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Bender

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1

Friday, March 13th 2009, 8:54am

Zylinder ohne Kompression - Gefahr

Besteht eine große Gefahr wenn man ein Auto fährt wo der 4te Zylinder keine Kompression mehr hat?

Wir holen uns heute ein neues Gebrauchtes, aber das alte Auto fährt halt noch (rappelt im Leerlauf). Nu sagte mir der Techniker das die Gefahr besteht das Benzin in die Ölwanne kommt und eine Explosionsgefahr besteht. Nu überlege ich halt das Auto noch zu fahren solange es noch versichert ist und dann in die Presse damit. Das wären noch ca. 3 Wochen. Aber auch nur innerorts und wenn max. 30 Kilometer.

maxandmolly

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2

Friday, March 13th 2009, 10:01am

Keine Kompression bedeutet das der Zylinder undicht ist.
Können viele Ursachen haben:
Kolbenringe, Kolben defekt, Zündkerzengewinde, Ventielfeder, Ventile hängen gebrochen, Loch im Motor ect.
Es kann sein das das Benzinluftgemisch in die Ölwanne gelangt und nicht verbrennt, das Öl wird schlechter und schmiert nicht mehr so gut.
Hast du den einen erhöhten Benzinverbrauch, Fehlzündungen ect. Hast du mal den Ölstand kontrolliert oder die Zündkerzen ausgebaut?
Wie sieht das Öl aus und in welcher Farbe Qualmt der Auspuff? Wie beschleunigt der Wagen?

Gefahr: Motorschaden und liegenbleiben, Explosion hängt von oberen Faktoren ab!
Gruß

Frei nach der Devise:
MUST GUCKEN.... MACH FERTIG !!
:haps:

This post has been edited 3 times, last edit by "maxandmolly" (Mar 13th 2009, 10:13am)


lynx(hitmen)

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3

Friday, March 13th 2009, 10:10am

RE: Zylinder ohne Kompression - Gefahr

Besteht eine große Gefahr wenn man ein Auto fährt wo der 4te Zylinder keine Kompression mehr hat?

Wir holen uns heute ein neues Gebrauchtes, aber das alte Auto fährt halt noch (rappelt im Leerlauf). Nu sagte mir der Techniker das die Gefahr besteht das Benzin in die Ölwanne kommt und eine Explosionsgefahr besteht. Nu überlege ich halt das Auto noch zu fahren solange es noch versichert ist und dann in die Presse damit. Das wären noch ca. 3 Wochen. Aber auch nur innerorts und wenn max. 30 Kilometer.


Ab in die Presse mit der alten Karre!So ein Auto fährt nicht wirtschaftlich und säuft (vermutlich ) bald wie ein Loch!In der Tat kann es zu schweren Motoschäden kommen,ich habe selber mal einen C Kadett gesehen,bei dem das Pleuel durch das Gehäuse geschlagen ist weil der Druck im Kurbelgehäuse zu groß wurde
"Leute mit Minderwertigkeitskomplexen";"Bestenfalls jämmerlich";"Losern für selbstverliebte Loser";"Natürlich sind Bild-Leser dumm","arme Würstchen"-Beleidige ich irgendwen persönlich?

4

Friday, March 13th 2009, 10:12am

Nein, die Gefahr einer Explosion unverbrannter Gase geht gegen Null.
Entweder sind´s die Kolbenringe, ein Riss/Undichtigkeit im betreffenden Brennraum oder die Ventile. Letzteres und ein Riss sind völlig unproblematisch.

Bei defekten Kompressionsringen kommt im Verdichtungstakt tatsächlich unverbranntes Gemisch in den Bereich unter dem Kolben (Kurbelgehäuse). Theoretisch besteht dadurch Explosionsgefahr.
Aber: Wie soll das Gemisch denn dort gezündet werden? Und: Motoren besitzen eine Kurbelgehäuse-Entlüftung, d.h. Überdruck in der Ölwanne wird in den Ansaug (Luftfilterkasten) abgleitet. Somit gelangt das Gemisch wieder in die Brennräume.

Fahr die Schüssel bis zum Exitus. Könnte aber eher kommen, als Du jetzt denkst, denn durch das Bezin im Kurbelgehäuse wird das Öl immer mehr verdünnt.


EDIT: Kein Pleuel schlägt durch, weil der Druck im Kurbelgehäuse gestiegen ist. Das Pleuel gibt wegen falscher Belastung seinen Geist auf. Es dürfte klar sein, dass ein Motor mit einen defekten Zylinder ziemlich ungleichmäßige Kräfte auf alle Pleuel und die Kurbelwelle weitergibt.

This post has been edited 1 times, last edit by "ONKEL OGGO" (Mar 13th 2009, 11:35am)


lynx(hitmen)

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5

Friday, March 13th 2009, 10:30am



Da hast Du Recht..Ich würde so ne Karre nicht weiterfahren..Die Gefahr stehen zu bleiben,wäre mir zu groß.Zumal die Versicherung und vater Staat die restbeträge zurückbezahlt
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6

Friday, March 13th 2009, 10:37am

In einem Zylinder , in dem der Kraftstoff nicht verbrannt wird, kommt es zur Abwaschung des Ölfilms.
Der daraus resultierende Verlust der Schmierung zieht in jedem Fall weitere mechanische Beschädigung
des Laufzeugs nach sich.
Edit: Ein hochfrequentes Quietschen wird den Exitus des Motors evtl. wenige Sekunden vor dem Stillstand ankündigen.
In diesem Fall sofort auskuppeln und rechts ran. ;)

This post has been edited 1 times, last edit by "feuertonne" (Mar 13th 2009, 10:45am)


7

Friday, March 13th 2009, 11:32am

Ich muss meinen Ratschlag oben widerrufen, denn ich kann in einem öffentlichen Forum keinem dazu raten, ein Fahrzeug mit gravierendem Motorschaden im Straßenverkehr zu benutzen. Und dem Bender schonmal garnicht. Ich bin da etwas zu leichtsinnig ...

Leute, sowas ist gefährlich und kann in Stockcar-ähnlichen Situationen enden.

Die Gefahr von plötzlichem Ölverlust ist enorm und andere Verkehrsteilnehmer werden stark gefährdet.
Das verursacht, auch ohne Gefährdung, neben Kosten zudem noch Ärger mit dem Ordnungsamt/Straßenmeisterei.

1hdsquad

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8

Friday, March 13th 2009, 12:56pm

Tja, ein blockierender Antriebsstrang inklusive der Reifen sollte nach einem Kolbenfresser im Bereich des moeglichen liegen, oder? Verklopp dir Karre lieber...

Wiesel

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9

Friday, March 13th 2009, 1:06pm

Leute, macht mal keine Panik hier. In den seltensten Fällen ist wirklich was ganz übel im Sack, deswegen erstmal die wichtigste Frage: Um was für ein Auto handelt es sich?

Die VW-Motoren der späten 80er und frühen 90er Jahre sind alle undicht, das liegt an den Ventilen bzw. der unzureichenden Härtung der Ventilsitze. Sowas zu fixen kostet ein Schweinegeld (Kopf raus, Ventile raus, Löcher bohren, Büchsen setzen, Sitze+Ventile planen+härten, Kopf und Block planen), oder man fährt einfach weiter. Die Kompression wird auch nur bei niedrigster Drehzahl gemessen (nämlich mit dem Starter und durch das Zündkerzen-Gewinde), so dass bei dynamischer Belastung (sprich: Motor läuft) der Kompressionsverlust kaum (zumindest aber "weniger") auffällt. Ich bin meinen alten Passat (Typ 35i, 1,8L 90PS, Kennbuchstabe ABS, Baujahr 1991) gut eine viertelmillion Kilometer mit zwei kompressionsarmen Zylindern gefahren (das war damals der Grund, warum ich die Karre für'n Appel und 'n Ei bekommen habe). Es hat mich selbst gewundert, wie lange der Wagen noch gefahren ist! Ich würde ihn wahrscheinlich heute noch fahren, wenn ich keinen Unfall damit gehabt hätte.

Die Gefahr von Ölfilmabriss sehe ich auch nur, wenn das Gemisch viel zu fett ist. Das kommt bei G-Kat Autos aber nur in den ersten paar Minuten kontrolliert vor, danach ist die Lambdasonde heiß und das Gemisch stimmt. Unverbrannt kommt's auch nicht an der Lambdasonde bzw. dem Kat vorbei, denn gezündet wird ja immer noch. Außerdem müssen wir hier von einem wirklich alten Auto ausgehen, wenn Bender es so emotionslos in die Presse schicken will, deswegen ist davon auszugehen, dass sich auf den Zylinderwänden bereits eine Graphitschicht gebildet hat. Bei so schön eingefahrenen Teilen würde ich schätzen, dass man gut 5000 km komplett ohne Öl fahren kann. Einzig die Kühlung muß dann ein bischen mehr leisten, denn die Kühlwirkung des Öls fehlt in so einem extremen Fall (der ganz sicher nicht vorliegt).

Motorentlüftung ist auch ein gutes Stichwort, denn was der 4. Zylinder nicht verbrennt, verbrennen dann halt die anderen drei. Die Lambdaregelung magert dann so lange ab, bis das Gemisch wieder stimmt. Ein paar Kilometer in der Stadt würde ich damit immer fahren, aber man muß sich dabei immer darüber bewusst sein, dass man ein Auto ohne Betriebserlaubnis fährt, denn die Abgaswerte stimmen sehr wahrscheinlich nicht. Im schlimmsten Fall kann die Polizei das Auto vor Ort stillegen, das ist dann in etwa so schlimm wie "liegenbleiben". Für beide Fälle empfiehlt sich die Mitgliedschaft im ADAC, denn der schleppt dann kostenlos ab.

Jens
größter Sauhund aller Zeiten.

sauhund

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10

Friday, March 13th 2009, 1:18pm

Quoted

Edit: Ein hochfrequentes Quietschen wird den Exitus des Motors evtl. wenige Sekunden vor dem Stillstand ankündigen. In diesem Fall sofort auskuppeln und rechts ran.


wie langweilig... warum nicht einfach runterschalten und vollgas? knallt bestimmt toll =)
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Bender

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11

Friday, March 13th 2009, 5:47pm

Na dann werden wir ja viel Spass haben, der neue Wagen ist erst Dienstag da. Vielleicht hält er noch bis dahin, ansonsten pack ich der Frau schon mal eine Decke ein ......diabolisch grins.............

Aber Fakten: Kein erhöhter Benzinverbrauch, eigentlich nur im Leerlauf bemerkbares Wackeln und Rappeln, als wenn die Drehzahl zu niedrig ist. Ab 2000 Touren läuft er wie immer. Den Schaden hat er jetzt seit Dienstag, daher mach ich mir da keinen Kopf. Wenn er platt geht, ist er platt. Muss man halt Bahn fahren.

Sheltem

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12

Friday, March 13th 2009, 6:52pm

Ja dann geht das ja noch. Ich fuhr 8000KM mit nem Turbo Golf der das auch hatte. Aber egal, den Diesel hab ich ja nu schon lange nicht mehr. Die 8k KM hatter der sogar ne defekte lagerdichtung am Turbo, so das ich beim Gasgeben alles irgenwie blau einnebelte. Frass natürlich Öl wie sau.

13

Friday, March 13th 2009, 10:35pm

Einen direkten Ölfilmabriss durch den Überstrom befürchte ich auch am wenigsten, denn es wird im defekten Zylinder ja munter weitergezündet und verbrannt. Die überströmende Menge Sprit dürfte da (bei warmer Zylinderwandung) nicht ausschlaggebend sein. Ich vermute die Gefahr eines Kolbenklemmers / - Fressers ist etwa so hoch wie beim Kaltlauf, keinesfalls drüber.
Da schätze ich das bis Dienstag zu vernachlässigende Risiko der Ölverdünnung höher ein. Und infolge dessen leidet zunächst der gesammte Ventiltrieb und ganz enorm die Kurbelwellen-Lagerschalen. Die dort autretende Reibungsenergie ist um einiges höher als an der wassergekühlten Zylinderwandung. Einhergehend mit dem Abfall des Öldrucks und dem bevorstehenden Kochen des Motoröls signalisiert der Motor das zuerst mit einem feinen Klickern vom Ventiltrieb, dann schaltet sich die Kurbelwelle mit einem lautstarken Klackern ein, und dann ist´s nimmer weit zum Infarkt.

Das Problem bei einem einzelnen defekten Zylinder ist für mich aber hauptsächlich das ungleiche Kräfteverhältnis am Kurbelstrang. Da kommen hochfrequente Schwingungen auf, die zum Bruch an den Pleuel führen können (an der Kurbelwelle weniger). Das ist aber stark abhängig vom Fahrverhalten. Wenn man schonend fährt, kann das noch ewig halten. Fahr doch mal ständig zwischen 4000 und 6000 U/min hin und her. :bgdev

Das größte zu erwartende Übel wäre meiner Meinung nach ein Liegenbleiben mit ölverschmierter Fahrbahn.
Ich würde das Risiko eingehen, aber ich wohne auch auf dem Land, da ist das wiederum etwas anderes.
Leg Dir halt Bindemittel in den Kofferraum. Dann brauchste die Straßenmeisterei nicht zu bemühen.

Pleuel hab ich schon mehrere gesehen, die sich durch´s Gehäuse verabschiedet haben. Das gibt zwar ´ne Sauerei, aber das komplette Öl verliert man dabei auch nicht. Hab noch keins gesehen, das sich direkt nach unten durch die Ölwanne verabschiedet hat. Die gehen immer nur nach schräg vorne oder schräg nach hinten aus dem Block.

Bei so schön eingefahrenen Teilen würde ich schätzen, dass man gut 5000 km komplett ohne Öl fahren kann. Einzig die Kühlung muß dann ein bischen mehr leisten, denn die Kühlwirkung des Öls fehlt in so einem extremen Fall (der ganz sicher nicht vorliegt).
Wie willst´n das dem armen Ventiltrieb und den Kurbelwellenlagern 5000km lang erklären? :P
Aber rein den Zylinder / Kobenringe betreffend stimme ich Dir voll zu.

Hab schon Motoren geöffnet, die ohne Wasser bis zur schichtweisen Auflösung der Lagerschalen gefahren wurden. Die Zylinder waren immernoch einwandfrei.

1hdsquad

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14

Friday, March 13th 2009, 10:42pm

Onkel Oggo, du scheinst Ahnung von Autos zu haben *thumbs up*

15

Saturday, March 14th 2009, 8:02pm


Die VW-Motoren der späten 80er und frühen 90er Jahre sind alle undicht, das liegt an den Ventilen bzw. der unzureichenden Härtung der Ventilsitze..

Sorry, das ist völliger Tinnef. Ich hatte in meiner Lehrzeit (84-87) in einer VAG-Werkstatt mehrere Köpfe runter und kann das nicht bestätigen.
Die Gefahr von Ölfilmabriss sehe ich auch nur, wenn das Gemisch viel zu fett ist.

Was bei einem unverbrannten Gemisch der Fall ist.
Die Kompression wird auch nur bei niedrigster Drehzahl gemessen

Schon mal etwas von einer Druckverlust-Prüfung gehört ?

Ich stimme Oggo voll zu, die Gefahr ist zu groß das etwas passiert. Lass die Karre lieber stehen.

This post has been edited 1 times, last edit by "feuertonne" (Mar 14th 2009, 8:11pm)


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16

Sunday, March 15th 2009, 1:22am

Hmmmm... so langsam krieg' ich ne Ahnung davon, wie sich andere Nicht-Nerds fühlen müssen, wenn ich von Computern rede. Ich hab' selten sowenig im Forum64 verstanden, wie in diesem Thread. ?(

Bender

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17

Sunday, March 15th 2009, 9:55am

@Oggo: Beeindruckend

Der Wagen hat die Fahrt gestern noch gut überstanden, Montag nochmal und dann kann er ausruhen.