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Amiga 2000 Netzteil reparieren ?

  • Moin,


    ich habe meinen A2000 in den letzten Monaten langsam zusammengeschustert. Jetzt habe ich nurnoch ein Problem mit dem original Netzteil.


    Der A2000 geht erst nach mehrmaligen Ein- und Ausschalten des Netzteils an. Ich habe testweise mal ein aT-NT mit Adapter angeschlossen und damit Zickt der A2000 nicht rum.


    Kennt sich jemand mit den Netzteilen aus ? Kann man anhand des Fehlerbildes was zu dem Problem sagen ?


    Ich traue mich nicht an Netzteile ran, habe einmal einen gewischt bekommen und das hat mir als Jugendlicher dann auch gereicht.


    Gruß,

    Dennis

    C116, C16, Plus4, VC20, C64, SX64, C128, C128D,C128DCR, Amiga 600 mit Furia, Amiga 500, Amiga 500+ mit Supradrive500XP und 8 MB, Amiga 2000 (im Aufbau), Sinclair ZX Spectrum, Atari 520ST, Atari 800XL, Atari 2600 DV, Nintendo NES,Nintendo 64, Sega Megadrive 1, PS1, PS2.

  • Voigoth

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  • Hallo,

    also ganz einfach mal zu Schaltnetzteilen ...


    Gefährlich sind die nur, wenn die an der Steckdose hängen und eingeschaltet sind.

    Auch bei dem über 30 Jahre alten Amiga 2000 sind Widerstände eingebaut, die die Netzelko in spätestens 2 Minuten so weit entladen haben, dass die nicht mehr gefährlich sind.


    Ich habe in der letzten Zeit 5 Amiga 2000 Netzteile repariert. Bei allen war es immer einer der 2 Netzelko, der einen ESR in der Nähe von KiloOhm angenommen hatte und einer der 2200µF / 16 Volt Elkos in der Nähe der Gleichrichterdioden auf dem Kühlblech / Alublock. Die hatten dann einen Kurzschluß.


    Bei einem Netzteil hatte ich so einen kleinen 10µF / 50V Elko in dem Heißkleber übersehen.

    Der hat sich dann aber knallend und stinkend nach dem Tausch aller anderen Elkos im Netzteil selbst ausgebaut und gezeigt.


    Mein Tipp:

    Alle Elkos in dem Netzteil kann man bei Reichelt oder Völkner neu kaufen. Auch die großen.

    Es macht keinen Sinn, da nur einzelne Elkos zu wechseln.


    Wenn ein 12Volt Lüfter drin ist und das Netzteil nach dem Elkowechsel ohne den Lüfter nicht läuft und auch nicht tickt, summt oder brizzelt (Also hochfrequent zirpt), dann ist es die Überwachung des Lüfters.

    Ein Lüfter, der mindestens 50mA zieht bei 12V muß dann da sein, damit das Netzteil anläuft.


    Die Amiga-Netzteile, zumindest die die ich da hatte, sind nicht "selbstregulierend" und brauchen eine Last mindestens auf der 5 Volt Schiene von etwa 1 Ampere.


    Ich habe zum Test der Netzteile eine H4 Birne aus dem Auto genommen und den Fernlicht (55 Watt) an die 12V des Laufwerksteckers gehängt und die 5V an das Abblendlicht (50Watt). Die Masse ist gemeinsam und man kann mit ein paar Steckkabelschuhen so ein Leuchtmittel wunderbar anschließen.


    Auch im Amiga sind in der Nähe der Spannungsversorgung Elkos, die man neu machen sollte.

    Auch wenn es "Gleichspannung" heißt so hat der Ausgang des Netzteils noch eine Menge Rippel und Peaks, die diese Elkos an dem Spannungsversorgungsanschluß ihr Leben lang aushalten mussten.

    Kostet nicht die Welt, ist aber ein bisschen Gefummel.


    Ich habe auch auf den Amiga alle Elkos neu gemacht, weil die Boards alle ja schon wegen der ausgelaufenen Batterien raus hatte und auch die Baustelle bearbeiten musste.


    Wenn Du das Netzteil ausprobieren willst, nach Deiner Lötarbeit: Gründlich nach Kurzschlüssen / Lötbrücken und besonders auf die Polarität der Elkos achten.

    Wenn Du schon einmal "eine gewischt" bekommen hast und daher Respekt vor Schaltnetzteilen hast, dann baue die Platine vor jedem Test wieder richtig in das Gehäuse ein und wenn Du nochmal ran musst, dann ziehe immer erst den Stecker aus dem Netzteil, warte 5 Minuten und beginne dann erst die Platine wieder herauszunehmen. Dann kann Dir nichts passieren.


    Beim AT-Netzteil musst Du den Jumper 300 auf dem Board umstecken, weil das "Tick" Signal fehlt.

    Seit Juli 2019 wieder mit dem Commodore Virus infiziert.

    Aktuell: C64 Reloaded MK2, C64C, C64 Brotkasten Original, C64 Brotkasten in blassgrau, Amiga 500, Amiga 600, Amiga 2000 (Octagon 2008), Amiga 2000 mit PC-XT, VIC20, Commodore 16 mit 64KB Umbau nach ComputeMit Zeitschrift..

    Edited once, last by Der_Alte_Bastler: Wegänzt um das "Tick" Signal Teil. ().

  • Danke für die ausführliche Erklärung. Ich denke ich werde mal auf dem Marktplatz eine Anzeige schalten, ggf. kann ja jemand die Lötarbeiten übernehmen.


    Gruß

    Dennis

    C116, C16, Plus4, VC20, C64, SX64, C128, C128D,C128DCR, Amiga 600 mit Furia, Amiga 500, Amiga 500+ mit Supradrive500XP und 8 MB, Amiga 2000 (im Aufbau), Sinclair ZX Spectrum, Atari 520ST, Atari 800XL, Atari 2600 DV, Nintendo NES,Nintendo 64, Sega Megadrive 1, PS1, PS2.

  • Also mal so am Rande ...

    Ich habe mich letztes Jahr Ende August auch mit CBR 600 RR hingelegt und dabei die Maschine und meine Motorradkombi ziemlich zerlegt. Vom Helm ganz zu schweigen.

    Aber als ich die Zerrungen, Blauen Flecken und Quetschungen soweit auskuriert hatte, habe ich das Motorrad wieder repariert, einen neuen Helm und eine neue Kombi gekauft und bin nun wieder langsam und vorsichtig dabei wieder in die alte Form zu finden.


    So solltest Du das auch angehen.

    Nur weil Du mal "eine gewischt" bekommen hast, gleich ganz zu sagen "Nee, mache ich nicht mehr" ist nicht gut.

    Du musst ja nicht damit anfangen in dem Netzteil unter Spannung rumzumessen.

    Einfach langsam und mit dem nötigen Respekt wieder ran an die Materie.

    Auch wenn Du mehrmals checkst, ob der Stecker wirklich raus ist und 30 Minuten wartest, bevor Du das Netzteil wieder in die Hand nimmst nach dem Ausschalten.


    Du schaffst das auch alleine und es ist ein tolles Gefühl, wenn man später dann auch mal mitreden kann, wenn jemand über Schaltnetzteile und Fehler darin redet.


    (Mein Gott, ich klinge schon wie meine Mutter damals ...)

    Seit Juli 2019 wieder mit dem Commodore Virus infiziert.

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