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Midi stresst schon bisserl am Winvice 2.4.

  • Habe heute mal versucht am C64 midi einzulesen.

    Mein Testprogramm sendet am Winvice (2.4.25 und v3.1) jeweils ein pianosample raus kann aber nichts empfangen.

    Kann es sein das das Viceteam vergessen hat die Empfangsroutinen zu implementieren ?


    Habe Midi OX und Reaper verwendet um zu sehen ob mein PC Midi setup generell läuft und ja es tut.

    Bekomme laufend Events auf der Schnittstelle.


    Beim beenden geben die Programme die Schnittstelle auch brav wieder zurück.


    Mein C64 Testprogramm sendet einen Note on, Taste 50 und Velocity 100 . So weit so gut.

    Aber es hört nichts ...

    Geht es nur mir so oder hat jemand von Euch andere Erfahrungen gemacht ?


    Die DE04 Version ist Standard für DATEL

    Es soll auch Midi Interfaces geben welche auf DFxx laufen aber so was kenne ich nicht , Testprogramm ist trotzdem auch dabei...

  • so ist gefixt. Hatte die CIAs vergessen welche mir dazwischenfunken.

    Technisch gehts -


    Jetzt kann ich am Vice mit dem Midikeyboard spielen. Aber gut ist anders - latenz bis 0.6 Sekunden ist nicht schön.

  • Ich weiss - das Testprogramm hat ja sowieso doppelte Latenz weil Midi->pc-> Vice ->programm und alles wieder zurück

    direkt an den SID ist geht es eh schnell genug dafür musste ich aber einen Ringbuffer machen weil ich ja die Midi NoteOn Off Befehle parsen muss bevor ich den Sid mit den Notenwerten ansteuere. Geht in meinen aktuelllen Tests ganz gut. Leider kenne ich den Sid noch zuwenig um was Sinnvolles daraus zu machen ..

  • das kenne ich alles nicht und soweit ich weiß sind die Midiinterfaces ausverkauft (kerberos, cythcard)

    Cynthcart ist in erster Linie Software. Die gibt es - neben dem kostenlosen Download - zwar auch auf Modul, aber ein MIDI-Interface ist m.W. nicht dabei, wird halt nur von der Software unterstützt (evtl. erst ab einer bestimmten Version).


    Kerberos gibt es aber aktuell wieder bei Protovision: https://www.protovision.games/…_info.php?products_id=244 Das ist kein reines MIDI-Interface, denn das bringt Software mit (die es natürlich prinzipiell auch ohne Kerberos gibt) und man kann eigene Software auf dem Modul speichern.

  • Das ist prinzipiell erst mal unabhängig von Kerberos, sondern hängt davon ab, welche Software du mit Kerberos verwendest. Im Auslieferungszustand kommt es u.a. mit Steinberg Pro-16 und Sid Wizard 1.7. Beide Programme unterstützen MIDI, haben aber verschiedene Einsatzzwecke.


    Mit Sid Wizard kannst du für den C64 komponieren und eine fertige Musikdatei erstellen. Ob Sid Wizard direkt im SID-Format speichern kann, weiß ich nicht. Grundsätzlich hat jeder Composer für den C64 sein eigenes Format mit einem spezifischen Player. In der Regel sollte das aber in ein SID-File konvertierbar sein.

  • auch cynthcart ist bei kerberos dabei. das es ein expander ist, damit meinte ich cynthcart spielt nur die noten die man via midi reingibt live ab, so wie auch station 64.


    die midi unterstützung in sid wizard ist sehr rudimentär, angesichts der ganzen eingaben die man beim composen so macht ist es fast einfacher die tastatur klaviatur zu benutzen.

    natürlich kann man die tunes dann nach .sid compilen.


    was mir noch eingefallen ist wäre das mssiah cart, das bietet eine moderne DAW ähnliche oberfläche, hat eine midi in buchse und kann auch .sid files erzeugen, wobei die generierten sid files aber sehr viele ressourcen brauchen und nicht verwendbar sind um sie in ein demo oder game einzubauen.


    wenn man sid tunes schreiben will nimmt man imho am besten einen tracker, da hat man die meisten möglichkeiten und arbeitet direkt zwischen cpu und sid.


    midi kann man natürlich schon verwenden um noten aufzunehmen, abzuspielen oder gewisse sid parameter per CC zu steuern, generell denke ich ist midi aber zu lahm um wirklich was aus dem sid rauszuholen. ich verwende cynthcart zB auch nur um den c64 sound einfach via midi verfügbar zu haben, gleichzeitig PWM und filter via paddle und diverse parameter per tastatur zu ändern, das ist aber wiegesagt meilenweit von einem echten handgeschriebenen sid tune entfernt.


    son zeug:

  • Ich spiele auch grad mit meinem eigenen Midi Tracker rum und habe einen Micro Player gebastelt. (758 Byte samt Musikdata)

    Bin heute draufgekommen der Sid kann einen Yamaha CS80 Brass Sound nachahmen.

    Also gleich mal was eingespielt. Leider frisst der CS80 gleich mal 2 von 3 Stimmen. So bleibt für den Hintergrund nur mehr Stimme 3 übrig - Schade


    Kann es nicht einen 12 stimmigen SID + Hall und Reverb + sampleplayer für Drums und Co... geben... *seufz*



    Demo angehängt.


    microplayer:



    $c000 Basisadresse init;


    $c003 playnote;

    $c006 IRQ Shell zum ausprobieren

  • Wow vom sound her bist du da echt nahe dran.


    unpopuläre eigenmeinung: persönlich finde ich den blade runner (intro) soundtrack nicht so gut weil vangelis anscheinend das gleiche preset wie bei "chariots of fire" verwendet hat, da habe ich diesen sound zuerst gehört und ich sehe immer nur olympia sportler montageszenen wenn ich das höre.

  • den chariot habe ich mir nie angesehen... bin gleich am blade runner hängen geblieben :-)

    Ja das ist einer der Preset Töne vom CS80.

    Mit HALL auf dem SID klingts übrigens noch fetter... (und bassbox sollte auch da sein)
    Weiss nicht ob ich genauer hinkomme.

    Habe im Recorder noch Filtermodulation aber Probleme das in den Micro Player zu bringen ohne elendige Modwheel Datenwüsten im Speicher zu haben.

    Dauert noch ein wenig bis mir was eingefallen ist...

  • Ich verwende immer noch ein altes vice um ReSID-FP auch zu haben, also filter distortion simulator. Alankila hat ein dutzend verschiedenste impulse responses von 6581 chips digitalisiert, also soll heisen - white noise rein - cutoff register ganz durchfahren, resonanz raufdrehen, das gleiche für bandpass. die messung dauert glaub ich mehrere stunden und man braucht eine gute soundkarte zum aufnehmen des testsignals. man konne auch seinen eigenen chip ausmessen und Antti hat die Kurven dann implementiert.


    Es ist so das der 6581 einen anderen fertigungsprozess hat als der 8580. beim 6581 war ein ofen-oxid prozess derart ungenau gesteuert das genau die analoge response zum registerwert absolut nicht gleichmässig linear oder logarithmisch ist, jeder 6581 hat seine eigene kurve. oder meine, jeder 6581 wafer batch der am seben quarzboot im ofen war hat die selben abweichungen. dann hat man noch defektrate... die variation in der response war MOS egal.


    so gibt es 6581 die sehr dumpf klingen wenn man schon bei $FF ist, andere klingen noch sehr offen wenn man noch bei $00 ist, cutoff meine ich.


    so hat man im vice mit ReSID-FP eine schöne palette an digitalisierten 6581 oxid variationen. der 8580 benutzte dann einen anderen prozess und plötzlich klangen alle filter gleich. das interessante am 6581 ist, das manche chips beim MSB überschlag plötzlich einen ausreisser in mitte der kurve haben. wenn man dann genau ein par INC DEC rumwobbelt kann man damit echten gitarrenfuzz erzeugen. mechanicus intro tune nutzt genau diesen effekt aus, aber sehr wenige chips bringen die gitarre richtig geil. die andere sache ist das der 6581 filter sehr warm und organisch klingt. der 8580 filter klingt sehr kühl und zerrt kaum. deshalb hat sich primär der 8580 in der szene durchgesetzt, nur ausnahmekünstler wie Jeff composen für 6581, da ist auch ungefähr bekannt wie Jeff's composing 6581 klingt.


    dann kommt noch dazu das der 8580 wirklich alle wellenformen (ausser noise) mischen kann, und mit PWM wird das dann erst richtig geil, und natürlich mutlispeed - long tables. am 6581 ist diese mischfunktion kaputt, iir nur triangle und saw erzeugen einen angekratzen orgelsound.


    delay, ich kenne nur den composer trick das man dem ADSR amplitudenverlauf ein weiteres AD anbaut, der sound sollte eher kurz sein und danach kann man einen echo pling setzten der einen glauben macht da spielt wirklich ein delay, psychoakustisch hört man dann die note nochmal während schon die nächste spielt. für echo mit langen release zeiten funzt das halt nicht. ich würde dir empfehlen einen zweiten sid dazu zutun, wo do eh schon selber deinen routinen strickst kannst du so optimal alles ausreizen.


    mein traum war es immer am C128 mit dual screen einen musik editor zu coden, und mindestens 4 handselektierte 6581er zu steuern. vielversprechend ist für mich auch der swinsid ultimate, codekiller verspricht seit einem jahr das er die ReSID-FP filterprofile importieren wird und man die dann permanent auswählen kann oder nur temporär bis zum nächten reset, quasi sid umstecken während dem playback. ich denke anders wäre mein bevorzugter 6581 filtersound x4 nicht zu realisieren.


    sorry für den langen post, habe wenig geschlafen und bin etwas schnell unterwegs, aber ich denke der post ist kohärent für freaks :D