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Unbekanntes C64-Modul "KEX" mit RAM und Pufferbatterie. Was ist es?

  • Hallo zusammen,


    ich habe auf dem Flohmarkt in einer Kiste mit vielen Cassetten ein Modul gefunden, bei dem ich nicht weiß was es sein könnte... Da unter den Cassetten auch einige C64-Spiele (auf Tape) dabei waren, vermute ich, dass das Modul für den C64 bestimmt war/ist.



    Auf der Platine ist der Schriftzug "KEX" aufgedruckt. Auf einem der 2 gesockelten Chips ist per Hand ebenfalls "KEX" geschrieben worden.


    Die 2 IC-Bausteine sind beschriftet mit:

    • RCA Z CDM6264E3 814 (könnten 8K RAM sein?)
    • PAL16L8ACN 8806 (ein EPROM? PAL16R8)

    Außerdem ist ein 4facher DIP-Schalter-Block verbaut, ein Poti und eine Pufferbatterie. Die Unterseite der Platine ist nicht bestückt. Es sieht so aus, als wäre der Dip-Schalter "hochgesockelt" worden, damit er aus dem Gehäuse rausschaut.


    Ich hatte noch keine Gelegenheit, das ganze mal in einem C64 zu testen, wobei ich ehrlich gesagt etwas Angst habe, ein völlig unbekanntes Modul einfach anzustecken und womöglich den Computer zu schädigen (?).


    Hat vielleicht jemand von euch eine Idee, was der Zweck dieses Moduls war? Was hat das "KEX" auf dem Platinenlayout zu bedeuten? War das mal irgendein "offizielles" Projekt? Gibt es Software dafür?


    Grüße,

    Stefl0n

  • Das ist ein 8 kB SRAM und ein PAL (programmierbarer Logikbaustein).


    Ich würde mal raten, damit kann man ein CBM80-Modul (und wahrscheinlich noch andere, daher die DIP-Schalter) emulieren - zuerst schaltet man das Ding auf IO1 oder IO2, lädt das Modul rein und schaltet dann um auf ROM. Die Batterie ist dazu da, dass das RAM auch nach dem Ausschalten den Modulinhalt noch beibehält, man es also nicht jedes Mal neu beladen muss,


    Das PAL macht die ganze Logik für die Umschaltung, Adressierung, usw.


    So eine ganz frühe Form eines "Easy Flash für Arme".


    [EDIT]


    Ach ja, richtig, wie oben geschrieben, "KEX" könnte auch "Kernal Expansion" oder so was heißen. Das Prinzip bleibt aber gleich.


    [/EDIT]

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

    "Diskutiere nie mit einem Idioten - er zieht dich auf sein Niveau hinunter und schlägt dich dort mit seiner Erfahrung!" - Volksweisheit.


  • Ich würde mal raten, damit kann man ein CBM80-Modul (und wahrscheinlich noch andere, daher die DIP-Schalter) emulieren - zuerst schaltet man das Ding auf IO1 oder IO2, lädt das Modul rein und schaltet dann um auf ROM. Die Batterie ist dazu da, dass das RAM auch nach dem Ausschalten den Modulinhalt noch beibehält, man es also nicht jedes Mal neu beladen muss,


    Das PAL macht die ganze Logik für die Umschaltung, Adressierung, usw.


    So eine ganz frühe Form eines "Easy Flash für Arme".

    Ich würde anhand dieser Beschreibung eher sagen, es handelt sich um eine Art Entwickler-Kit für jemanden, der Module entwickeln und testen will.

  • Vielleicht ein Kernal-Ersatz, etwa wie es in skoe.de/kernal/kernal-cartridge.pdf beschrieben ist? Oder auch einfacher gestrickt, wobei die /HIRAM-Detektion nicht umgesetzt wird (also das RAM via Port $01 nicht mehr von der CPU gelesen werden kann - dafür bräuchte man ja noch mal 8 KByte Spiegel-RAM für das RAM unterhalb des Kernals, wenn ich da richtig gelesen habe).

    Für ein einfaches "CBM80"-Modul ist da ein PAL für die Logic doch "überdimensioniert", oder? Vielleicht ist das wegen den entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten durch die Dip-Switches, wo eventuell sonst diverse TTL-Gatter anfallen?


    Gut, man soll vielleicht bei "KEX" nicht zu viel hineininterpretieren, das "K" muss ja nicht zwangsläufig etwas mit Kernal zu tun haben. Kann ja auch sonst irgend ein Name des Herstellers sein ...


    Ist das Modul schon real getestet worden?

  • Für ein einfaches "CBM80"-Modul ist da ein PAL für die Logic doch "überdimensioniert", oder? Vielleicht ist das wegen den entsprechenden Konfigurationsmöglichkeiten durch die Dip-Switches, wo eventuell sonst diverse TTL-Gatter anfallen?

    Nein, denn irgendwie musst du das Ding ja beschreiben können. Schreibzugriffe auf ROML und ROMH landen aber immer im RAM "darunter", weil die C64-Designer davon ausgingen bzw. festgelegt haben, dass ausschließlich (EP)ROM an ROML und ROMH vorkommen.


    Und ein SRAM. das man nicht beschreiben kann macht arg wenig Spaß in diesem Modul.


    Deshalb vermute ich, dass man es per IO1 und/oder IO2 beschreiben kann; daher das PAL, es muss z. B. die Adresslogik bereitstellen beim Schreiben, da 8 Adress-Bits zu wenig sind sind für 8 kB. Und weil das ein TTL-Grab würde, hat man eben ein PAL genommen.

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


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  • Nein, denn irgendwie musst du das Ding ja beschreiben können. Schreibzugriffe auf ROML und ROMH landen aber immer im RAM "darunter", weil die C64-Designer davon ausgingen bzw. festgelegt haben, dass ausschließlich (EP)ROM an ROML und ROMH vorkommen.


    Und ein SRAM. das man nicht beschreiben kann macht arg wenig Spaß in diesem Modul.

    Aber wie im PDF beschrieben, die Schreibaktion ins RAM kann man ja im SRAM "mitschreiben" (wenn der richtige Dip-Switch umgelegt ist). Leseaktionen auf den Kernal-Bereich wird dann immer aus dem SRAM geliefert (ev. auch per Dip-Switch deaktivierbar). Das Umschalten per $01 sei einmal vernachlässigt (was ja die recht aufwändige /HIRAM-Logik wie im PDF beschrieben erforderte. Aber auch für das würde man einiges an Dekodierlogik brauchen, die man gerne in einem PAL zusammengefasst hat, oder?

    Deshalb vermute ich, dass man es per IO1 und/oder IO2 beschreiben kann; daher das PAL, es muss z. B. die Adresslogik bereitstellen beim Schreiben, da 8 Adress-Bits zu wenig sind sind für 8 kB. Und weil das ein TTL-Grab würde, hat man eben ein PAL genommen.

    Glaub ich eh auch, dass zu der Zeit das eher so etwas war. Mir geht ging es oben eher um das Gedankenspiel, nämlich ob es theoretisch nicht auch so etwas hätte sein können.

    Aber um auf IO1/2 zurückzukommen. Wenn ich da quasi Register für die Adressierung von Speicherstellen im SRAM bilde (die mir das PAL dekodiert), brauch ich da nicht ein Latch, das mir dann z.B. die höherwertigen Bits speichert? Reicht da ein PAL überhaupt?

  • Wenn ich da quasi Register für die Adressierung von Speicherstellen im SRAM bilde (die mir das PAL dekodiert), brauch ich da nicht ein Latch, das mir dann z.B. die höherwertigen Bits speichert? Reicht da ein PAL überhaupt?

    Ich habe mich zuletzt vor 30 Jahren mit PALs beschäftigt und kann mich nicht mehr erinnern, aber ich denke, ein Latch bekommt man damit hin. Sind ja auch nur Gatter, im Prinzip. Vielleicht kann uns da jemand "erhellen".

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


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    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

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  • Ich habe mich zuletzt vor 30 Jahren mit PALs beschäftigt und kann mich nicht mehr erinnern, aber ich denke, ein Latch bekommt man damit hin. Sind ja auch nur Gatter, im Prinzip. Vielleicht kann uns da jemand "erhellen".

    Bei mir ist es nicht so lange her, würde mich bei weitem nicht als PAL-Spezialisten sehen, aber da müsste bei einem PAL 16L8 dann 5 der 8 Ausgabeleitungen den 5 Adressleitungen spendieren (natürlich auch 5 Eingabeleitungen der 16). Ob man dann den Rest der notwendigen Logik mit den verbleibenden Leitungen zusammenbringt, übersteigt allerdings meine Einschätzung (wenn nicht sowieso schon am Holzpfad war). ;)

    Vielleicht bräuchte man dann da eher schon ein CPLD, oder so ...

  • da müsste bei einem PAL 16L8 dann 5 der 8 Ausgabeleitungen den 5 Adressleitungen spendieren (natürlich auch 5 Eingabeleitungen der 16). Ob man dann den Rest der notwendigen Logik mit den verbleibenden Leitungen zusammenbringt, übersteigt allerdings meine Einschätzung

    Naja, sonst braucht es ja nicht allzu viel. Als CBM80-Cartridge praktisch nix, das hat ja sonst normalerweise auch keine Gatter. Und Bankswitching gibt es bei einem 8 kB-RAM auch keines. Höchstens die Umschaltung ROML/ROMH auf /CS des RAM wäre noch zu erledigen, kann aber auch per DIP erfolgen.


    Aber ja, ein Schaltplan wäre toll. :-)

    "Wenn du überredet, ermahnt, unter Druck gesetzt, belogen, durch Anreize gelockt, gezwungen, gemobbt, bloßgestellt, beschuldigt, bedroht, bestraft und kriminalisiert werden musst. Wenn all dies als notwendig erachtet wird, um deine Zustimmung zu erlangen, dann kannst du absolut sicher sein, dass das, was angepriesen wird, nicht zu deinem Besten ist." - Quelle unbekannt.


    "Steve Jobs hat User hervorgebracht, Jack Tramiel Experten." - Quelle unbekannt.

    "Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen." - Voltaire.

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