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Thunderblade

Wahrscheinlich die Nr.1

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41

Thursday, May 24th 2012, 2:20pm

Wie schön, wieder mal eine Diskussion, warum der Amiga gegen den PC verloren hat... Ach ja.

Da muss man ganz am Anfang anfangen. :)

Teil 1:

1985: Amiga 1000 - 1987... 2 JAHRE SPÄTER!!!: Amiga 500 und 2000, mit quasi der selben Hardware-Ausstattung. Kein 68010/20, oder höhere Taktung, kein umfassendes OS-Update, und die größte Neuerung im Grafikbereich war der Halfbrite-Modus. Das war doch schon ein absoluter Witz. Die Original-Amiga-Entwickler hatten besseres parat, Commodore wollte es aber nicht bauen, da es zu teuer geworden wäre. Mal eben in die Vergangenheit gucken und sehen wie sich die Preise für alle Komponenten entwickelt haben - nämlich nach unten - und man hätte technisch einen weiteren Quantensprung geschafft.

Doch die PC-Absatzzahlen waren schon unglaublich hoch, weil die Unternehmen massig einkauften. Gegen die Millionen/Milliarden, die in die Kassen von M$ und Intel gespült wurden, wurde immer schwieriger anzukommen.

Als 1992 der A1200 und der A4000 vorgestellt wurden, wurde langsam klar: Das wird nix mehr.

Teil 2:

Dank der sehr treuen Community hat sich das System einigemaßen am Leben gehalten.

Ende der 90'er war Apple fast am Ende: Mac OS 9 war unglaublich lahm (von wegen keine 68k-Emulation mehr) und wäre nicht Steve Jobs gekommen, wäre Apple vielleicht untergegangen. Und die PC-User merkten auch langsam, dass sie reingelegt worden waren: Hatten sie doch in den 80'ern noch Icons und Mausbedienung als "Spielerei" bezeichnet - man arbeitete schließlich professionell mit MS-DOS - brauchte Windows 3.11, Windows 95 und 98 immer mehr Ressourcen und wurde immer instabiler.

Es war Platz da für einen neuen Amiga. Es hätte noch etwas werden können. Für Avantgardisten, ehemalige Apple-User oder genervte PC-Nutzer interessant. Doch Escom war längst futsch, und der neue Inhaber Gateway verstrickte sich immer mehr, ließ den Ankündigungen keine Resultate folgen.

Dann kamen die x86-Macs und mit Windows 2000/XP hörten die schlimmsten PC-Stabilitätsprobleme auf. Selbst eingefleischte Amiga-Freaks stellten sich einen PC daneben oder wechselten zu Apple. Der Streit Warpup vs. Powerup sowie AGA vs. RTG tat sein übriges.

DrZarkov

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42

Thursday, May 24th 2012, 2:39pm

Zitat von »Amigerix« Ach so und mit der Festplatte war das anfangs auch nicht so einfach. Statt der "normalen" 2,5 Zoll wurden lang 3,5 Zoll verbastelt.(Kosten)
Bis bald Amigerix

Habe gerade in meinen A1200 geschaut und überlegt, wie das hätte überhaupt platzmäßig gegangen wäre, ohne die Abschirmung zu entfernen ... urban legend? Haben da evtl. die USER selbst "kostengünstig" eine Platte nachgerüstet? Der Kontroller ist ja immer onboard dabei gewesen.


Ich habe 1996 mit großer Begeisterung und ganz bewusst einen A1200 und keinen Pezeh gekauft. Bei MLC, hier in Moers. Dort war auch eine 3,5" Festplatte verbaut. Das ist überhaupt kein Problem, wenn man keine zwei linken Daumen hat. Und außerdem gab es 1 Gb zum Preis von 170 Mb als 2,5" von Escom. Ich hatte das Komplettpaket mit "RandyRom" genommen: Das war ein Adapter 2,5" auf 3,5", der auf den internen Port gesteckt wird. Dort war ein normales 3,5" Bandkabel dran, am inneren Stecker war die Platte, Strom bekam sie vom Floppyport, wo der Stecker gegen einen handelsüblichen 3-Fach Stecker getauscht wurde, das äußere Ende des IDE-Kabels ging aus dem Gehäuse raus, zum externen CD-Rom. Heute bauen Cracks sogar ein Notebook-CD-Rom in das normale Tastaturgehäuse! Dann passt allerdings nur noch eine kleine Festplatte, bzw. heute ein CF-Cardreader am IDE-Port.

Ich hatte allerdings den A1200 schon nach wenigen Monaten in ein Towergehäuse verfrachtet, da mit die Lösung von MLC erstens nicht ganz geheuer und zweitens auch recht unschön war. Ich denke, dass das Tastaturgehäuse des A1200 beim Erscheinen schon total unzeitgemäß war, da man damit ja nur Kinder angesprochen hat. Ein Desktopgehäuse wäre wahrscheinlich keine 10 DM teurer (möglicherweise sogar billiger) geworden, da man ja Teile von der Stange hätte nehmen können. Aber von Marketing verstanden die bei Commodore und später Escom nicht sehr viel...
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MaTel

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Thursday, May 24th 2012, 3:15pm

Ich habe 1996 mit großer Begeisterung und ganz bewusst einen A1200 und keinen Pezeh gekauft. Bei MLC, hier in Moers. Dort war auch eine 3,5" Festplatte verbaut. Das ist überhaupt kein Problem, wenn man keine zwei linken Daumen hat. Und außerdem gab es 1 Gb zum Preis von 170 Mb als 2,5" von Escom. Ich hatte das Komplettpaket mit "RandyRom" genommen: Das war ein Adapter 2,5" auf 3,5", der auf den internen Port gesteckt wird. Dort war ein normales 3,5" Bandkabel dran, am inneren Stecker war die Platte, Strom bekam sie vom Floppyport, wo der Stecker gegen einen handelsüblichen 3-Fach Stecker getauscht wurde, das äußere Ende des IDE-Kabels ging aus dem Gehäuse raus, zum externen CD-Rom. Heute bauen Cracks sogar ein Notebook-CD-Rom in das normale Tastaturgehäuse! Dann passt allerdings nur noch eine kleine Festplatte, bzw. heute ein CF-Cardreader am IDE-Port.


Das es kein Problem ist, ist mir bewußt. Würde ich auch hinbekommen. Aber so wurde der Amiga nicht ab Werk verkauft. Es war eine Frickellösung, die nachträglich von Dritten/Zulieferern/Händeln implantiert wurde.
Hardware- und Softwaremessie

lemon03

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Thursday, May 24th 2012, 3:37pm

Sorry, bei mir funktioniert die Zitatfunktion nicht recht.

@ Amigerix

Quoted

Ich kann mich noch erinnern, mir damals den gerade neuen A1200 bei Karstadt Dortmund gekauft zu haben. Ab nach Hause und aufgebaut.
Und dann kam das grosse "Erwachen". Fast alles was ich an Spielen hatte, lief erstmal nicht.


War das einer der neuen A1200 von Amiga-Technologies? Denn die hatten dummerweise ein Diskettenlaufwerk eingebaut, was mit den NoDOS-Formaten zwecks Kopierschutz nicht klarkam. Erst gab es von einer Firma einen Hardware-Fix, dann wurden von AT neue Laufwerke eingebaut.

Ehrlicher

Antriebsschwacher Entscheidungsneurotiker

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Thursday, May 24th 2012, 4:19pm

In dem Falle wäre es besser gewesen wahrscheinlich einfach einen "Amiga 2" auf den Markt zu werfen, mit "Amiga 1" Modus.

Wie ein anderer Forist schon schrieb, das waren die AGA-Rechner. Der Chipsatz ist rückwärtskompatibel, wenn man ihn sauer nach den Commodore Guidelines programmiert.
?STRING TOO LONG ERROR IN 10
READY.

^TePe^

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Thursday, May 24th 2012, 4:24pm

In dem Falle wäre es besser gewesen wahrscheinlich einfach einen "Amiga 2" auf den Markt zu werfen, mit "Amiga 1" Modus.

Wie ein anderer Forist schon schrieb, das waren die AGA-Rechner. Der Chipsatz ist rückwärtskompatibel, wenn man ihn sauer nach den Commodore Guidelines programmiert.


Wenn man das gemacht hätte hätte es wohl vieles nie gegeben ;)

Was mir Anfang der 90er am meisten gefehlt hat war eine preiswerte VGA Karte als Einstieg. Eine PC Karte kostete damals nur noch 200 DM, beim Amiga konnte man gleich ne Null dran hängen, erst später kamen dann bezahlbare (nicht preiswerte) Karten von Village Tronic und Macro Systems.


TP

Retro-Nerd

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Thursday, May 24th 2012, 4:25pm

Und das "Early Startup Menu" haben viele User wohl einfach nicht gefunden. Damit liefen schon deutlich mehr der alten Amiga 500 Klassiker (Cache deaktivieren und OCS Chipsatz auswählen).

Amigerix

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Thursday, May 24th 2012, 5:02pm

Was würde Atze Schröder sagen:" Ja,Nee is klar".
Ich hatte einen Original Commodore A1200, nur hinterher ist man schon schlauer. Dann gab es eine Software die das ein wenig geradebog. Und an das Startmenue hat man erst später gedacht. Ich hab ihn erstmal zurüchgeschleppt und umgetauscht. Heute habe ich einen von ESCOM, der hat aber schon sein 2.LW drin. Dafür ist er komischerweise noch relativ weiss. Mein A600 ist dagegen dunkelgelb.
Bis bald Amigerix
Nimm das Leben nicht so ernst, du kommst da eh nicht lebend raus.

Superingo

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Thursday, May 24th 2012, 5:55pm

Der Amiga 1200 war gegenüber dem 500er einfach kein"Quantensprung" er bot einfach kein "Must Have"
Als ich zur Zeit des 64ers die ersten Grafiken von "defender of the Crown" sah wusste ich "so einer MUSS irgendwie her"
Die Unterschiede in der Grafik ECS/AGA sucht man mit der Lupe.
Genau daran ist Commodore gescheitert.
Es gab einfach keine "Killer-App" wofür man einen 1200er unbedingt hätte haben wollen.

Ich bin der Meinung, hätte man einen AMIGA 2 mit z.B: CD Rom und Grafikfähigkeiten nahe der PS1 auf den Markt geworfen, hätte man die Killer_App geboten.
Die PS1 kam 1994 raus, die Technologie hätte verfügbar sein KÖNNEN
"Alles grosse in der Welt passiert nur, weil jemand mehr tut als er muß"
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Thursday, May 24th 2012, 6:02pm

Der Amiga 1200 war gegenüber dem 500er einfach kein"Quantensprung" er bot einfach kein "Must Have"
Als ich zur Zeit des 64ers die ersten Grafiken von "defender of the Crown" sah wusste ich "so einer MUSS irgendwie her"
Die Unterschiede in der Grafik ECS/AGA sucht man mit der Lupe.
Genau daran ist Commodore gescheitert.
Es gab einfach keine "Killer-App" wofür man einen 1200er unbedingt hätte haben wollen.

Ich bin der Meinung, hätte man einen AMIGA 2 mit z.B: CD Rom und Grafikfähigkeiten nahe der PS1 auf den Markt geworfen, hätte man die Killer_App geboten.
Die PS1 kam 1994 raus, die Technologie hätte verfügbar sein KÖNNEN


Nö, Commodore hätte wie Atari nur zukaufen können, die krochen Entwicklermäßig schon längst auf dem Zahnfleisch und wussten überhaupt nicht mehr richtig wie der Amiga überhaupt funktioniert, irgend jemand meinte das man AGA um das ECS Design herum gebaut hatte weil keiner mehr richtig Plan von hatte.

Apples Mac OS war nie dermaßen fest mit der Hardware verheiratet wie das beim Amiga der Fall war, das was ihn 1985 stark macht brach ihm 1995 das Genick.

Micha

lemon03

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Thursday, May 24th 2012, 6:18pm

Und an das Startmenue hat man erst später gedacht.


Das kann man nun beim besten Willen nicht dem Amiga vorwerfen.

Retro-Nerd

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Thursday, May 24th 2012, 6:22pm

Zumindestens lagen dem Amiga auch Handbücher bei. ;)

Lutz G

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Thursday, May 24th 2012, 6:25pm

Ich weiß nicht, ob Ihr dieses Video schon kennt, aber ich war leicht erschrocken, als ich es gesehen habe.

Ich war früher selbst in der Anti-DOSen Fraktion, habe das aber immer als jugendlichen Überschwang gedeutet. Was hier aber von den Moderatoren und dem Escom-Dingsbums erzählt wird, finde ich schon etwas herbe.

"Moloch Intel-Microsoft" So was könnte man sich heute in seriösen Umgebungen gar nicht mehr vorstellen. Und dann immer die Behauptung, der Amiga kann dies und das schon seit 10 Jahren. Wen interessiert das denn? Wichtig ist was die Rechner (der damaligen Zeit) aktuell auf dem Kasten haben.



Über genau den Clip bin ich neulich gestoßen, und hab dazu dann im Computer-Club Forum (CC2) folgendes gepostet:

-snip-

(...)

Schlimm wenn der Escom Chef punkto Amiga 1200 bzw 4000 von "nicht renovierungsbedürftig" fabuliert. Genau diese Arroganz, die die Realität des 1995 längst veralteten Amiga verkennt, war letztendlich sein Tod (ebenfalls s.o.)

http://www.cczwei-forum.de/cc2/thread.ph…75181#post75181

-snap-


oder auch hier:


-snip-

http://www.cczwei-forum.de/cc2/thread.ph…68046#post68046

Was den Niedergang des Amiga angeht - dazu ein Auszug aus meinem Lotek64 Artikel:

Wer zu spät kommt den betraft das Leben...

Ich habe im Amiga Magazin 3/1991 genau so ein Moment gefunden im Interview mit Commodore Deutschland Geschäftsführer Helmut Jost

Genau diese unheilvolle Kombination aus Arroganz, Inkompetent und Ignoranz dürfte die Weichen für den Niedergang des Amiga gestellt haben:

"AMIGA: Die Standards, speziell die Grafikstandards, die der Amiga gesetzt hat. werden von anderen Maschinen mittlerweile erreicht bzw. übertroffen - man denke da an VGA und Super-VGA. Wie reagiert Commodore?

Jost: Es ist zu früh, etwas über unsere Pläne zu sagen. A 500 und A 2000 sind gestandene Produkte; der Amiga ist von Haus aus so grafikfähig, so innovationsfähig, da besteht kein Bedarf.
Es ist sicher, daß wir hier in anderen Bereichen auch andere Trends verfolgen. Für Anwendungen wie CAD/CAM und im Videobereich oder fürs Fernsehen brauchen wir auch Amigas mit höheren Auflösungen und mehr Farben. Solche Verbesserungen werden sicher noch dieses Jahr aktuell."

Dass es im Amiga Lager auch Stimmen gab die den dringenden Handlungsbedarf erkannten, zeigt das Editorial von Amiga Magazin Redakteur Albert Absmeier in der selben Ausgabe:

"Das derzeit jüngste Mitglied der Familie, der Amiga 3000, ist von seinen technischen Daten her allerdings nicht mehr der Weisheit letzter Schluß. Zu nah sind die Konkurrenten mit ihrer Grafikauflösung herangekommen. Hier müßte Commodore wieder in die Offensive gehen und neue, im Preis-Leistungs-Verhältnis unschlagbare Amigas mit beispielsweise 1024 x 768 Punkten und 4096 Farben aus einer Palette von 16,8 Millionen präsentieren. Für diese Auflösung gibt es inzwischen auch erschwingliche Farbmonitore. Damit könnte Commodore wieder die berühmte Nasenlänge Vorsprung für sich beanspruchen. Nur, bald müßten sie halt kommen, die neuen Systeme."

-snap-



Lutz

DrZarkov

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Thursday, May 24th 2012, 6:26pm

Für einen User, der bisher immer nur Disketten reinschieben konnte, war es halt eine große Herausforderung, ein Blick in das Handbuch zu werfen. :whistling: Aber nichts desto trotz hätte AGA schon 1988, als man es entwickelt hatte, auf den Markt kommen müssen. Leider ist da ja künstlich vom unfähigen Management bei Commodore gebremst worden. Leider hat man aus den Fehlern nichts gelernt: Escom ließ gleich 100.000 Amiga1200 produzieren, die nach der Escom-Pleite erst einmala uf Halde lagen. Obwohl es Nachfolgeentwicklungen gab (den unsäglichen Walker und ein Jahr später den A5000 und den A6000 von DCE) durften diese nicht rausgebracht werden, da man ja erst die alten A1200 abverkaufen wollte. Mit wirklich neuer Hardware kontinuierlich 1996 und 1997 wäre die Geschichte wohl anders verlaufen. Da hatte "Papa" Petro" wohl zu lange bei Commodore gearbeitet, um dies zu erkennen.
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lemon03

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Thursday, May 24th 2012, 6:53pm

Escom ließ gleich 100.000 Amiga1200 produzieren, die nach der Escom-Pleite erst einmala uf Halde lagen.


Das ist wirklich etwas kurios. Ausgerechnet den Rechnertyp produzieren, der bei den Herstellern wegen inzwischen mangelnder Leistung abgeschrieben war.

Und warum sollten Amiga-Freunde sich einen neuen unveränderten Amiga kaufen, der bei ihnen vielleicht sogar mit Upgrades längst auf dem Tisch stand?

Superingo

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Thursday, May 24th 2012, 8:19pm

Vermutlich war es einfach so, das für die 1200er einfach noch die Teile rumlagen und man erstmal bissl Geld damit verdienen wollte ?

Den 1200er hätten die wie damals den 16er bei Aldi loschlagen und das Geld in die Entwicklung eines neuen Amiga stecken sollen.

Ich bin fest davon überzeugt, der AMIGA hätte dringend 3D fähig gemacht werden müssen.

Aber mal eine andere Frage : Wo sind denn die Amiga 1200 die wie Blei in den Regalen lagen hingekommen ?
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Thursday, May 24th 2012, 8:31pm

Ich bin seit ewigen Zeiten Amiga Mensch gewesen, bis 96/97 der Pc bei mir Einzug gehalten hat.

Also ich bin mal ehrlich, nichts gegen der Amiga Scene, es wurden klasse Tools und Demos gebastelt. Hab mit der Amigakiste auch so manche Mark verdient.... Aber! mir wurde erst später bewusst, mit was für ein immer wieder halbfertigen Mist man sich immer wieder rumärgern musste. Da wurden Prg's verkauft die nur halbherzig fertig geschraubt wurden. Ein OS was von Haus aus schon immer so einige dutzende Macken hatte, ich sage nur mal die anfällige Speicherverteilung - und das nur mal als Beispiel. Man hat sich in vieler Hinsicht zu weit aus dem Fenster gehangen, meine Meinung.

Na ja, so wie Commodore halt war...
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Thursday, May 24th 2012, 8:40pm

Die merkwürdige Zusammenstellung der A1200 Hardware habe ich auch nie wirklich verstanden. Fähige Ingenieure hat Commodore ja zweifellos gehabt, die allerdings ständig von irgendwelchen Management-Pfeifen ausgebremst wurden.

Ich habe mich immer gefragt, warum der 1200´er kein HD-Laufwerk bekommen hat. Soviel teurer kann das Ding bei den Einkaufsmengen wohl nicht gewesen sein, außer dem Tausch des Drives hätte man ja nix ändern müssen. Ich meine mich zu erinnern, daß Lucas Arts damals die Beschränkung auf DD-Disketten mit als Grund angab, keine Amiga Software mehr entwickeln zu wollen.

Der PCMCIA-Slot war auch einfach nur sinnfrei; so froh man heute darüber sein kann, gab es damals keine sinnvolle und preisgünstige Hardware, die man da hätte reinstecken können. Dafür hätte man dem Rechner lieber 1MB Fast-RAM spendieren sollen, damit wäre das Ding mit absolut geringem Aufwand doppelt so schnell gewesen. Oder wenigstens ein PS/2 Sockel hätte auf dem Board sein müssen.

Und warum man bei den damaligen Preisen statt einer 3 1/2" lieber eine 2 1/2" Platte für den internen Einbau vorgesehen hat, ist ein weiteres Rätsel. Platz wäre auf jeden Fall da gewesen. Sehr sinnig war es ebenfalls, den IDE Anschluß nicht als externe Schnittstelle bereit zu stellen. Aus vielen A1200 quollen damals häßliche Flachbandkabel aus dem Gehäuse, um ein CD-ROM anzuschließen. Andererseits wurde für einen integrierten TV-Modulator Geld ausgegeben, den (zumindest in meinem Bekanntenkreis) kein Schwein benutzt hat. Ende der 80´er wäre sowas serienmäßig im A500 sinnvoller gewesen.

Ich kenne zwar die damaligen Preise nicht, wäre ein 68EC030 bei den Mengen so viel teurer als der schnöde EC020 gewesen ?

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Thursday, May 24th 2012, 8:44pm

Das aber der Amiga trotz allem einen gewissen Charme und Beliebtheit hatte, sieht man ja an Foren wie dieses ;)

DrZarkov

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Thursday, May 24th 2012, 8:47pm


Aber mal eine andere Frage : Wo sind denn die Amiga 1200 die wie Blei in den Regalen lagen hingekommen ?


Wie Blei ist ja übertrieben. Die letzten 30.000 wurden nach Indien verkauft, sie wurden dort in Kabelfernsehnetzen und bei kleinen Fernsehstudios eingesetzt. Die Dinger sind ja Genlock- und PAL fähig und eigneten sich bestens für Untertitel, Senderlogoeinblendung, und auch komplette Filmbetitelung. Das alles zu einem Preis, der in Indien konkurrenzfähig war.
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