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"Directory" einer Kassette aufrufen

  • Waren die Datassetten vom C16 vielleicht homogener? Aber die 1530 & 1531 waren doch bis auf Farbe und Stecker baugleich, oder?

    Uhhhh, schwerer Denkfehler! Schon die anthrazitfarbene 1351, also die Datasette für die 264er, gab es in zwei Ausführungen und damit auch mit zwei unterschiedlichen Zählwerken. Schau mal genau hin im Vergleich zwischen dieser und der hier.

  • Selbst wenn nicht wäre es kein Problem, man müsste die Kassette nur einmal von vorne (Zählerstand: 000) bis hinten (Zählerstand: XYZ) durchspulen, dann ergibt sich ein Korrekturfaktor. Das wären maximal ein-zwei Minuten Aufwand.

    Obacht mit dem Vorgehen: Wenn du heute bei Befüllern orderst, dann hat eine Kassettenseite mit 10 Minuten auch genau die Bandlänge für die Zeit (habe ich letztes Jahr erst selber feststellen können). Die Markenkaufkassetten früher, die als C-60, C-90 und C-120 (und in diversen Zwischengrößen) zur Bespielung angeboten wurden, haben aber immer deutlich mehr Bandlänge - und damit Minuten Aufnahmekapazität - gehabt als zwingend erforderlich. Von einer bis zu fünf Minuten pro Bandseite mehr als angegeben konnte da alles drin sein. Wenn du damit also durchspulst und das Ergebnis auf diverse andere Leerkassetten anderer Chargen oder Marken anzuwenden wünscht, passt das dann meist wieder nicht.

  • Wenn du damit also durchspulst und das Ergebnis auf diverse andere Leerkassetten anderer Chargen oder Marken anzuwenden wünscht, passt das dann meist wieder nicht.

    Wenn ich genau eine Referenz-Kassette habe ist deren absolute Länge irrelevant für den Vergleich der Zählwerke.

  • Kein 'Denkfehler', sonder eine einfache Frage ;)


    Aber ja, Antwort stimmt, es gibt diverse Ausführungen der 1530/C2N, die ganz alten im PET Style, und die beiden neueren mit dem großen und kleinen Zählwerk, sowie ja noch unzählige von anderen Herstellern.

    Da wird es sicherlich Abweichungen in den Zählwerken geben, evtl. auch in der Motorgeschwindigkeit. Und vermutlich wird es sogar auch bei baugleichen Datasetten Abweichungen geben, weil das Band bzw. der Antriebsriemen vom Motor zur Band evtl. mal wo minimal durchrutscht? Die sind ja häufig auch schon ein bisserl ausgeleiert....


    Möglicherweise kann es auch noch Abweichungen aufgrund von unterschiedlich langen (und daher dünneren/dickeren) Bändern (15min, 60min, 90min. usw.) geben, weil dann ja je nach Band die 'Rolle' an einer bestimmten Stelle bei Programm XYZ am Band größer oder kleiner ist, und das Band dann möglicherweise auch schneller oder langsamer beim Kopf vorbeizieht?

    Glaube daß es da eine Abhängigkeit gab, sodaß Programme am Ende der Kassette langsamer (oder schneller?) geladen wurden als am Anfang?

    Hab die Mechanik aber gerade nicht so im Kopf, ob der Spulen-Antrieb am Band-Antrieb hängt, oder umgekehrt?

  • Die Geschwindigkeit an den Schreib- Leseköpfe war immer gleich (genau wie bei der Musikkassette).

    War etwas von ca. 47.5 mm/s in etwa.

  • Da hat der Freddy Recht: Die Bandgeschwindigkeit macht die Capstan-Rolle oben nach dem Tonkopf. Der Wickeldom, den man im Betrieb unten sieht läuft mit Schlupf, um das durchgezogene Band aufzuwickeln. Dort wird aber nicht die Geschwindigkeit bestimmt.

  • Glaube daß es da eine Abhängigkeit gab, sodaß Programme am Ende der Kassette langsamer (oder schneller?) geladen wurden als am Anfang?

    Hab die Mechanik aber gerade nicht so im Kopf, ob der Spulen-Antrieb am Band-Antrieb hängt, oder umgekehrt?

    Die Geschwindigkeit an den Schreib- Leseköpfe war immer gleich (genau wie bei der Musikkassette).

    War etwas von ca. 47.5 mm/s in etwa.

    Wie kann das sein das die Geschwindigkeit immer gleich sein soll? Am Anfang der Kassette ist das angertiebene Spulenrad noch klein vom Umfang her während es bei zunehmender Laufzeit immer mehr an Umfang gewinnt. Je größer der Umfang um so mehr Band wird pro Umdrehung aufgewicketl und um so höher ist dem nach auch die Bandgeschwindigkeit am Kopf. Wäre mir neu das die Laufwärke die Umdrehungsgeschwindigkeit während des Abspielens verändern.

  • Auszug aus Wiki.


    Das Band ist 3,81 mm (0,150″) breit und bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 47,625 mm/s. Beim Kompaktkassetten-Laufwerk wird das über eine engtoleriert geschliffene und polierte Stahlwelle, die sogenannte Tonwelle (englisch Capstan), erreicht, die in den Kassettenschacht ragt und mit einer ausgewuchteten, riemengetriebenen Schwungmasse versehen ist. Das Tonband wird mittels einer Gummi-Andruckrolle an die Tonwelle gedrückt, durch Kraftschluss transportiert und somit an den Tonköpfen vorbeigezogen. Die Umfangsgeschwindigkeit der Tonwelle ist, abzüglich Schlupf, die Bandgeschwindigkeit. Die Drehzahl der üblicherweise mit Rutschkupplungen versehenen Auf- und Abwickeldorne passt sich an diese Geschwindigkeit an. Wie bei der Schallplatte und den meisten Spulentonbändern aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik gibt es eine A- und eine B-Seite (Vorder- und Rückseite).

    Konfuzius sagt…Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt.

    Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.


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    Suche noch eine günstige 1581, 1571

  • Glaube daß es da eine Abhängigkeit gab, sodaß Programme am Ende der Kassette langsamer (oder schneller?) geladen wurden als am Anfang?

    Hab die Mechanik aber gerade nicht so im Kopf, ob der Spulen-Antrieb am Band-Antrieb hängt, oder umgekehrt?

    Die Geschwindigkeit an den Schreib- Leseköpfe war immer gleich (genau wie bei der Musikkassette).

    War etwas von ca. 47.5 mm/s in etwa.

    Wie kann das sein das die Geschwindigkeit immer gleich sein soll? Am Anfang der Kassette ist das angertiebene Spulenrad noch klein vom Umfang her während es bei zunehmender Laufzeit immer mehr an Umfang gewinnt. Je größer der Umfang um so mehr Band wird pro Umdrehung aufgewicketl und um so höher ist dem nach auch die Bandgeschwindigkeit am Kopf. Wäre mir neu das die Laufwärke die Umdrehungsgeschwindigkeit während des Abspielens verändern.

    Tja, der Antrieb ist halt der Capstan und nicht die Bandrollen

    Ich empfehle dir einmal ein Tonbandgerät im Betrieb an zu schauen.


    Btw.: Wenn das Band sich um den Capstan gewickelt hat (wegen Dreck u.Ä.) dann hatte man immer einen leckeren -> #Bandsalat (ohne Dressing).

  • Ich meine, ich habe auch irgendwo Kassetten, wo das schon ab Werk reingedruckt war. Vielleicht von Kingsoft? Waren die Datassetten vom C16 vielleicht homogener? Aber die 1530 & 1531 waren doch bis auf Farbe und Stecker baugleich, oder?

    Jein.(TM)

    Im Prinzip sind sie funktionell gleich, und mit Adaptern sind 1530 vs. 1531 an allen Systemen wechselseitig/austauschbar einzusetzen (das meint man meistens in diesem Zusammenhang mit "baugleich"). Unterschiedliche Baujahre und Baureihen haben allerdings leicht unterschiedliche interne und externe Merkmale/Platinen/Gehäusedetails/Abmessungen. Hauptunterschied sind die Geräte aus Japan vs. die aus Taiwan. Vorstellbar dass dabei auch unterschiedlich zählende Zählwerke eingesetzt wurden (weiss ich nicht, müsste man mal durchprobieren ob es da ein Muster gibt), auch ausgeleierte Gummis oder Schlupf könnte z.B. ein Faktor sein. Die augenfälligsten Unterschiede sind in diesem kostenlosen Büchlein ganz schick zusammengefasst:

    https://www.oldcomputr.com/product/commodore-tape-recorders/

    (PDF-Download, wer will kann Fake-Daten beim Warenkorb eingeben.)

    In Commodores Service Manual sind auch schon eine ganze Reihe verschiedener Assys behandelt, so sehr "gleich" sind sie also alle nicht:

    ftp://www.zimmers.net/pub/cbm/…314002-002_(1984_Oct).pdf

  • Das hätte ich so jetzt nicht erwartet. Ich hätte angenommen das man einfach die bessere Qualität bei höherer Geschwindigkeit mit nimmt.

    Das gab/gibt es im Profi-Bereich.

    Tonbandgeräte haben üblicherweise mehrere Geschwindigkeiten um den Rauschpegelfaktor1) besser zu unterdrücken.

    TEAC/TASCAM z.B. hat mit den PortaStudio- Geräte (kleine Kompakt-Cassetten Geräte mit Mischpult) z.B. auch standardmäsig mit ~70mm/s gewickelt, konnten aber auf die üblichen 47mm/s umgeschaltet werden.

    Bei langsamere Geschwindigkeiten gibt es halt mehr 'Bandrauschen'.

    Btw.: Das DolbyB von Sony war die elektronische Fassung des Kampfes gegen das Bandrauschen.


    1) BANDrauschen, NICHT THC-Rausch oder Alkohol-Rausch!

  • Danke für die Infos! Ja, so lernt man wieder was dazu ;)

    Eigentlich 'eh irgendwie klar', daß die Geschwindigkeit am Tonkopf immer gleich sein muss, denn das Laufwerk hat ja keine Ahnung an welcher Position die Rollen gerade stehen, um die Geschwindigkeit entsprechend anzupassen. ;)

    De nada.

    Dafür sind wir 'alte' Säcke doch da, um Euch unserm (Rest-) Wissen zu vermitteln. ;-)