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Die Programmiersprache COBOL

  • Aber ihr müsst zugeben, Cobol ist schon nen hartes Stück.

    Ich habe zwar Lochkartenprogrammierung nicht mehr kennen gelernt, aber Cobol soll da sehr nah dran gewesen sein..

    Was hat denn das Speichermedium mit der Sprache zu tun? :gruebel

    Man kann auch Java-Programme auf Lochkarten kodieren. Und Javascript auf Lochstreifen.

  • >Und übrigens, wer COBOL beherrscht, verdient auch gut.


    Ich glaube genau das haben sie uns damals auch erzählt.. ;-)


    >würde ich keinen Entwickler einstellen der COBOL nicht in einer Woche versteht


    Ich kann einen ganzen Haufen dieser alten Programmiersprachen, die coolste, die kaum einer kennt wäre Focal, von der Firma Dec, die die PDP entwickelt haben. Aber egal, diese alten Programmiersprachen ist ja was völlig anderes was heute so genutzt wird. Man kann diese alten Programmiersprachen wirklich in einer Woche erlernen, wenn man denn schon eine der alten Programmiersprachen kann.


    >Ich verantworte die Entwicklunglandschaft auf einem IBM System z Mainframe mit knapp 15000 Programmen und gut 50 Entwicklern.


    Was auch immer du da in Cobol laufen hast, ein guter Rat wäre alles umstellen auf C, nicht auf C++, sondern auf C. C hat damals schon Cobol den Rang abgelaufen und alles was in Cobol geht, geht auch in C, aber C ist halt stabiler. Cobol war und ist einfach eine Einbahnstraße.


    >wer am Automaten Geld abhebt oder in der Tanke mit der Karte zahlt kann davon ausgehen das irgendwo COBOL im Spiel ist


    Ich kann dir versichern, dass viele der Geldautomaten letztes Jahr noch WindowsXP in der Embedded Version benutzten. Viele sind zwar schon umgestellt auf Windows 7, aber Cobol kann ich mir dort nicht vorstellen. Das Bankensystem, zumindest in der BRD, ist eine Windows-Welt, keine Linux und schon gar keine Unix Welt, wo es vielleicht noch verstaubte Unix Server gibt mit Cobal Datenabfragen..

  • Umgekehrt würde ich keinen Entwickler einstellen der COBOL nicht in einer Woche versteht :-)

    Alles kein Hexenwerk. Diese alten Sprachen haben alle nur eine begrenzt Komplexität.

    Aber wie hier in einem anderen Thead richtig geschrieben wurde, entsteht die Komplexität durch die Applikation. Und die Einarbeitung ist in einer Woche nicht erledigt.


    Nachdem ich vor einem Jahr nochmal in Java einsteigen musste und vor 3 Jahren in Javascript und React, wäre so ein Cobol-Projekt noch mal eine schöne Herausforderung vor dem Ruhestand. Naja, muss aber auch nicht sein. Vielleicht schaffe ich die paar Jahre noch, ohne mir noch mal eine neue Sprache antun zu müssen. :D

  • >Was hat denn das Speichermedium mit der Sprache zu tun?


    Lochkarten waren Pappkarten, große wie ne tafel Schokolade, die Zeilen und Spalten enthielten. Die wurden markiert und dann gestanzt, dort wo die markierung war. Die Karte hatte nun Löcher und wurde in den "Computer" eingegeben, der Loch, Kein-Loch erkannte und so 0 und 1 erkannte und zu einem Arbeitsprogramm zusammenbaute.


    Cobol wurde, zumindest damals bei uns "Programmiert", auch auf Papier, einem DinA4 Zettel mit Kästchen, Zeilen und Spalten. Das Programm wurde dort, sorgfätig, reingeschrieben, Leerzeichen wurden auch eingetragen: liegende Klammern, nach oben offen.


    Beides Lockkarten und Cobol waren nun "Papier Programmierungen", das war damit gemeint. Das Papier war kein Speichermedium in dem Sinne, nur eine Eingabeart..


    Ein paar Jahre später lief mir mal ein Cobol Compiler für Windows über den Weg (kurz angeschaut, schnell wieder ausgemacht, bevor ich Pickel oder Ausschlag davon bekomme..:) Aber Texteditor mit Compiler, halt modern, wie jeder andere Compiler auch. Diese "Urzeit" mit dem Papier wirds also heute längst nicht mehr geben.

  • Was auch immer du da in Cobol laufen hast, ein guter Rat wäre alles umstellen auf C, nicht auf C++, sondern auf C. C hat damals schon Cobol den Rang abgelaufen und alles was in Cobol geht, geht auch in C, aber C ist halt stabiler. Cobol war und ist einfach eine Einbahnstraße.

    Bitte zeige mir eine Versicherung oder eine Bank die ihre Kernsysteme in C entwickelt. Wie kommst du darauf?



    Ich kann dir versichern, dass viele der Geldautomaten letztes Jahr noch WindowsXP in der Embedded Version benutzten.

    Ich kann dir versichern das es nicht das Windows auf dem Geldautomaten ist der nachher die Auszahlung auf deinem Konto bucht. Das einzige was der Geldautomat macht ist das Backend um Erlaubnis zu fragen. Alles andere, Transaktionslogik, Transaktionssicherheit, Datenhaltung, ... passiert auf ganz anderen Systemen. Und ja, zum weitaus größten Teil in COBOL!

    Aber wie hier in einem anderen Thead richtig geschrieben wurde, entsteht die Komplexität durch die Applikation. Und die Einarbeitung ist in einer Woche nicht erledigt.

    So ist es. COBOL lesen und schreiben geht in einer Woche. Zu lernen wie man performante, resiliente und zuverlässige Anwendungen in COBOL schreibt dauert annähernd so lange wie überall sonst.

  • >Was hat denn das Speichermedium mit der Sprache zu tun?


    Lochkarten waren Pappkarten, große wie ne tafel Schokolade, die Zeilen und Spalten enthielten. Die wurden markiert und dann gestanzt, dort wo die markierung war. Die Karte hatte nun Löcher und wurde in den "Computer" eingegeben, der Loch, Kein-Loch erkannte und so 0 und 1 erkannte und zu einem Arbeitsprogramm zusammenbaute.

    Danke für die Einführung in Lochkarten und digitale Informationsspeicherung in Form von Nullen und Einsen. :thumbsup:

    Ich habe an der Uni selbst noch Algol mit Lochkarten programmiert und habe hier einen Stall voll Fernschreiber mit Lochstreifenstanzern und -lesern.


    Cobol wurde, zumindest damals bei uns "Programmiert", auch auf Papier, einem DinA4 Zettel mit Kästchen, Zeilen und Spalten. Das Programm wurde dort, sorgfätig, reingeschrieben, Leerzeichen wurden auch eingetragen: liegende Klammern, nach oben offen.

    Beides Lockkarten und Cobol waren nun "Papier Programmierungen", das war damit gemeint. Das Papier war kein Speichermedium in dem Sinne, nur eine Eingabeart..

    Das ist jetzt nicht dein Ernst? Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht. Lochkarten wurden an professionellen Lochkartenstanzern gestanzt.

    Hab ich, wie gesagt, selber noch gemacht, und meine Lochkartenstapel beim Operator abgegeben und später den Papierausdruck abgeholt.


    IBM 129

  • >Alles kein Hexenwerk. Diese alten Sprachen haben alle nur eine begrenzt Komplexität.

    Aber wie hier in einem anderen Thead richtig geschrieben wurde, entsteht die Komplexität durch die Applikation. Und die Einarbeitung ist in einer Woche nicht erledigt.


    In einer Woche kennst du den Aufbau, Ablauf, Schleifen, Abfragen und das ganze Zeug. Das ist "die" Woche die er meinte. Wer nach einer Woche, das dann in der alten Programmiersprache nicht kann, in diesem Fall Cobol, da gebe ich ihm recht, der sollte sich nen anderen Job suchen. Die Feinheiten die es in jeder Programmiersprache gibt, dauern selbstverständlich Monate. Genau wie eine Routine, die da reinkommt. Aber das ist in jeder Programmiersprache so. Der Vorteil ist halt bei den alten Programmiersprachen, es ist ausgereizt, es gab alles schon mal. Wenn man einen Ordner hat und dort Programmschnipsel sammelt, ist es nur noch nen Legokasten.


    Wenn ich mir moderne Sprachen anschaue, wie C#, das ja auf einer .net Oberfläche aufbaut, da ein Überblick über die Updates und Neuerungen zu behalten, geht vermutlich nur wenn man es beruflich und tagtäglich macht.


    Wo die Reise hingehen wird mit den Programmiersprachen, weiß ich nicht.

    Das MIT-Universität in den USA hat vor Jahren eine "Kinderprogrammiersprache" entwickelt: Scratch. Programmstücke werden visuell zusammen gesetzt und am Ende kommt nen Programm raus. Die Idee ist beeindruckend und vielleicht sieht so die Zukunft der Programmierung aus.


    Wer Scratch nicht kennt, das sieht so aus:

    https://de.scratch-wiki.info/w…_Entwicklung_Beispiel.png

  • Ich kann einen ganzen Haufen dieser alten Programmiersprachen, die coolste, die kaum einer kennt wäre Focal, von der Firma Dec, die die PDP entwickelt haben.

    Wieso kaum einer kennt? Das war doch die Standard-Programmiersprache für die PDPs. Habe ich aber selber noch nicht gemacht. Wollte ich mir aber gerne irgendwann mal vornehmen. ;)

  • Wo die Reise hingehen wird mit den Programmiersprachen, weiß ich nicht.

    Das MIT-Universität in den USA hat vor Jahren eine "Kinderprogrammiersprache" entwickelt: Scratch. Programmstücke werden visuell zusammen gesetzt und am Ende kommt nen Programm raus. Die Idee ist beeindruckend und vielleicht sieht so die Zukunft der Programmierung aus.


    Wer Scratch nicht kennt, das sieht so aus:

    https://de.scratch-wiki.info/w…_Entwicklung_Beispiel.png

    Eine geniale Art der Programmierung, weil es im Prinzip objektorientiert ist. Meine Kinder haben das in der Schule gemacht.


    Ob das die Zukunft ist? Weiß ich nicht. :nixwiss:

    Ich glaube es geht eher Richtung ChatGPT, das jetzt schon auf Zuruf was fehlerfreie Programme in (fast) beliebigen Programmiersprachen liefert. Es wird mit Sicherheit in eine Richtung gehen, die wir uns alle im Moment noch nicht vorstellen können.

  • >Das einzige was der Geldautomat macht ist das Backend um Erlaubnis zu fragen. Alles andere, Transaktionslogik, Transaktionssicherheit, Datenhaltung, ... passiert auf ganz anderen Systemen. Und ja, zum weitaus größten Teil in COBOL!


    es wäre schlimm, wenn es wirklich so ist, oder eher traurig? Naja, mit aber egal, ich hab mit Banken, Versicherungen nichts zu tun, und würde für die Ausbeuterbande auch nicht eine Programmierzeile schreiben - egal wie hoch das Gehalt wäre!! Aber das gehört hier nicht hin, hier gehts um alte Programmiersprache und den C64

    >Das ist jetzt nicht dein Ernst? Ehrlich gesagt, glaube ich das nicht. Lochkarten wurden an professionellen Lochkartenstanzern gestanzt.


    Genauer lesen was ich schrieb, ich schrieb, das wir auf Papier in Cobol "programmiert" haben und fein säuberlich wie i-Männchen das Papier ausgefüllt haben. Ist aber auch egal, ich will mich nicht mit dir streiten :-)

  • Genauer lesen was ich schrieb, ich schrieb, das wir auf Papier in Cobol "programmiert" haben und fein säuberlich wie i-Männchen das Papier ausgefüllt haben. Ist aber auch egal, ich will mich nicht mit dir streiten :-)

    Ich lese und verstehe kein Wort von dem, was du das schreibst.

    Habe ihr jetzt Papier ausgefüllt oder professionelle Stanzer benutzt?


    es wäre schlimm, wenn es wirklich so ist, oder eher traurig? Naja, mit aber egal, ich hab mit Banken, Versicherungen nichts zu tun, und würde für die Ausbeuterbande auch nicht eine Programmierzeile schreiben - egal wie hoch das Gehalt wäre!! Aber das gehört hier nicht hin,

    Ok, wenn ich sowas lese, ist die Diskussion für mich eigentlich beendet.


    Aber das gehört hier nicht hin, hier gehts um alte Programmiersprache und den C64

    Cobol? Auf dem C64?

  • >Habe ich aber selber noch nicht gemacht. Wollte ich mir aber gerne irgendwann mal vornehmen.


    Vielleicht, wenn die Zeit mitspielt, schreib ich in C einen Focal-Compiler für den C64. Mit dem Gedanken spiel ich schon seit Wochen. Die Umsetzung für den C64 halte ich für Interessant, bei den ganzen alten Programmiersprachen die es für den C64 gibt, wäre Focal das Sahnehäubchen oben drauf. Ob die Firma Dec das gerne sieht, das in ihren alten Erfindungen rumstochert, keine Ahnung. Focal ist von Dec 1968 entwickelt worden, damals nur für die PDP Computer von Dec. Verbreitet hat sich Focal deßhalb außerhalb auch nie, in die Lücke sprang Basic vom Dartmouth College, die dort Basic 1964 entwickelten. Als Microsoft dann ab 1975 die Homecomputerwelt mit "seinem" Basic (was vermutlich geklaut war vom Dartmouth College) überschwemmte (incl. dem Commodore Basic 7.0 vom C128 aus dem Jahr 1977, deren Startmeldung mich bei jedem einschalten von dem C128 nervt) überholte es Focal vollständig. Man sehen, wenn ich Zeit und Lust dazu finde..

  • >Habe ich aber selber noch nicht gemacht. Wollte ich mir aber gerne irgendwann mal vornehmen.


    Vielleicht, wenn die Zeit mitspielt, schreib ich in C einen Focal-Compiler für den C64. Mit dem Gedanken spiel ich schon seit Wochen. Die Umsetzung für den C64 halte ich für Interessant, bei den ganzen alten Programmiersprachen die es für den C64 gibt, wäre Focal das Sahnehäubchen oben drauf. Ob die Firma Dec das gerne sieht, das in ihren alten Erfindungen rumstochert, keine Ahnung.

    Was juckt DEC ein Focal-Compiler auf dem C64? Der wird kaum durch die Medien gehen. Die werden es vermutlich nie erfahren. :D


    Wir sind jetzt langsam etwas off-topic im Cobol-Thread, aber hast du selber noch Focal auf der PDP programmiert?

    Ein guter Bekannter hat das auch noch gemacht, aber der ist schon über 70.

  • >Cobol? Auf dem C64?


    download unten im Anhang:

    (ich hatt aber noch keine Zeit es mal auszuprobieren,

    aber schreib mir wie es ist, ob der Compiler was taugt)

  • Ich bin kein Cobol-Programmierer und Cobol auf dem C64 ist für mich aktuell auf kein Thema. Daher werde ich das jetzt nicht testen. Dafür habe ich gar nicht die Zeit. Wenn ich etwas mit Cobol machen würde, dann unter CP/M oder MS-DOS.


    Meine Erfahrung mit solchen Compilern auf dem C64 ist, dass sie möglicherweise irgendwie funktionieren, aber dass man sie nicht wirklich sinnvoll einsetzen kann. Schlechter Editor, umständlich und langwierig zu bedienen, eingeschränkter Funktionsumfang und nur kleine Programme möglich.


    Wie gesagt sind das meine Erfahrung mit anderen Compilern. Ausgenommen Basic-Compiler, die vorhandene Basic 2-Programme compilieren.

  • Magician : mein EC Terminal hier bootet natürlich ein Linux, und kein Windows. :)

    Du hast ein eigenes EC-Terminal? Wie kommt man denn an sowas? :ninja: (den Link auf die Breaking Bad Szene mit der ATM-Machine spare ich mir mal, sind ja auch Minderjährige unterwegs hier :whistling:)

  • Magician : mein EC Terminal hier bootet natürlich ein Linux, und kein Windows. :)

    Du hast ein eigenes EC-Terminal? Wie kommt man denn an sowas? :ninja: (den Link auf die Breaking Bad Szene mit der ATM-Machine spare ich mir mal, sind ja auch Minderjährige unterwegs hier :whistling:)

    Musst Dich bei ner Software Firma melden, die Software für sowas schreibt.


    Wobei ich bei ebay auch schon einiges gesehen habe. Aber diese Terminals werden wohl eher nicht funktionieren, weil sie halt nicht connecten können.

  • Was hat denn das Speichermedium mit der Sprache zu tun? :gruebel

    Man kann auch Java-Programme auf Lochkarten kodieren. Und Javascript auf Lochstreifen.

    Zumindest alte Lochkarten hatten einen kleinen Zeichensatz, der kein {} enthielt. Und ohne Groß/klein wäre ein Java-Programm auch eher speziell.