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C128 und Stromverbrauch bei 5VDC

  • Nach einer langen Pause habe ich meinen Commodore Hardwarepark erweitert. Neben einem (wirklich) gut erhaltenen C64 habe ich mir auch noch einen C128 gegönnt. Beide Systeme haben die Tests mit dem jeweiligen Commodore Test Cartridge (inklusive Diagnosekabel) bestanden. Alle weiteres Tests hat der C64 mit Bravour bestanden. Sorgenkind ist der C128. Die 1541 Ultimate II hatte einmal ein kurzes Problem mit wirren Zeichen beim C128. Danach funktionierte sie aber nach einem reboot. Programme lassen sich über die 1541 Ultimate II problemlos starten. Das "64 Doctor" Cartridge von Trilogic (das sicher weniger Strom zieht als eine 1541UII) wurde mehrfach vom C128 nicht erkannt. Wenn erkannt, liefen die Tests aber erfolgreich durch. Mein erster Verdächtiger war natürlich die Stromversorgung. Der C-1501 Power Monitor zeigt eine Spannung am C128 Userport von 4,6 V bis 4,7V an und das bei 3 unterschiedlichen Netzteilen! Mit der C64 PSU von Elektroware konnte ich Dank C64-C128 PSU Adapter mit dem Power Monitor auch den Strom beim C128 messen - eine Last von 2,3 A (bezogen auf die 5V) wurde angezeigt. Da die C64 PSU vom Hersteller bei 5VDC bis zu 2A spezifiziert ist, könnte der Einbruch auf 4,7 V erklärt werden. Die C128 PSU (gleicher Hersteller) kann bei 5VDC bis zu 4 A und bei 9VAC 1.1A vertragen. Da sollten doch 2,3 A kein Problem sein? Und dann ist da noch das Original Netzteil des C128. Da ich bei drei unterschiedlichen externen Netzteilen, von denen 2 praktisch neuwertig sind, die gleichen unschönen Werte erhalte, halte ich ein Problem mit dem externen Netzteil für unwahrscheinlich.


    Daher hier meine Fragen an die Spezialisten:

    • ist 4,6 V beim C128 akzeptabel ?
    • ist eine Last von 2,3 A im C128 "Leerlauf" (ohne Cartridges, ohne User-Port Module, ohne ext. Floppy LW) normal?
    • wie kann ich "nicht invasiv" (will das Gerät gegebenenfalls zurückgeben) den Stromverbrauch am C128 messen?
    • sind die gemessenen Werte vom C-1501 Power Monitor zuverlässig?
    • gibt es im C128 nach dem Power Connector Bauteile (Elkos, Schutzschaltungen, Dioden etc.), die die eingehenden 5V von der externen PSU wegen eines Bauteil Defektes herunterregeln?

    PS: Nach dem ich den C128 von innen gesehen habe weis ich meine C128DCR Boxen zu schätzen. 8) Mit deren internem Netzteil hatte ich noch nie Probleme - und die C128DCR Platine ist übersichtlicher - sogar Messpunkte habe ich dort von selbst gefunden. Und da gibt es im Bereich 5VDC nie weniger als 4,9 V.

  • frank128

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  • 4.6V sind zuwenig und 2.3A Leerlauf sind zuviel. Der Einbruch wäre u.U. über Kontaktprobleme am Stecker oder Schalter zu erklären.


    Interessant ist, dass bei beiden Electroware PSUs (C64 PSU, C128 PSU) die grüne LED beim Betrieb mit dem C128 leuchtet. Für die C64 PSU ("Status LED - green 5VDC") scheint es kein Problem mit dem C128 zu geben, bzw die PSU erkennt keinen relevanten Spannungsabfall bei 5VDC. Bei realen 4,6V sollte doch die PSU LED kein grün mehr anzeigen? Wenn ich den C-1501 Power Monitor zwischen der externer C64 PSU und dem C128 Power connector schalte, sollten Power Monitor und PSU doch die gleichen Spannungswerte messen? Würden sich hier ein C128 Stecker oder Schalter auswirken?


    Bei meinen C128DCRs kann ich mit Multimeter direkt messen, was für Spannungen vom internen Netzteil kommt. Beim C128 finde ich am Power Connector keine Messpunkte, wo man da am besten messen könnte.


    Wegen der 2.3A: Rechner aufmachen und schauen welcher IC deutlich zu heiss wird, da könnte was defekt sein.

    Das hatte ich schon getestet, weil ich wissen wollte, wo die 2,3 A verbraten werden. Ich konnte da nichts finden.

  • Der C64 hat doch einen runden Powerstecker und der C128 einen quadratischen. Wie schliesst du ein C64-Netzteil an einen C128 an?


    Wegen der LED... das ist wahrscheinlich nur eine LED mit Vorwiderstand, die leuchtet sobald die Spannung oberhalb der Spannung der LED liegt, bei grün sind das etwas über 2V. Da ist ziemlich sicher keine Schaltung drin die die LED erst einschaltet wenn +5V erreicht sind.

  • frank128: Wo hast Du die 4,6 V noch gemessen außer am User-Port? Falls nirgends, würde ich die 5V-Leitung zusätzlich direkt an der Lötstelle der Power-Buchse des C128 messen. Wenn Du dort das gleiche Ergebnis wie am User-Port bekommst, hast Du keinen Spannungsabfall innerhalb des C128 und wäre das gewünschte Ergebnis.

    Wenn dem so wäre, müsstest Du weiter vorne prüfen was los ist bzw. was kommt (am besten mit Last) direkt aus dem Netzteil raus?

  • Da ich das C1501 nicht kenne und nicht weiß, wie genau und zuverlässig das arbeitet, würde ich hierfür ein klassischen Voltmeter oder Multimeter vorziehen.


    Hast Du solch ein Messgerät? Wenn ja, was ergibt die Messung damit am User-Port und an den Lötstellen der Power-Buchse des C128? Wenn Du die zwei Messwerte hast, weißt Du, was am C128 intern abfällt, ob etwas abfällt oder ob nichts abfällt.

    Damit kannst Du beurteilen, ob Du im C128 oder am Netzteil suchen müsstest (oder beidem).

  • ist 4,6 V beim C128 akzeptabel ?

    Am Userport gemessen grenzwertig, der ist am Schluss der Kette. Am Eingang definitiv zu wenig.

    ist eine Last von 2,3 A im C128 "Leerlauf" (ohne Cartridges, ohne User-Port Module, ohne ext. Floppy LW) normal?

    und 2.3A Leerlauf sind zuviel. D

    Nein, das ist OK. Siehe:

    Mein C128DCR braucht Hilfe vom Profi!

  • Da ich das C1501 nicht kenne und nicht weiß, wie genau und zuverlässig das arbeitet, würde ich hierfür ein klassischen Voltmeter oder Multimeter vorziehen.

    Hast Du solch ein Messgerät?

    Ja

    Wenn ja, was ergibt die Messung damit am User-Port und an den Lötstellen der Power-Buchse des C128?
    Wenn Du die zwei Messwerte hast, weißt Du, was am C128 intern abfällt, ob etwas abfällt oder ob nichts abfällt.

    Im ausgeschalteten Zustand liegen an der Powerbuchse Pin1 5,2V an. Beim Einschalten wird dort die Spannung auf 4,7 Volt heruntergezogen. Dh. die Ursache muß hinter dem Powerswitch liegen.

    Damit kannst Du beurteilen, ob Du im C128 oder am Netzteil suchen müsstest (oder beidem).

    Das ist (für mich) schwierig. Sehen wir mal den C128 als Blackbox - ein Stromverbraucher (ob nun defekt oder nicht). Konzentrieren uns auf die C128 PSU, die laut Beschriftung auf dem Netzteil bis zu 3A (und 4A laut technischer Beschreibung auf eBay) auf der 5VDC Schiene vertragen soll, dann sollten 2,3 A die 5V nicht auf 4,7 V herunterziehen können. Die C64 PSU ist vom Hersteller bei 5VDC bis zu 2A spezifiziert, da könnte bei 2,3 A der Einbruch auf 4,7 V erklärt werden. Eventuell zieht der C128 bei der C128 PSU mehr als 2,3 A und die 2,3 A sind ein Limit der C64 PSU, was diese liefern kann. Das kann ich leider nicht direkt messen. In diesem Fall liegt die Ursache beim C128 und nicht beim Netzteil.

  • dann sollten 2,3 A die 5V nicht auf 4,7 V herunterziehen können. Die C64 PSU ist vom Hersteller bei 5VDC bis zu 2A spezifiziert, da könnte bei 2,3 A der Einbruch auf 4,7 V erklärt werden

    Um das PSU zu beurteilen (bzw. dessen Leistung und Regelfähigkeit), musst du die Spannung im PSU messen. Dort wird - ich wette 5 Euro - auch mit Sicherheit nicht einbrechen. Da der 128 aber 2,3 A "zieht", fallen am Kabel, an der Powerbuchse und am Schalter eben kleine Spannungen ab (Stichwort "Übergangswiderstand"), die zu der im C128 gemessenen Spannung von 4,7 V führen.


    Der Konstruktions"fehler" all dieser Netzteile ist: Sie messen die Spannung an ihrem Ausgang und nicht dort, wo sie ankommen soll (im Gerät), daher können sie diese beschriebenen Verluste nicht ausgleichen. Der Commodore-"Würgaround" war: Spannung auf 5,2 bis 5,3 V hochdrehen, dann gleicht sich das (etwas) aus.


    Wollte man es richtig machen, müsste man eine "sense"-Leitung zurück zum Netzteil ziehen und diese als Referenz nehmen.

    ventuell zieht der C128 bei der C128 PSU mehr als 2,3 A und die 2,3 A sind ein Limit der C64 PSU, was diese liefern kann. Das kann ich leider nicht direkt messen. In diesem Fall liegt die Ursache beim C128 und nicht beim Netzteil.

    Der C128 zieht, was er braucht. Den Konstuktionsfehler habe ich oben beschrieben.

    ir war nicht bewusst, das trotz externes Netzteil der C128 noch +9V und +12V separat generiert. Üblicherweise sind doch immer die Elkos an Problemen schuld. Da

    Aber doch nicht, wenn die 5 V nicht passen? :nixwiss:

  • Ich habe nur keine Ahnung, wie ich dessen Funktion ohne auslöten testen kann.

    Das geht nicht. Der muss raus zum Testen. Kannst nur gucken ob der aufgebläht ist oder ausläuft.

    Und wenn du ihn raus hast, kannst direkt nen Neuen nehmen. Und dann gucken ob's läuft.


    Insgesamt sind 2A zu wenig und du überforderst das Netzteil damit. Wird das heiss ?... das kann unter Umständen davon auch kaputt gehen. Würde da schon was mit 3A dranhängen.

  • Um das PSU zu beurteilen (bzw. dessen Leistung und Regelfähigkeit), musst du die Spannung im PSU messen. Dort wird - ich wette 5 Euro - auch mit Sicherheit nicht einbrechen. Da der 128 aber 2,3 A "zieht", fallen am Kabel, an der Powerbuchse und am Schalter eben kleine Spannungen ab (Stichwort "Übergangswiderstand"), die zu der im C128 gemessenen Spannung von 4,7 V führen.

    Du hast die Wette gewonnen.


    C128 ausgeschaltet C128 eingeschaltet
    im C128-PSU Netzteil 5,23V 5,1V
    C128 Power Connector 5,22V 4,91V
    C128 Expansion Port 4,83V
    C128 Userport 4,79V


    Das Problem waren die verfälschten Messwerte durch den C-1501 Power Monitor.

    Der Konstruktions"fehler" all dieser Netzteile ist: Sie messen die Spannung an ihrem Ausgang und nicht dort, wo sie ankommen soll (im Gerät), daher können sie diese beschriebenen Verluste nicht ausgleichen.

    Ich habe durch den C-1501 Power Monitor und (bei der Strommessung) durch den C64-C128 PSU Adapter vermutlich den deutlichen Spannungsabfall selbst herbeigeführt. Ich werde das aber noch einmal überprüfen. Der Spannungsabfall zum Userport (4,79V) ist vermutlich noch innerhalb der Toleranz? Und die 4,83V am Expansion Port - wenn kein Cartridge eingesteckt ist?


    PS: In werde in Zukunft bei solchen Problemen gleich zum Multimeter greifen. Ich wollte den neu erworbenen C128 möglichst "nicht invasiv" auf mögliche Fehler hin überprüfen. Und da erschien mir der C-1501 Power Monitor geeignet.

  • 4,79 ist zwar in der Toleranz. Kommt halt so auf dein Multimeter an, wie genau das so ist. Das ist schon eng.

    Das ist so ein gelbes Billigteil M-830D . Welches Multimeter nutzen den hier die Profis? Und (wenn wir schon mal bei dieser OT Abschweifung bleiben), welcher Oszi wäre für C64/C128 Fehleranalysen nützlich (und bezahlbar).

  • Der Spannungsabfall zum Userport (4,79V) ist vermutlich noch innerhalb der Toleranz? Und die 4,83V am Expansion Port - wenn kein Cartridge eingesteckt ist?

    Ja, gerade so ... "offizielle" Toleranz ist +/- 5 % ... das ist 5 V + 0,25 V / -0,25 V = 4,75 .. 5,25 V.


    Innerhalb dieser Grenzen funktioniert das Werkl *garantiert* ... weil die Hersteller sich keine zusätzliche Arbeit aufhalsen wollen, ist diese Toleranz natürlich wesentlich weiter gefasst. Also: Ja, passt. :thumbup:

    Du hast die Wette gewonnen.

    Na, wenn du das einsiehst :-D , dann bitte 5 Euro an das Forum64 überweisen (PayPal Link ganz unten auf der Seite) und erledigt.. :thumbup:

  • Ein Multimeter, das Frequenzen bis 20mhz mitmacht ist vollkommen ausreichend. Nen Logiktester dazu und alles ist gut. Am Multimeter würde ich da nicht sparen. Die Dinger gibt's in sehr guter Ausführung für 50 bis 80 euro maximal.


    Ein Oszi wirklich brauchen ... für normale Reparaturen eher nicht.


    Wenn du Laufwerke einstellen willst, dann brauchst das, aber ansonsten kommst du mit dem check64 diagnose tool und nem Multimeter in der Regel gut klar. Es sei denn du willst es ganz genau wissen wie das alles läuft. Ist nicht uninteressant. Kommt drauf an was du machen willst.


    Bei der Kaufberatung halte ich mich etwas zurück, da bin ich aktuell nicht auf dem Laufenden.