Heute so repariert ...

Es gibt 2.980 Antworten in diesem Thema, welches 537.475 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag (19. November 2025 um 07:50) ist von Saskia.

  • Zwar bin ich bis jetzt nicht so der Reparaturprofi wie viele von euch, aber ich habe mich mal an etwas versucht.

    Ich bin aus einer Haushaltsauflösung an einen alten Commodore 1084 gekommen. Zustand war unbekannt, und der sah ziemlich mitgenommen aus. Äußerlicher Eindruck war folgender: Vorbesitzer war wohl Kettenraucher, daher war das Gehäuse und der Bildschirm mit einer bräunlichen Schmutzschicht/Ablagerung überzogen. Die Frontklappe fehlte komplett. Weiterhin fiel auf, dass das Netzkabel durchtrennt und mit einem Schalter versehen wurde, der sonst an Tischlampen dran ist. Der saß auch noch in ungünstiger Position, und das Gehäuse von diesem war einfach zugeschmolzen worden, kein schöner Anblick. An einer zweiten Stelle war das Kabel nochmal durchtrennt und mit einer Lüsterklemme(!) geflickt.

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    Wie befürchtet ließ sich der Netzschalter am Gerät nicht drücken, noch nicht mal festklemmen konnte man da was wie bei defekten Schaltern, die nicht einrasten. Da schien gar nichts zu sein. Ein Versuch der Inbetriebnahme führte aber dennoch zu einem Bild, wobei sich ein Wackelkontakt bemerkbar machte, manche Farben fielen immer mal wieder aus. Nun ja, zumindest erschien mir der noch rettbar, und die kritischen Bereiche (Zeilentrafo, Ablenkeinheit u.a.), an die ich lieber nicht ran gehe schienen noch in Ordnung. Also hab ich ihn zunächst mal von außen gereinigt (vor allem unten und an den Potis war er extrem versifft) und dann geöffnet. Innen war er noch schlimmer versifft, voller "Kneipengeruch", der Netzschalter war halb zerbrochen sowie angekokelt und kurzgeschlossen, das Ganze schlecht verlötet. Der Schaft des Schalters fehlte völlig. Auch die Haltenase des Einschubs der Netzplatine war abgebrochen.

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    So wollte ich den nicht lassen, also neues Netzkabel besorgt, Ersatz-Netzschalter beschafft und zumindest das Gehäuse gereinigt. Dann Einschub mit Netzplatine entfernt, neues Netzkabel reingezogen, neuen Schalter angelötet und montiert. Leider passte der nicht ganz exakt in die kleine Plastikbrücke zum Anschrauben, also musste von dem Gehäuse des neuen Schalters bisschen was abgeschliffen werden. Danach passte es aber.

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    Dann noch die Scartbuchse nachgelötet, da waren mehrere Lötstellen gebrochen. Der Einschub der Netzplatine geht glücklicherweise fast bis an die Rückseite des Gehäuses, also hab ich da noch was zwischen die Plastikwände geklebt, so dass der Einschub zumindest bei geschlossenen Gehäuse trotz abgebrochener Haltenase nicht mehr zurück rutschen kann, wenn man den Netzschalter betätigt. Das Ganze wieder zusammengebaut. Zu guter Letzt habe ich noch die fehlende Frontklappe ersetzt.. Eigentlich sah alles ganz gut aus. der folgende Test war grundsätzlich positiv.

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    Nur die weißen/hellgrauen Bereiche wirken etwas rosastichig, wenn die Helligkeit stärker herunterreguliert wird. Bei etwas höherer Helligkeitseinstellung ist alles weiß, was weiß sein soll. Woran liegt das? Vielleicht ist das normal bei diesem Modell? Es ist nur ganz leicht und nur bei niedriger Helligkeitseinstellung.

    Na ja, und er mieft halt noch etwas, wenn er im Betrieb warm wird...

  • Dann noch die Scartbuchse nachgelötet, da waren mehrere Lötstellen gebrochen.

    Das musste ich damals bei meinem auch machen, scheint ein oft vorkommendes Problem bei dem Modell zu sein.

  • Hab heute wieder mal eine 1541 repariert, die ich am letzten Commodore Stammtisch zur Reparatur bekommen hab.

    Symptom: Dauerlauf, sowohl Power LED als auch Activity LED bleiben dunkel.

    Verdacht: 5V ausgefallen?

    Also zunächst kurz nachgemssen -> ja, 5V fehlen.

    Aus der Erfahrung heraus gleich mal losgelegt und somit den entsprechenden Gleichrichter getauscht.....shit, Problem besteht allerdings weiterhin!

    Ok, dann wirds vermutlich der Spannungsregler sein? Den also auch getauscht....jedoch wieder Fehlanzeige, immer noch keine 5V!

    Somit hab mich dann mit dem Trum etwas näher befassen müssen, und festgestellt, dass auf den 5V ein Kurzschluss ist!

    (hätt ich natürlich gleich am Anfang messen können, und mir bissl Löterei erspart, aber meistens liegt es in so einem Fall ja am Gleichrichter ;) )

    Also mal gefühlt, ob den evtl. irgendein IC verursacht und brennheiß wird? Blieben aber alle eiskalt.

    Dann mal beim Netzteil angefangen, und die nächsten Verdächtigen (Dioden und Elkos für die Spannungsaufbereitung) durchgemessen...und siehe da, C5 (47uF, 16V) war komplett durch.

    Also den durch einen passenden neuen ersetzt - und yeah, die 1541 geht wieder :)

    (obwohl es eine Newtronics ist - der Kopf ist bei der glücklicherweise noch heil :) )

  • Aber Vorsicht !

    Hochspannung.

    Eigentlich sollte man diese Potis nur mit Testbild Generator und Oszi möglichst gleich einstellen.

    Ja, mal schauen, das kann ich ja in Ruhe angehen und da ggf jemand hinzuziehen.

    Es ist auch bei normaler Helligkeitseinstellung nicht so stark bemerkbar (auf den Bildern kommt es stärker heraus als es in Wirklichkeit ist)

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  • Sega Dreamcast von einem Forumskollegen zur Reparatur erhalten. Ein neuer Encoder-Chip sollte rein. Die Dreamcast hatte einen Bildausfall, lief aber offenbar im Hintergrund. Hab den Lötjob übernommen. Hier ein paar Impressionen.

    Alten Chip zum Auslöten vorbereitet (zur Sicherheit die in der direkten Umgebung liegenden Elektrolytkondensatoren gegen Hitze abgeschirmt, poppen ja mal gerne auf...).

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    Pads reinigen und vorbereiten für den Einzug des Encoder-Chips...

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    Ergebnis nach Auflöten und gründlicher Reinigung prüfen...

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    Better than factory... :D

    Und dann der finale Test...

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    Läuft wieder. Liest auch Spiele ein. Ein offenbar wieder glücklicher Dreamcast Besitzer aus diesem Forum... ;)

  • Schorsch352 Da ist dann einer der Potis auf der NB Platine eine Spur zu groß eingestellt. Und zwar der für ROT.

    Kleiner Nachtrag zur Aufbereitung des 1084: Das Rosa ist weg, wie Sorbas sagte: das Poti R704 am NB war etwas zu hoch eingestellt (fast voll aufgedreht).

    Na ja, in dem Monitor ist halt schon jemand drin gewesen, Stichwort kurzgeschlossener Netzschalter, ka was da alles verstellt wurde...aber jetzt passt es soweit.

  • Was für ne Klasse Arbeit, sieht wie neu aus. Und richtig gut ist auch das du das für jemanden gemacht hast. 👍👍😃😃

  • Gestern musste ich natürlich gleich eine von den neuen "The Goonies"-Platinen von CapFuture1975 aufbauen. Leider hatte ich die Version bestellt, die noch einen Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen. enthält: Die Kathoden-Pads der LED sind nicht mit der Massefläche verbunden. Aber das ließ sich mit zwei kleinen (sehr schwarzen) Patch-Kabeln beheben, sieht man gar nicht auf der Platine. Und ja, die Platine hatte ich noch nicht saubergemacht. ;)

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    Und da ich die restlichen Platinen nicht wegwerfen, sondern auf den Marktplatz bringen möchte, hier ein paar Möglichkeiten zum nachlesen, wie die LED mit Masse verbunden werden können:

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    Man kann natürlich auch die (verbundenen) Masseflächen freikratzen, aber das sieht ja nicht so schön aus …

    :hammer:

  • Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.Heute die Platine vom Nachbarn für den Frästischvorschub seines Fräsers repariert. War nur eine 1N4007 auf Durchgang und ein 24 Ohm Widerstand war durchgebrannt.

    C128D | PI1541 | Sidekick64 | SidkickPico | VICIDizer128 | RGB2HDMI for VDC | Yaumataca | C=Key | PS2 Mouse Adapter | U3!-Adapter | Modulatorersatz for Lumacode

  • Einen Gardinenstangenhalter der gebrochen war, durch

    einen 3D gedruckten getauscht :)

    Das Drachenboot liegt schon am Strand.

    Die Königin sie zittert.

    Und wenn der Wind die Segel bläht,

    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • Repariert, kleinen aber chicken und edlen Harman/Kardon BT Lautsprecher repariert. Von Freunden für umme bekommen, beide LS drin waren durchgerissen. Ziemlich viel Klebezeug drin, aber alles reparierbar.
    Ersatz gab es aus AliFornien...

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    Schönes und portables Gerät, wenn man unterwegs ist und wenig Platz in den Taschen hat.

  • Heute habe ich mir endlich mal die Zeit genommen und den Apple-Monitor eines lieben Forumskollegen auf den Operationstisch genommen:hammer:

    Siehe auch unter Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.

    Der Monitor hatte lt. Besitzer schon zwei vergebliche Reparaturversuche hinter sich.

    Zuerst wurden alle Kondensatoren getauscht, was immerhin schon mal ein Bild hervorbrachte, aber bisher halt kein brauchbares.

    Dann muss der Monitor wohl bei einem Radio-/Fernsehtechniker gewesen sein, der aber die Reparatur mangels genau passenden Servicemanuals abgelehnt hatte.:nixwiss:

    Na ja, jetzt sollte halt ich mal mein Glück versuchen, nachdem ich ja schon ein paar Commodore-Monitoren ein zweites Leben schenken konnte:D

    Also gut... ein Apple-Monitor... so was hatte ich ja noch nie auf der Werkbank...

    Nicht dass ich jetzt zum Apple Fanboy werden sollte, aber schick und kompakt hat der kleine Monochrom-Monitor schon ausgesehen^^

    OK, frisch ans Werk. Mal schauen, ob wir da etwas retten können:nixwiss:

    Erst mal den Ist-Zustand festgestellt. Dazu das Luma-Signal von einem C64 an der Videobuchse zugeführt.

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    OK, wir bekamen ein Bild. Es sah so aus, als wenn nur die horizontale Synchronisation ausgefallen wäre.

    Man konnte sogar den blinkenden Cursor vom C64 erkennen.

    Also das Gerät geöffnet.

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    So schön es aussieht, wenn alles so kompakt gebaut ist...

    ... aber für den Service ist es eher hinderlich, weil man nirgends so recht rankommt.

    Also weiter zerlegt, bis man an die Platine kam.

    Hier sind lauter neue Elkos zu sehen. Das ist schon mal sehr gut, weil die ja mit zunehmenden Alter nicht besser werden.

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    Mir ist natürlich gleich der Einstellregler VR501 (H.-Hold) ins Auge gefallen.:freak Wer erkennt ihn auf dem obigen Bild?

    Sollte es so einfach sein?:nixwiss:

    Leider kommt man ganz schlecht im Betrieb an den Regler... und man muss natürlich aufpassen wegen der hohen Spannungen im Gerät.

    Hab ihn dann mal mit abgeschraubter Platine so aufgestellt, dass man ihn einschalten konnte. Aufgepasst, das keine Bauteile irgendwas berühren und ein Kurzschluß verursachen könnten.

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    Von oben konnte man den H.-Hold-Regler sehen, wenn man am Trafo vorbei runtersah.

    Hab mir dann aus meinen Modellbaubeständen einen dünnen runden Holzstab so zurechtgeschnitzt, dass vorne eine Schraubendreherklinge entstand.

    So erst mal im ausgeschalteten Zustand probiert, ob man gefahrlos am Regler drehen konnte.

    Jetzt wurde es ernst. Den C64 (für das Signal) und den Monitor mit abgeschraubter Platine eingeschaltet und mit dem dünnen Holzstab am Regler gedreht.

    ... und... Hurra, wir haben ein stehendes Bild:juhu:

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    OK, das Bild war rel. weit nach unten verschoben, aber immerhin.:)

    Jetzt ging es ans Einstellen.

    Dabei hat mir ein Servicemanual weitergeholfen. Bitte melde dich an, um diesen Anhang zu sehen.

    Das war zwar von einem anderen Apple-Monitor, aber er schien in wesentlichen Teilen baugleich zu sein.

    Zuerst die Spannung am Emitter des Längstransistors geprüft. Es waren 17,9V wobei der Sollwert 18,8V sein sollte. Konnte dann mit VR701 bis auf 18,3V hochregeln mehr ging nicht.

    Dann geschaut wie man denn das Bild etwas breiter bekommt.

    Aha, kein Trimmer sondern die Spule L503 war dafür zuständig. Damit das Bild etwas breiter eingestellt.

    Sah jetzt schon etwas besser aus, aber das Bild war etwas zu weit rechts und viel zu weit unten.

    Zur Zentrierung des Bildes gab es aber keine Einstellregler, sondern das musste man über Magnetringe am Bildschirmröhrenhals machen.

    Die Ringe waren mit Heißkleber fixiert, den musste ich erst mal wegknubbeln.

    Dann eingeschaltet und den ersten Ring gedreht... Super das Bild kam höher und weiter nach links. Diesen Ring musste ich rel. weit ca. 50 Grad verdrehen.

    Den zweiten Ring dann zur Feinjustage auch noch etwas (vielleicht 15 Grad) verdreht. Dann war das Bild ziemlich gut in der Mitte:thumbsup:

    Die Ringe dann wieder mit Heißkleber gegen verdrehen gesichert.

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    So... jetzt alles wieder zusammengeschraubt und das Gehäuse geschlossen.

    Das Bild nochmal kontrolliert... sieht jetzt so aus:

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    Bin ganz glücklich, wieder mal einem Retrogerät ein zweites Leben verschafft zu haben.:thumbsup:

    Ich denke so kann der Monitor wieder zu seinem Besitzer zurück. Der wird sich sicher über die gelungene Reparatur freuen.:applaus:

    Viele Grüße

    Manfred

    Elektronikbastler:thumbsup:

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  • Es gehört schon etwas Mut dazu die Magnetringe am Bildröhrenhal zu verdrehen :) ;)

    aber bei dir braucht man sich auch keine Sorgen machen.
    Wir sind aus der Rubrik: eiskalte Bastler :) ;)

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    dann hab ich Blut gewittert.

    Einmal Wikinger immer Wikinger.

  • rayden

    Ich bin gelernter Radio und TV Techniker. Ich passe auf mich
    auf seit 1975 :) ;)

    Aber trotzdem vielen Dank für die Sorge um uns :) <3

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