- Interessanter Beitrag
Zwar bin ich bis jetzt nicht so der Reparaturprofi wie viele von euch, aber ich habe mich mal an etwas versucht.
Ich bin aus einer Haushaltsauflösung an einen alten Commodore 1084 gekommen. Zustand war unbekannt, und der sah ziemlich mitgenommen aus. Äußerlicher Eindruck war folgender: Vorbesitzer war wohl Kettenraucher, daher war das Gehäuse und der Bildschirm mit einer bräunlichen Schmutzschicht/Ablagerung überzogen. Die Frontklappe fehlte komplett. Weiterhin fiel auf, dass das Netzkabel durchtrennt und mit einem Schalter versehen wurde, der sonst an Tischlampen dran ist. Der saß auch noch in ungünstiger Position, und das Gehäuse von diesem war einfach zugeschmolzen worden, kein schöner Anblick. An einer zweiten Stelle war das Kabel nochmal durchtrennt und mit einer Lüsterklemme(!) geflickt.
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Wie befürchtet ließ sich der Netzschalter am Gerät nicht drücken, noch nicht mal festklemmen konnte man da was wie bei defekten Schaltern, die nicht einrasten. Da schien gar nichts zu sein. Ein Versuch der Inbetriebnahme führte aber dennoch zu einem Bild, wobei sich ein Wackelkontakt bemerkbar machte, manche Farben fielen immer mal wieder aus. Nun ja, zumindest erschien mir der noch rettbar, und die kritischen Bereiche (Zeilentrafo, Ablenkeinheit u.a.), an die ich lieber nicht ran gehe schienen noch in Ordnung. Also hab ich ihn zunächst mal von außen gereinigt (vor allem unten und an den Potis war er extrem versifft) und dann geöffnet. Innen war er noch schlimmer versifft, voller "Kneipengeruch", der Netzschalter war halb zerbrochen sowie angekokelt und kurzgeschlossen, das Ganze schlecht verlötet. Der Schaft des Schalters fehlte völlig. Auch die Haltenase des Einschubs der Netzplatine war abgebrochen.
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So wollte ich den nicht lassen, also neues Netzkabel besorgt, Ersatz-Netzschalter beschafft und zumindest das Gehäuse gereinigt. Dann Einschub mit Netzplatine entfernt, neues Netzkabel reingezogen, neuen Schalter angelötet und montiert. Leider passte der nicht ganz exakt in die kleine Plastikbrücke zum Anschrauben, also musste von dem Gehäuse des neuen Schalters bisschen was abgeschliffen werden. Danach passte es aber.
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Dann noch die Scartbuchse nachgelötet, da waren mehrere Lötstellen gebrochen. Der Einschub der Netzplatine geht glücklicherweise fast bis an die Rückseite des Gehäuses, also hab ich da noch was zwischen die Plastikwände geklebt, so dass der Einschub zumindest bei geschlossenen Gehäuse trotz abgebrochener Haltenase nicht mehr zurück rutschen kann, wenn man den Netzschalter betätigt. Das Ganze wieder zusammengebaut. Zu guter Letzt habe ich noch die fehlende Frontklappe ersetzt.. Eigentlich sah alles ganz gut aus. der folgende Test war grundsätzlich positiv.
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Nur die weißen/hellgrauen Bereiche wirken etwas rosastichig, wenn die Helligkeit stärker herunterreguliert wird. Bei etwas höherer Helligkeitseinstellung ist alles weiß, was weiß sein soll. Woran liegt das? Vielleicht ist das normal bei diesem Modell? Es ist nur ganz leicht und nur bei niedriger Helligkeitseinstellung.
Na ja, und er mieft halt noch etwas, wenn er im Betrieb warm wird...