Hello, Guest the thread was called353 times and contains 15 replays

last post from ivettaB at the

VC20 mit Black Screen

  • Hallo allerseits,


    Hab mal wieder einen VC20 zur Reparatur, der mir allmählich gehörig auf die Nüsse geht....

    Egal welchen Chip ich tausche - es bleibt einfach bei einem Black Screen. :(


    Mal ein paar Daten zum VC20:

    • VC20 CR mit Rev D Board
    • von Werk aus gesockelt sind:
      • 6502 CPU auf UE10
      • 901460-03 Char Rom auf UD7
      • 901486-07 Kernal Rom auf UE12
      • 7406 auf UB4 wurde offenbar mal gesockelt/getauscht?
    • zusätzlich hab ich im Rahmen der Fehlersuche bereits die folgenden gesockelt:
      • die beiden 2114 Rams auf UD2 und UE2
      • die 3 MOS 65245er auf UD8, UE8, und UF8
      • den VIC auf UB7
      • das 901486-01 Basic Rom auf UE11
      • den 74LS138 auf UC5

    Alle nunmehr gesockelten IC sind ok und funktionieren in meinem Test-VC20 einwandfrei. (waren auch alle davor schon ok, ich musste bisher also keinen ersetzen)

    Versorgungspannung ist stabil auf 5V, Resetsignal bleibt nach dem Einschalten sauber für 2 Sekunden auf LOW, und springt dann auf HIGH.

    Kein IC wird nennenswert heiß, jedoch betriebswarm, aber alles im grünen Bereich, würd ich mal sagen.

    Spiele Cartridges starten ebenfalls nicht -> Black Screen

    Man kann lediglich die vertikalen VIC Streifen erkennen, wenn man die Heligkeit am Monitor raufdreht.

    Auch mit einem Minimal-Ramtest Kernal bleibt er schwarz. :(


    Was auffällig ist:

    Die Datenleitungen D4-D7 sind beim Black-Screen alle auf LOW, während sich auf den unteren 4 offenbar etwas 'tut' (mangels Oszi aber nur mit Mulitmeter gemsssen)

    Wenn ich die Kiste allerdings ohne Kernal starte, dann ist auf allen Datenleitungen Betrieb, woraus ich schließe, daß der Datenbus nicht durch einen anderen Chip permanent runtergezogen wird.


    Daß die VIAs oder die beiden 6116er Rams einen Black Screen verursachen würden kann ich mir nicht vorstellen (es sei denn sie wären kurzgeschlossen, aber dann würden sie heiß werden), da die 'lebnsnotwendigen' Bereiche wie Zeropage, Stack usw. ja von den beiden 2114ern gestellt werden, und diese beiden ja schon gesockelt und ok sind.

    Er müsste dann also zumindest mit dem Ramtest-Kernal starten.


    Hat vielleicht jemand eine Idee was ich noch checken könnte, als stur auch noch die übrigen TTLs auszulöten und zu überprüfen?

    Langsam geht mir die Kiste nämlich schon schwer am A.... :(


    Danke euch schon mal :)

  • Reset Pin am 6502 ist Low -> High und bleibt da - beim Einschalten ?

    Der Quarz in Ordnung ?


    Was heisst ohne kernal, du nimmst den ROM chip raus und hast auf allen Leitungen signale ?

    Also kernal rom kaputt ? Tausche doch den ROM.


    hast du den Adressdekoder und falls gatter dranhängen auch - ausgemessen ? arbeitet der korrekt ?

    Kann ja gut sein das erst beim Registerzugriff was hängt.


    Was hast du für Spannungen am CPU, VIC und Rams ? Weniger als 5.1 ?


    Sockel werden nach 40 Jahren auch mal kaputt... Nur so eine Info.




    tip:

    such jemand mit oszi

    oder nimm eine Logikprobe.

    Die sagt dir zwar nichts über die Amplitude(Signalqualität) am Daten Adressbus aber besser als nix wenn man kein Oszi hat.

    Falls der Bus runtergezogen wird kannst du das nur am Oszi sehen.


    https://www.amazon.de/Laser-52…ktester-DC/dp/B006IRIP8I/


    oder auch bis 50Mhz:

    https://www.amazon.de/Instek-G…gsfrequenz/dp/B0094JTVS0/


    Nicht das ich Amzn unterstützen möchte. Links nur zur Information.

  • Ja, Reset am 6502 geht für ca. 2 Sekunden auf low und dann auf high, und bleibt dann auch high.

    Kernal ROM ist ok, genauso wie ale anderen bereits gesockelten ICs (siehe Auflistung)


    Ja, ich weiß, ohne Oszi ist das nicht wicklich zu sagen, aber wenn sich am Bus was tut, dann hab ich da meist irgendwelche Multimeter-Werte zw. 1V und 4V, in diesem Fall aber nur 0,7V?!

    Den Takt kann ich ohne Oszi leider auch nicht messen, hatte aber noch nie einen defekten Quarz. Ich nehme an dann würde das Bild nicht mehr richtig synchronisieren?


    Adressdekoder gibts beim VC20 keinen eigenen, so wie beim C64 die PLA, denn beim 20er ist das alles über einzelne Decoder, Multiplexer und Gatterbausteine realisiert. Die könnte ich natürlich auch im eingelöteten Zustand durchmessen, aber denke da bin ich schneller wenn ich den Chip auslöte und in einem anderen Board teste.

  • puh

    quarze gehen kaputt da mechanisches Bauteil. Einfach das Mainboard mehrmals auf den Boden werfen. Dann fliegt der Kristall aus dem Halter.

    Korrosion auf den ICs ? Leiterbahnen optisch gecheckt ?


    TL ics kann man schnell auch testen indem du den selben Typ huckepack oben drauf setzt -> google Piggyback IC


    der 7406 welcher schon mal getauscht wurde -> messe mit Durchgangsprüfer die Leitungen durch vielleicht hat der jenige ja beim löten

    was abgerissen oder kalte Lötstelle ?


    Wenn du nähe Wien bist kann dir ein Bekannter helfen. Der hat das alles daheim.

  • Ja, ICs sind sauber, Leiterbahnen und meine eigenen Lötstellen sowie auch die vom 7406 hab ich alles durchgecheckt. Und wie gesagt, keiner der von mir ausgelöteten ICs war defekt, die waren alle in Ordnung, das Problem muss also an einem der noch eingelöteten ICs, oder wo anders liegen?


    Piggyback hab ich bisher nur bei RAMs (öfters erfolgreich) versucht. Angeblich hatten manche damit auch bei defekten PLAs in C64ern Erfolg, aber mit TTL ICs? Ich dachte da klappt diese 'Methode' eher seltener bis gar nicht?!


    Werd aber mal die beiden originalen Sockeln vom 6502 und Kernal durchmessen, evtl. ist da ja noch wo ein Kontaktproblem?!


    Und ja, bin in Wien daheim, hab eigentlich viel Erfahrung mit Commodore Zeug und geschätzte 100 Reparaturen an C64, C128, VC20, C16, Amga 500 usw, usw, sowie 1541, 1571, Amiga-Floppies, Netztteilen, usw, usw. erfolgreich hinter mir. :)

    Werd mich aber wirklich mal um ein kleines Oszi umschaun. :)

  • tue das . im moment hat man ja draussen gutes Licht und mit einer guten Lupe wird das dann auch was.


    Overdoc: Und ja, bin in Wien daheim, hab eigentlich viel Erfahrung mit Commodore Zeug und geschätzte 100 Reparaturen an C64, C128, VC20, C16, Amga 500 usw, usw,


    das hättest nicht sagen sollen. Kann leicht sein das dir Jemand was zusendet (auf eine nette Weise natürlich ;-)

  • Bin noch ned dazugekommen, aber heute oder morgen abend klingel ich die beiden mal durch. Hab so eine Lupen-Brille, und wenn man das Board direkt mit der Schreibtisch-Lampe durchleuchtet, sieht man sehr gut.


    Leider gibt's aber auch manchmal schlechte Kontakte, die vollkommen ok aussehen und sogar Durchgang haben, aber dann im Betrieb bei Erwärmung trotzdem Probleme machen (hatte ich erst zuvor bei einem defekten 64er vom selben Bekannten)


    Mir gehen vor allem die defekten 64er und 1541 zwar nicht so bald aus, aber nehme mich auch neuen Patienten gerne an (solange es nicht solche wie eben dieser VC20 sind....)

    Nachdem so manche andere Interessen derzeit auf Eis liegen müssen, bleibt mehr Zeit zum basteln :)

  • Haarrisse entstehen durch biegen der Platinen. Oder schlechte Lagerung wenn mehrere Platinen in einer Box aneinander scheuern.

    Vorallem wenn man mit dem Auto unterwegs ist. (oder aus der Bucht aus Übersee geschickt bekommt. Zeitungspapier ist da ein schlechter Füllstoff.)


    = Üble Sache.


    Nimm einen Heissluft Fön (Temperaturgeregelt) und föne das Teil im Laufenden Betrieb und schau was passiert. mehr als 130 C würde ich nicht versuchen-


    Also an alle "Spezialisten" unter Euch die hier mitlesen: Luftpolsterfolie vom Baumarkt ist preiswert. Platinen einzeln (!) einrollen 2-3 Lagig und mit Klebeband verkleben. Das hat den Vorteil das Feuchtigkeit draussen bleibt wenn mal wieder jemand die Sachen im Keller lagert und ... keine Haarisse mehr. Und nein, ich hatte damit noch nie statische Probleme. Aber wer paranoid ist kann die Platine ja noch vorher in Packpapier einrollen.

  • Danke, aber ist in diesem Fall sehr unwahrscheinlich. Der C64 und VC20 gehört einem Bekannten, der die noch 'von früher' hat, und war auch alles komplett im Gehäuse usw.


    Hab die Original-Sockeln von Kernal und CPU mittlerweile mit den eingesetzten Chips durchgemessen, und die sind beide ok, d.h. die Chips sind via ihren Sockeln mit den anderen Bauteilen laut Schaltplan korrekt verbunden.


    Vermutlich wird doch noch einer der TTLs defekt sein?

    Huckepack hab ich auch versucht, hat aber nichts gebracht.

  • übel. wirklich. Aber ferndiagnosen sind schwierig.

    Oszi oder Logicanalyzer würd ich jetzt holen. Da kannst gleich schauen ob die TTL was tun.


    Kennst du eine NOP Karte ? Ist beim 6510 blöd weil er ja bei FFFC/D glaub ich losrennt.

    Damit kannst du am Adressbus und Datenbus schauen ob alle Leitungen aktiv sind (nicht nur Statisches Low oder Hi)

    Das ist in der Regel ein IC Sockel welcher in die ROM Plätze wandert und das BITMUSTER NOP ausgibt. So zählt die CPU hoch


    Beim C64 würde ich Eprom 27x64 mit Resetvector auf $e000 ,

    NMI und IRQ gleich auf eine Adresse mit einen RTI Opcode zeigen lassen - sonst alles NOPs

    brennen in Kernalrom adapter stecken und messen was los ist.

  • Ok im VC 20 werkelt ein 6502 !! Also vergiss meinen obigen Post über 6510 bitte.


    Das du soviele Computer ohne Oszi reparieren konntest -> Respekt !!!


    Also wegen Nop Karte für diagnose Zwecke Infos

    http://www.6502.org/mini-projects/nop-gen/nop-gen.htm

    http://www.arcade-cabinets.com…entipede_MC_millipede.pdf

    (Seite 14)


    und ein Signature ANalyzer ist noch hilfreich:

    HP5004A oder Atari CAT Box oder:


    http://www.vector-labs.com/index_analyzer.html

    Aktuelles Produkt (149 USD)



    Infos generell:

    http://gamearchive.askey.org/G…pment/HP/SigAnalNotes.pdf


    Dann brauchst natürlich noch die codes (Signaturen) für die einzelnen Leitungen auf den Chips.

    A) aus Service Handbuch (wirds nicht geben für vc20) ?

    b) aus einem funktionierenden zweitgerät auslesen und aufschreiben und dann am besten Online stellen