste alles anhand der Helligkeiten zuordnen.

    Aus diesem Grunde habe ich gestern Abend tatsächlich für die Türen, aus denen die Gegner kommen, Mittelgrau gewählt, für den Fahrstuhl nach unten Dunkelrot und für den nach oben Cyan. Ist sicherlich viel besser, als wenn ich jetzt für die Fahrstühle Hellrot (10) und Grün (5) genommen hätte.

    Bei Gelb (7) und Hellgrün (13) ist es mit RG-Schwäche wahrscheinlich auch schwierig. Diese beide Farben hatte ich in dem BASIC-Spiel "Konsumwahn" benutzt und genau deswegen unterschiedliche Player-Icons benutzt.

    Ich meine wohl, dass jemand mit (nicht zu starker) Farbsehschwäche sagen könnte, ob er Rot nur wie Orange sieht oder Grün nur wie Gelb. Er soll ja nicht sagen können, welche Farbe es ist (laut Wellenlänge und entsprechender Bezeichnung), sondern ob sie für ihn genauso aussieht wie eine andere Farbe, wobei die Farben an so einer Farbskala/Farbkreis dranstehen können.

    Die Farben sind ja bereits alle benannt. Und wenn er dann auf einem Farbstreifen sieht, dass die Stelle, die rot sein soll, genauso aussieht wie die, die orange sein soll, dann weiß er eben, dass er Rot wie Orange sieht. Theoretisch könnte das zwar auch umgekehrt sein, aber durch Farbtests erfährt er ja, welche Primärfarbe er nicht so gut sieht, und dadurch lässt sich auch eher sagen, ob Farbe A wie B aussieht oder umgekehrt. Bei starker Farbsehschwäche, vor allem bei Kombinationen, wird es natürlich schwierig.

    btw Beim Tetrachromat-Test sehe ich 39 Farben, grau natürlich nicht mitgerechnet. Glaube aber, dass ich nur normale RGB-Augen hab.

    Und dieser Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist für'n Eimer, weil ich die Zahl auch schon bei 0% Sättigung aufgrund der Verteilung der Kreise sofort erkennen konnte. Wenn man schon so einen Test macht, sollte man erst zufällige Kreise darstellen und anschließend nur noch einfärben.

    Ich werde diesen Thread später vielleicht noch zum Fragen nutzen, so nach dem Motto ... "Ist es sooo besser? Oder ist es sooooo besser?" ;)

    Beim C64 und Klone kann man zwar nicht einfach die Farben ändern, aber beim Emulator schon. Wenn man jetzt nicht gerade R-/G-/B-blind ist, könnte man sich dann nicht die Farben bzgl. Farbton und Farbsättigung unabhängig voneinander so einstellen/auswählen, dass man sie leichter unterscheiden und somit leichter zuordnen kann?

    Einen hatten wir hier, der angab, fast gar keine Farben zu sehen; hab leider Nickname vergessen.

    Und ius, controlport2, u.a., habt Ihr denn so eine Brille? Oder taugt die nichts? Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Farben werden im Auge als Differenz (oder Verhältnis?) verschiedener Zäpfchen "berechnet". AFAIK sind da schon im Auge spezialisierte Zellen für da, es geht gar kein RGB (+Helligkeit) ins Hirn.

    Vor dem Hirn passiert noch viel mehr als die Differenzen der Signale der Sensoren zu berechnen (rezeptive Felder, als Folge JNDs, Kontrastverstärkung etc.) -- schon alleine wegen der Informationsreduktion (von vielen "Sensoren" auf "wenige" Signale Richtung Gehirn). Aber Ausgangspunkt sind 3 Typen von Zäpfchen, auch oft als LMS bezeichnet nach hauptsächlicher Empfindlichkeit in long, middle, short wavelengths (klar alle mit überlappenden Spektren).

    Diese Verschaltung im Auge ist wohl fest auf 3 Werte in Richtung Hirn festgelegt, echte Tetrachromaten können Menschen damit nicht sein.

    Tetrachromaten haben einen 4. Typ Zäpfchen, die dann auch verschalten werden. Die sind beim Menschen eben nur so selten (ich habe mal gelesen, man geht von einer "Hand voll" Menschen aus!), dass die nie in einem Buch zu Perzeption bzw. in Modellen auftauchen ;)

    Stäbchen haben auch eine spektrale Empfindlichkeit.
    IM PRINZIP wären also eh 4 verschiedene Sensoren im Auge, was Tetrachrmatik erlauben müsste.

    nicht ganz. Stäbchen sind für skotopischen Sehen (= nachts, bei nur ganz wenig Licht -- dann sind die Zäpfchen aber nicht aktiv und umgekehrt). Nur in einem Übergangsbereich (mesopisch, Dämmerungssehen) sind beide aktiv, aber ich habe noch nie gehört, dass man da von tetrachromatischem Sehen ausgeht. Vermutlich ist es einfach zu wenig Reiz für die Zäpfchen.

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  • Ich habe eine leichte Grünschwäche und kann was ius geschrieben hat voll unterschreiben. Sattes Grün nehme ich ebenso als satt wahr, nur leichte Grünanteile z.B. In Verbindung mit Grau sehe ich dann nur als Grau. Bei mir sind C64-Farben kein Problem zu unterscheiden und ja, Aufdrehen der Monitorsättigung würde ansonsten helfen.

    Für mich ist die Wahrnehmung von Farben generell glaube ich wie für jeden anderen auch (das kann man in der Tat schlecht überprüfen), nur manche Farben die andere unterscheiden können kann ich halt nicht auseinanderhalten.

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  • die Wahrscheinlichkeit ist da ganz auf meiner Seite der Argumentation ;)

    Nicht nur die Wahrscheinlichkeit. Hier kannst du nachlesen, woher dieser absurde Test kommt: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Nicht nur die Wahrscheinlichkeit. Hier kannst du nachlesen, woher dieser absurde Test kommt: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    "Wie man mit einem aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau auf einem Bildschirm aufgebauten Testbild feststellen kann, dass jemand ein Tetrachromat ist, bleibt das Geheimnis der Erfinderin. Es ist nicht möglich." -> sagte ich doch :wink: Ich konnte leider keine peer-reviewed Publikationen zum Thema Perzeption von der/den Erschaffern des Tests finden...

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  • Du meinst sicherlich was komplizierteres aber an sich ist das doch ganz normal: kein Licht = keine Farbe ("nachts sind alle Katzen grau"), wenig Licht = wenig Farbe, mehr Licht = mehr Farbe. In der Dämmerung kann kaum jemand Farben unterscheiden, bei Sonnenschein geht es besser. Aber wie gesagt, du wirst etwas anderes meinen ...

    Ja, ich denke, ich weiß, was er meint. Wenn doch die Iris sich so weit zusammenzieht, dass die gleiche Intensität an Licht einfällt wie in einer etwas dunkleren Umgebung, wo sie weiter aufgeht, wäre es ja logisch, wenn auch das Farbsehen identisch wäre. Ist es aber nicht. Das Spektrum verändert sich anscheinend, und, wie wir ohnehin wissen, der Streulichtanteil. Möglicherweise wird die Farbe generell intensiver, aber ab einer bestimmten Sättigung übersteuert die Wahrnehmung bzw. signalisiert früh Vollsättigung, während bei den r/g-Schwachen die Vollsättigung bei r/g nicht oder später erreicht wird. Viele mögliche Ansätze.

    Ich denke, es hat auch was mit dem Lichtspektrum zu tun.

    Ja, ius hat genau das Verstanden, was ich meinte.

    Klar ist mir:
    Wenn ich mich JETZT so umgucke, wo es kurz vor der Dunkelheit ist, da wundert es mich nicht, dass Sachen mit den knaatschigsten Farben nur noch blass gefärbt sind. Alle "Farbkanäle" sind nur noch knapp über Schwarz, das ist wie ein unterbelichtetes Foto.

    Bei perfektem Licht wäre die Chipstüte da hinten $ff0101, da ist ordentlich Unterschied in der Dynamik von Rot zu den anderen Kanälen, das wäre ordentlich satte Farbe.

    Aber jetzt ist da bestenfalls noch $080101 übrig, da ist so wenig Dynamik übrig, ich sehe kaum noch Farbe.

    => DAS meinte ich nicht.

    Das ist halt so ne komische alte Fotografen-Weisheit:

    Bei Sonne gibt es knallige Farben, bei weniger Licht wird es neutraler.

    Vom Gefühl her ist das so wahr...Obwohl man den Film immer gleich gut belichten kann, indem man die Belichtungszeit anpasst!

    Ist wie mit der Pupille, die ius genannt hat: Das Farbsehen MÜSSTE eigentlich gleich sein, aber irgendwie ist es das nicht.

    Ich hab es nie kontrolliert oder Experimente dazu gemacht.

    Vielleicht ist es ja auch nur Einbildung oder eine andere Form von optischer Täuschung, dass bei Sonnenschein die Farben satter sind.

  • Wenn ich mich JETZT so umgucke, wo es kurz vor der Dunkelheit ist, da wundert es mich nicht, dass Sachen mit den knaatschigsten Farben nur noch blass gefärbt sind.

    zwei Aspekte, an die Ihr denken müsst: das Licht ist in der Dämmerung nicht einfach nur "dunkleres Tageslicht", das Sonnenlicht hat einen weiteren Weg durch die Atmosphäre. Und zu Pupille und Co: die Evolution hat sicher nicht zufällig dafür gesorgt, dass die Zäpfchen praktisch alle in und um die Fovea/gelber Fleck liegen, Stäbchen überall auf der Retina.

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  • Und ius, controlport2, u.a., habt Ihr denn so eine Brille? Oder taugt die nichts?

    Mir war neu, dass es solche Brillen gibt.

    Ich habe auch "nur" eine ausgeprägte Rot/Grün-Schwäche, will heißen, ich erkenne Farbnuancen nicht. Wenn zwei Punkte rot und grün nebeneinander gedruckt sind, sehe ich das beides als rot oder grün.

    Aber wie gesagt: das ist wirklich "schwach" - zwar manchmal deutlich, aber im täglichen Leben nichts, was mich stört.

    Und Gleitsichtbrillenträger bin ich eh schon.... noch eine Brille... neee. :D

  • btw Beim Tetrachromat-Test sehe ich 39 Farben, grau natürlich nicht mitgerechnet. Glaube aber, dass ich nur normale RGB-Augen hab.

    Und dieser Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. ist für'n Eimer, weil ich die Zahl auch schon bei 0% Sättigung aufgrund der Verteilung der Kreise sofort erkennen konnte.

    Der Tetrachromatentest ist auch Quatsch. :wink: Steht ja auch drunter, jedenfalls bei ersten Google-Treffer.

    Aber bei mir sind es 37, da verschmelzen slso mehrmals nebebeinanderliegende Linien zu einer dicken.

    Der r/g-Test haut bei mir aber voll rein. Ich kann vorher kein Muster erkennen, evtl. hast Du eine andere Kontrasteinstellung o.ä. am Monitor.

    Die 23 erkenne ich bei ziemlich genau 50% erst.

    Und ius, controlport2, u.a., habt Ihr denn so eine Brille?

    Bloß nicht! Ich oute mich hier mal als in der falschen Branche tätig, ich bin nicht nur r/g-schwach sondern auch noch schwerhörig und ärgere mein Umfeld schon damit, dass ich die Hörgeräte quasi nie benutze. Viel zu umständlich für die 10 Sätze, die andere doppelt sagen müssen. :wink: Durch die Arbeit im Medienbereich habe ich keine wirkliche Hörentwöhung, ich muss nur z.B. für Abnahmen Kopfhörer nehmen, weil es über Lautsprecher vom Pegel her wie auf'm Rockkonzert wäre. :wink: Und eine Brille nehm' ich nur zum Löten. Der eigentliche Trost bei der Sache ist, dass ich von allen Leuten, die ich regelmäßig sehe, die beste Sehschärfe habe, auch im Vergleich mit den Kindern. Die r/g-Schwäche ist so unbedeutend, ich würde deswegen nicht noch irgendwas mit mir rumschleppen wollen. Wie gesagt, im Ernstfall hilft auch viel, viel Licht.

    Vielleicht ist es ja auch nur Einbildung oder eine andere Form von optischer Täuschung, dass bei Sonnenschein die Farben satter sind.

    Nee, das ist so.

    Mach' mal an einem trüben Tag schöne Fotos vom Auto, das Du verkaufen willst.

    Da kannst Du noch so viel dran rumdrehen. Sogar bei einem grauen Auto! Da spiegelt sich die Umgebung drin.

    Auch die Glanzlichter, alles ist schöner. Kannst Du im Prinzip auch im Photoshop nachmessen.

    Ich such' mal Beispiele raus..

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  • Hier auf die

    Schnelle ein Beispiel :)

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    (sorry, ist schon verkauft! :biggrin: )

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  • Ich sag es nur ungern aber die eigentlich Frage ist untergegangen: sind C64-Farben gut genug unterscheidbar? Oder sind die C64 Farben ähnlich problematisch wie die DOS-ANSI-Farben?

    DOS-ANSI-Hellgrün sieht fast identisch aus wie gelb. DOS-ANSI-Braun sieht wie ein Dunkelrot aus. Ich habe früher etwas ANSI-Art gemacht und, bevor ich eine Tabelle gemacht habe, Wikinger mit grünen Haaren oder einen Coca-Cola-Schriftzug auf Braun produzier

    Bei mir sind C64-Farben kein Problem zu unterscheiden und ja, Aufdrehen der Monitorsättigung würde ansonsten helfen.


    sl FXXS

  • Das alles sollte man aber nach Möglichkeit leicht unterscheiden können. Es ist ja für den Player ein großer Unterschied, ob am anderen Ende des Spielfeldes ein Amethyst für 200 Credits oder ein Diamant für 500 Credits liegt.

    Erst einmal danke, dass du dir dazu Gedanken machst. Früher™ konnte man ja schon froh sein, wenn in Spielen überhaupt mal daran gedacht wurde, welche Farben ausreichend Kontrast zum Hintergrund haben und nicht fast verschwinden – selbst bei einem Farbmonitor und ohne Farb-Fehlsichtigkeit. (Ich war besonders gestraft, weil ich noch einen C64 mit altem VIC (mit weniger Helligkeitsstufen) hatte, den kaum ein Entwickler berücksichtigte.)

    Mir fiel bei meiner Arbeit an Bomb Jack DX auf, dass eine Möglichkeit der Unterscheidung oder auch Abhebung vom Hintergrund in der Vergangenheit drastisch unterschätzt wurde. Und zwar die zeitliche Komponente. Man kann Farben ja auch animieren, von weich pulsierenden Farbwechseln bis zu wildem Geblinke mit schnell wechselnden hohen Kontrasten. Gerade für Edelsteine könnte ich mir vorstellen, sowas zusätzlich zu nutzen, um die Werte unterscheidbar zu machen.

    Benennen ist nicht wichtig

    Doch, aber halt global, für die Sprache gesehen, nicht in einem Spiel. Untersuchungen legen ja nahe, dass eine Farbe, die in einer Sprache keinen Namen hat (und damit ist jetzt nicht Veilchen-Lila oder Petrol gemeint) auch nicht im Hirn "stattfindet" – also gesehen wird (strange, soll aber so sein). Denn, wenn sie als unterscheidbar von anderen Farben wahrgenommen wird, bekommt sie auch eine eigene Bezeichnung – und umgekehrt führen diese Bezeichnungen dazu, dass alle Sprachkundigen diese Farben auch unterschieden (also "sehen" und darüber kommunizieren) können. "Farben sehen" hat halt auch einen kulturellen Faktor und basiert nicht auf Physik allein.

    Beim Tetrachromat-Test sehe ich 39 Farben, grau natürlich nicht mitgerechnet.

    Der Test ist auch Mist, wegen der gleichmäßigen Streifen. Viele werden durch das relativ regelmäßige Muster dazu verführt, Farbgrenzen zu "erahnen", wo sie sie normalerweise nicht wahrnehmen würden.

    Glaube aber, dass ich nur normale RGB-Augen hab.

    Wie fast alle Menschen. Im von mir verlinkten Video wird ja eine Studie zitiert, bei der ein Wissenschaftlicher nach Tetrachromaten per Gen-Analyse gesucht und gerade mal 9 Probandinnen (trifft wegen der doppelten X-Chromosomen fast nur Frauen) gefunden hat. Und selbst von denen wiesen 8 keinerlei besseres Farbempfinden auf. Was ja damit begründet wird, dass das, was auf der Netzhaut passiert nur bedingt mit dem zu tun hat, was an Farbe im Hirn empfunden wird.

    Beim C64 und Klone kann man zwar nicht einfach die Farben ändern, aber beim Emulator schon. Wenn man jetzt nicht gerade R-/G-/B-blind ist, könnte man sich dann nicht die Farben bzgl. Farbton und Farbsättigung unabhängig voneinander so einstellen/auswählen, dass man sie leichter unterscheiden und somit leichter zuordnen kann?

    Das wird man sicherlich tun können – wenn man die schlecht unterscheidbaren Farben in Richtungen schiebt, in der das Farbempfinden besser funktioniert – und eine Sättigungs-Anhebung allein wird bestimmt auch was bringen. Dazu könnte man testweise mal einfach die Colodore-Palette mit maximaler Intensität exportieren und benutzen. Für Normalsichtige wird das sicherlich gruselig aussehen – aber wenn es hilft, dann einfach machen.

    Farben werden im Auge als Differenz (oder Verhältnis?) verschiedener Zäpfchen "berechnet". AFAIK sind da schon im Auge spezialisierte Zellen für da, es geht gar kein RGB (+Helligkeit) ins Hirn.

    "Die Farbempfindung entsteht durch ein Zusammenwirken der eintreffenden „mittleren“ Gesamthelligkeit und von abgleichenden Farbkonstanzleistungen des Gehirns. Die rezeptorbezogene trichromatische Reaktion – als unmittelbare Reizantwort der drei Zapfenarten – erreicht nicht das Bewusstsein. Entlang der Stationen der Signalverarbeitung von den Sinneszellen zum Großhirn werden die Parameterpaare Schwarz/Weiß (Hellwert), sowie Rot/Grün, Blau/Gelb (zwei konträre Buntpaare) geformt." (Wikipdedia)

    Wir "sehen" Farbe (im Hirn) also nicht RGB (wie von vielen angenommen, weil die Netzhaut im ersten Schritt so arbeitet), sondern Rot/Grün–Blau/Gelb also mit 4 Grundfarben + Helligkeit (wie im LAB-Farbmodell dargestellt).

    Das ist halt so ne komische alte Fotografen-Weisheit:

    Bei Sonne gibt es knallige Farben, bei weniger Licht wird es neutraler.

    Vom Gefühl her ist das so wahr...Obwohl man den Film immer gleich gut belichten kann, indem man die Belichtungszeit anpasst!

    Ist wie mit der Pupille, die ius genannt hat: Das Farbsehen MÜSSTE eigentlich gleich sein, aber irgendwie ist es das nicht.

    Ich habe mir dazu nie tiefe Gedanken gemacht, weil es mir einfach logisch vorkommt und deshalb nicht in Frage gestellt werden musste. Wie ich schon vorher sagte: Wenn es kein Licht gibt, ist die Farbsättigung Null. Und je mehr Licht, desto mehr (emittierte) Farbsättigung. Soweit doch eigentlich logisch. Und wenn ich nun die Blende der Kamera (oder die Pupille) im Gegenzug weiter schließe, dann wird zwar weniger Licht durchgelassen aber die höhere Farb-Sättigung ist ja über die Beleuchtung schon da. D.h. für mich, dass ich zwar zum Ausgleich die Helligkeit auf Sensor/Netzhaut reduzieren kann, nicht aber in gleichem Maße die Sättigung. Das erklärt aus meiner Sicht die höhere Sättigung vollständig und damit auch, warum bei besserer Ausleuchtung Farben leuchtender erscheinen und besser unterscheidbar sind.

    Wenn ich da einen Denkfehler habe, dann bitte ich um Korrektur.

    Mach' mal an einem trüben Tag schöne Fotos vom Auto, das Du verkaufen willst.

    Da kannst Du noch so viel dran rumdrehen. Sogar bei einem grauen Auto! Da spiegelt sich die Umgebung drin.

    Auch die Glanzlichter, alles ist schöner.

    Richtig. Das würde ich teils auf einen anderen Effekt schieben. Durch das starke Licht entstehen deutlich stärkere Kontraste (auch bei den Farben aber vor allem bei den Helligkeiten) – während im diffusen Sonnenlicht (durch Wolken) alles in mittleren Helligkeiten erscheint, bekommst du bei Sonnenschein alles von tiefstem Schwarz (in den Schatten) bis zu gleißendem Weiß. Und wenn deutlich mehr Licht da ist, dann spiegelt sich auch mehr Licht auf einer glatten/glänzenden Oberfläche – aus meiner Sicht vollkommen natürlich. (wenn du den Effekt reduzieren willst, sollte ein Pol-Filter helfen).

    sind C64-Farben gut genug unterscheidbar?

    Die C64-Farben sind etwas "gedeckt", also nicht sehr gesättigt. Das könnte die Unterscheidbarkeit teils erschweren. Hinzu kommt, dass die Helligkeitsverteilung (das wahrscheinlich beste Unterscheidungs-Kriterium) nicht gleichmäßig über das Spektrum verteilt ist. Die Helligkeitsunterschiede der "mittleren" Farben sind nur gering, während speziell der Sprung zu Schwarz sehr groß ist.

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    Bei Rot-Grün-Schwäche würde ich darauf tippen, dass grün/hellrot das größte Problem darstellt, gefolgt von violett/orange. Aber vielleicht gibt es noch weitere Problemfälle. Das werden hier die Farb-Fehlsichtigen am Besten beantworten können.

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  • Untersuchungen legen ja nahe, dass eine Farbe, die in einer Sprache keinen Namen hat (und damit ist jetzt nicht Veilchen-Lila oder Petrol gemeint) auch nicht im Hirn "stattfindet" – also gesehen wird (strange, soll aber so sein).

    Ist das heute auch noch so, wo Menschen durch Medien und globale Vernetzung generell mehr mit verschiedensten Dingen in Berührung kommen (also auch Farben) und daher die Farben an sich kennen, auch wenn sie keinen Namen dafür haben? "Früher" war mensch sicher eher allein durch das geprägt, was in der eigenen Umgebung vorkam.

    Das würde ich teils auf einen anderen Effekt schieben. Durch das starke Licht entstehen deutlich stärkere Kontraste (auch bei den Farben aber vor allem bei den Helligkeiten) – während im diffusen Sonnenlicht (durch Wolken) alles in mittleren Helligkeiten erscheint, bekommst du bei Sonnenschein alles von tiefstem Schwarz (in den Schatten) bis zu gleißendem Weiß. Und wenn deutlich mehr Licht da ist, dann spiegelt sich auch mehr Licht auf einer glatten/glänzenden Oberfläche – aus meiner Sicht vollkommen natürlich.

    Durch den jeweiligen Stand der Sonne und auch durch Bewölkung verändert sich doch auch das Lichtspektrum, das "durchkommt"? Das allein ändert die Farbwahrnehmung doch teils schon massiv.

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    Bei Rot-Grün-Schwäche würde ich darauf tippen, dass grün/hellrot das größte Problem darstellt, gefolgt von violett/orange. Aber vielleicht gibt es noch weitere Problemfälle. Das werden hier die Farb-Fehlsichtigen am Besten beantworten können.

    Ich hab' das mal numeriert:

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    1 & 10 sind identisch, 9 und 18 auch, gemessen am Photoshop.

    7 und 16 sind sich äußerst ähnlich, die 9 und die 14 sind von der 16 unterscheidbar, aber nicht sehr, während beide gut voneinander zu unterscheiden sind.

    Die 3 und die 11 sehen sich aus der Ferne auch sehr ähnlich (fast identisch!), aus der Nähe aber nicht mehr so.

    Der Rest ist gut voneinander zu trennen.

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  • Ich hab' das mal numeriert

    Ich nachträglich auch (nach der Reihenfolge in der C64-Palette). Schwarz und weiß sind einfach doppelt groß, weil die keinen Helligkeitspartner haben. Und es ist natürlich nur eine C64-RGB-Palette unter vielen. Je nach C64/Monitor-Kombination, Emu-Einstellung oder PC-Monitor können die Farben abweichen.

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  • Okay, also am schlimmsten nach Deiner Numerierung 9 mit 11 sowie 3 mit 15. :)

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    '°'°'°'°'°'°'°'°'°Oo.~>| BASIC programmers never die! They just GOSUB without RETURN! |<~.oO°'°'°'°'°'°'°'°'°'