Der perfekte Heimcomputer - oder: Welcher Heimcomputer hat das sauberste Hardwarearchitektur-Design

Es gibt 147 Antworten in diesem Thema, welches 24.427 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (11. August 2020 um 02:47) ist von JeeK.

  • Ich denke, selbst wenn BASIC 4.0 schon da war, hat das Management sicher entschieden es nicht im Homesegment zu vertreiben, damit die Wirtschaft weiterhin den teureren CBM-Mascinen kaufen muß? :wink:

    letztendlich haben sie es doch mit dem plus/4 getan. der war ja noch billiger als der 64er.

    C64 + TC64-2 / C128 + 1MB REU + RTC + TAPECART / 1541 / 1541-II / 1570 / 1571 / 1581 / SD2IEC

  • Ich denke, selbst wenn BASIC 4.0 schon da war, hat das Management sicher entschieden es nicht im Homesegment zu vertreiben, damit die Wirtschaft weiterhin den teureren CBM-Mascinen kaufen muß? :wink:

    Es war ja nicht in erster Linie das Basic, das einen CBM von einem C64 unterschied.

    Ausserdem war der 3032 auch ein Bürorechner und hatte Basic 2.

    Das bisschen, was Basic 4 mehr konnte, konnte man durch Laden eines simplen Wedge-Tools nachrüsten.

    Und professionelle Basic-Programme, die die Floppy benutzen gab's auch schon vor Basic 4.

  • Um mal leicht von Commodore abzuschwenken, aber bei der 6502 zu bleiben - ich finde die Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. allesamt klasse, leider waren die sehr teuer.

    Sie waren innovativ, z.B. Tube Interface, hatten das beste Basic bis zum Erscheinen des Sinclair QLs, dafür mit Assembler im Basic und die haben den Copy Cursor erfunden, den CPC auch anbietet. Von der Hardware her waren die frühen Modelle etwas schwach im Bereich Speicher, daher waren die hochauflösenden Screen-Modes etwas unbeliebt, is ja klar bei "nur" 32KB macht man keinen 16KB Screen auf. Aber sehr schön implementiert das System, kein Wunder, dass es sich so lange gehalten hat, bis zum Acorn BBC Master, ich glaube bis weit in die 90er produziert.

    Das ist schon ein Hingucker wert mMn.

  • Also ich finde die Zuordnung zu dem Befehl wo der Fehler auftaucht einfacher nachzuvollziehen und daher den Fehler schneller zu finden.

    z.B. goto 10000: ?goto-error.
    ? undefined statement-error. ist meiner Meinung nach schwieriger zu verstehen und auch nicht besser.
    Im übrigen sind meiner Meinung nach viele Fehermeldungen eh völlig überflüssig.
    Man denke hier an input-Fehlermeldungen.
    Return vom Start usw.
    Das heißt, viele Programmunterbrechungen sind meiner Meinung nach unschön und überflüssig.

    z.B. asc("") führt zum Programmabruch.

    Wenn man die Leerstring-Fehlerabfrage überspringt, ist asc("")=0:
    Und der C64 arbeitet damit normal weiter.

    Schönen Gruß.

  • Der 8 bit guy hat 2 sehr interessante Videos zum Thema.
    Das was die Jungs da basteln ist ne ziemlich coole Idee.


    Bitte melde dich an, um dieses Medienelement zu sehen.

    In the information war
    new codes must be devised.
    Knowledge is Power!
    Anterior, 1989

  • ich finde die Acorn BBC Micro Modele allesamt klasse

    So ist es! Schade das wir damals solche Rechner nicht in unseren Schulen hatten..

    Noch heute, sind Rechner an den Schulen Mangelware.. :thumbdown:

    Ja wirklich schade. Es mangelt, zumindest hier im Norden, nicht unbedingt an der Hardware, aber so wie mir aus der Lehrerschaft zugetragen, an geschulten Lehrkräften. Es geht ja "nicht nur" um die Informatikausbildung der Oberprimaner, sondern es müssten ja grundlegende Konzepte des Onlinegeschehens, wie z.B. auch die Bezahlmöglichkeiten erläutert werden, Online Banking, Filesystem Verzeichnis Strukturen anlegen und verwalten, Facebook-Instagram-und-wie-sie-alle-heißen Ethik im Onlineleben und, und, und. Das fängt ja leider auf einem ganz anderen Level an, als hier zumeist angenommen. Diese Fächer gibt es (noch) gar nicht, der klassische Informatikkurs beinhaltet die Vermittlung von rudimentären Programmierkenntnissen, alles andere wird immo, zumindest in Niedersachsen, nicht angegangen.

  • Also auf die Schule konnte man sich beim Programmieren zu nahezu 0% verlassen, kurz : Computerraum vorhanden, Untericht ausgefallen.

    Zu meiner Zeit ist der Informatik-Untericht komplett ausgefallen.
    Da ist offenbar ein Lehrer krank geworden, der noch im 2. Weltkrieg gedient hatte und dem eine Hand fehlte und schon war der Informatik-Unterricht komplett zusammengebrochen.

    Als der wieder gesund war haben wir immehin eine Notstunde Informatik bekommen.
    Der war noch ein echter Lehrer und hat sich dann sogar für seine Krankheit und den Unterrichtsausfall bei uns entschuldigt.
    Ich hatte dann zu Weihnachten einen C64 bekommen und mich dann per Handbuch, Zeitschriften und Bücher in das Thema eingelesen.

    So war das im 20. JH.
    Schönen Gruß.

  • Das war bei uns eigentlich sehr gut. Wir hatten einen Lehrer, der sich auch immer dafür eingesetzt hat. Zuerst haben wir an CPCs gearbeitet, dann später auf 286ern, irgendwas war noch dazwischen, aber da komme ich nicht mehr genau drauf. :whistling:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Unser Mathe Lehrer war auch der "Informatik" Lehrer so mitte 80er. Ob das gut war, weiss ich nicht mehr. Wir waren eine kleine Klasse von weniger als 10.

    LOGO mit der Turtle hatten wir ganz sicher, aber ich glaube viel mehr war da nicht, vielleicht auch etwas BASIC.

    IIRC, die Mädchen hatten schon Schwierigkeiten zu folgen. Die klassischen Rollen war damals leider noch zu sehr geprägt.

    Wir hatten auch C64er, die waren halt bezahlbarer für eine Schule in einem 2000 Seelen Dort.

    Mein ex-Chef aus der Schweiz hatte in einer Winterthurer Stadtschule Macs im Unterricht und glaubte tatsächlich das sei normal gewesen. :D

    Ich glaube nicht, dass der C64 ein guter Anfänger Computer war, wenn man nicht lernwillig und eigeninitiativ war.

    Die Hardware war ja bekanntlich ja auch mit der heissen Nadel gestrickt und dass der C64 BASIC 2.0 verpasst bekam, obwohl schon ein höheres, besseres BASIC 4.0 vorhanden war, ging auf die Kosten in der Herstellung zurück, weil das BASIC sonst ein grösseres ROM (was damals auch nicht billig war) benötigt hätte.

    Das Handbuch war schon ganz gut, aber halt mit BASIC 2.0 war das Stuss für Anfänger. Simons BASIC war da wesentlich besser, um was Brauchbares auf dem Bildschirm zu zeigen.

    Ein "guter Heimcomputer" war er insofern, weil er einfach mit dem Userport und den anderen Ports für Bastelprojekte geeignet war.

    Das Ansprechen der Ports durch das Mappen im im Speicher als Adressen machte die Programmierung sehr einfach, wenn man es mal kapiert (und Zugang zu Lektüre) hatte.

    Von daher, finde ich dieses Design gut gelungen.

    ___________________________________________________________
    Meine Kreationen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    | Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.
    Avatar: Copyright 2017 by Saiki

  • Ich glaube nicht, dass der C64 ein guter Anfänger Computer war, wenn man nicht lernwillig und eigeninitiativ war.

    Na umso eher war der für den Einstieg bestens geeignet! Wer nicht lernwillig und eigeninitiativ war/ist, sollte sich dem Hobby nicht widmen. :roll:

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Hallo,

    ich möchte auch mal meinen unquallifizierten Senf dazu geben.

    Ich habe ja einige verschiedene Computer. Da ich aber weder Programmierer bin noch von Hardware große Ahnung habe, kann ich nicht alle Eindrücke begründen.

    Dafür schonmal: Entschuldigung.

    Das beste Design, das mit untergekommen ist, fand ich bei der BBC-Serie. Speziell beim BBC-Master.

    Die Gründe sind folgende.

    Bei diesem Rechner habe ich an keiner Stelle das Gefühl, daß etwas fehlt. Damit meine ich nicht, daß er nicht mehr Fähigkeiten hätte haben können. Kennt ihr das Gefühl, daß etwas zwar gut ist, aber mit einem einzigen Gedanken mehr besser und vollständiger hätte sein können? Das gibt es bei dem nicht. Keine "offenen Enden". Alles, was er kann, sollte er auch können und es scheint alles bis zum Schluss durchdacht zu sein. Daher gibt er ein in sich rundes und vollständiges Bild ab. Nichts widerspricht sich und nichts wirkt unvollständig.

    Ein paar technische Sachen:

    Die Tube, die es ermöglicht, daß ein zusätzlicher Prozessor eingebaut wird. Dieser kann entweder zur Verstärkung des Grundsystems verwendet werden (zusätzlicher 6502 mit eigenem Speicher, beide Prozessoren können gleichzeitig arbeiten. Zwar nicht kooperativ, aber es kann beliebig zwischen ihnen hin und her geschaltet werden) oder um Fähigkeiten hinzuzufügen, die das Grundsystem nicht hat (80186 zum Verarbeiten von DR-DOS).

    Der BBC kann mehrere Auflösungen darstellen. Wenn man nun in einem Programm den Graphikcurser in jeder Auflösung an einer bestimmten Stelle positionieren will, muß man diese Position nicht für jede Auflösung neu berechnen. Der Bildschirm ist intern in einer höheren virtuellen Auflösung eingeteilt. Man definiert die Position in der virtuellen Auflösung und der Curser steht in jeder angezeigten Auflösung an der gleichen Stelle (plus minus Pixelbreite/-höhe).

    Das Selbe gilt für den Textcurser, was zusätzlich die Möglichkeit bietet, Text nicht nur in X Spalten und Y Reihen zu positionieren, sondern Pixelgenau. (Zumindest steht das im Handbuch. Ausprobiert habe ich es noch nicht.)

    Aus dem BASIC können direkt Funktionen des Betriebssystems aufgerufen werden (sog. *-Kommandos).

    Es können scheinbar beliebig viele ROMBänke (max. 8 KB pro Bank) eingesteckt/-gebaut werden, von denen (ich glaube) 8 gleichzeitig aktiviert sein können. Diese werden als eine Art Laufwerk angesprochen. Aktivierung und Deaktivierung erfolgt durch einen einfachen Befehl. Gleiches funktioniert auch mit zusätzlichem RAM.

    Die Möglichkeit, Maschinensprache direkt in Basic-Programme einzubauen, ist ja weithin bekannt.

    Bei dem robusten (und imposanten) Gehäuse kann über der Tastatur ein Streifen eingeschoben werden, auf welchem die bis zu dreifache Funktionstastenbelegung kenntlich gemacht werden kann. Die Tastatur ist, für die Zeit, sehr gut.

    Ich möchte jetzt hier aufhören, sonst wird das zu lang. Aber so stellt sich der BBC als ein Rechner dar, der gut und als Gesamtsystem durchdacht ist.

    Wahrscheinlich werden unsere Fachleute (Software/Hardware) da anderer Meinung sein, aber das ist mein Eindruck.

    Zumindest gibt er von allen Computern, die ich kennengelernt habe, den rundesten Gesamteindruck ab.

    Da der Archimedes eher die logische (und gute) Fortsetzung des BBC-Master ist (zumindest sehe ich ihn so) gibt dieser einen ebenfalls durchdachten und kompletten Gesamteindruck ab.

  • @Heiko Klasse Beitrag! :thumbup:

    Das ist so ziemlich genau das, was ich mir hier im Thread erhofft hatte :)

    - neue Spiele für den C64 -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Ich musste leider mehr oder minder mittendrinn aufhören. Sonst wäre es noch VIIIIIIEL länger geworden. ;o)

  • also mich störts nicht :D

    - neue Spiele für den C64 -
    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

  • Na, dann.......

    Also Ergänzung.

    Ein Reset wurde einfach durch die "Break"-Taste durchgeführt. Damit konnten aber auch Funktionen des Betriebssystems ausgelöst oder erzwungen werden wenn eine entsprechende andere Taste daher gedrückt gehalten wird. Ein "Hardreset" z.B. durch gleichzeitiges Drücken von "Control" (glaube ich, muß ich zu Hause nochmal nachsehen).

    Jetzt etwas, woran man merkt, daß der Computer auch für Schulen entwickelt wurde.

    Da man mit dieser Funktion aber auch vorher fest eingestellte Beschränkungen unterdrücken konnte, gab es für die "Break"-Taste eine meschanische Sperre, die mit einem Schraubendreher aktiviert wurde. Selbst da sieht man also gut, daß die Entwickler den Rechner als Ganzes betrachtet und entwickelt haben und nicht als eine Ansammlung von einzelnen Komponenten.


    Na, mehr fällt mir gerade spontan nicht ein. (Wenn ich eine Woche Zeit hätte, würde das hier kein Ende nehmen.)

    Aber ich hoffe, ich konnte meinen Standpunkt verständlich machen.

  • Aus dem BASIC können direkt Funktionen des Betriebssystems aufgerufen werden (sog. *-Kommandos).

    Es können scheinbar beliebig viele ROMBänke (max. 8 KB pro Bank) eingesteckt/-gebaut werden, von denen (ich glaube) 8 gleichzeitig aktiviert sein können. Diese werden als eine Art Laufwerk angesprochen. Aktivierung und Deaktivierung erfolgt durch einen einfachen Befehl. Gleiches funktioniert auch mit zusätzlichem RAM.

    Die Möglichkeit, Maschinensprache direkt in Basic-Programme einzubauen, ist ja weithin bekannt.

    Interessant. Du schreibst, du bist kein Programmierer, beschreibst aber in deinem Beitrag fast nur Features die eigentlich nur für Programmierer relevant sind. Bist du sicher, dass die Features auch alle für Programmierer sinnvoll waren und entsprechend genutzt wurden?

    EDIT: Ich habe gerade nochmal zum BBC Master gegoogelt. Dazu findet man fast nicht. Nicht mal einen richtigen Wikipedia-Artikel.

    Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Einmal editiert, zuletzt von detlef (20. Juli 2020 um 12:34)