Ich bin mal so frei und fange einen neuen Thread an... Zwischenzeitlich habe ich mir meinen eigenen Eprommer gebastelt, ich habe den Eindruck, den brauche ich in Zukunft noch öfter.
Zwischenzeitlich habe ich auch den "Macher" von damals angeschrieben und auch eine sehr nette Antwort bekommen, aber dazu später.
Das Modul besteht aus einem 27C512 Eprom, einem 10µF-Kondensator, einem Umschalter (Modul aus/ein), einem 74LS02B1, einem 74LS1751 und oben drauf, einem Expansionsportsteckplatz für ein Expansionsmodul wie die 17xx oder dem geoRAM ('wobei es mit der geoRAM zu ein paar Problemen kommen kann).
Auf dem Eprom ist das GEOS-System selbst und eine Spezial-Desktop-Version gespeichert. Ist auf einer Arbeitsdiskette kein Desktop vorhanden, wird automatisch der sogenannte romTop vom Modul in den C64 geladen.
Der große Nachteil des Moduls: Die Hardwarekonfiguration im Eprom entspricht der damals eingesendeten Diskette, d.h. in meinem Fall, Floppy 1541 und Joystick-Steuerung (argl....). Der Eingabetreiber kann allerdings "per Laufzeit" neu eingebunden werden (muss sich dafür an der 9. Stelle auf der Disk befinden). Ramerweiterungen und zus. Laufwerke können anscheinend aber auch genutzt werden, wenn auf der Diskette beim Starten "Konfigurieren" mit drauf ist (kann ich im Moment nicht testen, die die meisten meiner C64-Teile renovierstaubsicher verpackt sind).
Große spürbare Unterschiede zum normalen Desktop konnte ich nicht feststellen, im Handbuch, bzw. Handheft steht der Tastaturpuffer ist von 16 auf 32 Zeichen erhöht, da die Laderoutine des romTops kürzer als die Originalroutine ist.
Dabei waren noch eine 5.25" und eine 3.5"-Diskette. Da beide nicht ganz in Ordnung sind, werde ich erst mal Kopien und einen Transfer auf den PC machen und dann weiterschauen, wobei die Disk für die 1581 wirklich sehr übel beieinander ist.
So, nun die wirklich depremierenden Sachen vom damaligen Hersteller:
Er selbst hat seit 2001 nichts mehr von seinen "alten Sachen" mehr eingeschaltet. Um ganz genau zu sein, das Zeug lagert noch alles in irgendwelchen Umzugskartons, die er erst nach und nach auseinandersortiert, aber im Moment absolut keine Zeit hat. Ich bleibe aber dran, er glaubt z.B., noch ein paar Leerplatinen zu haben.
Richtig schlimm finde ich allerdings, dass er den Vertrieb bzw. die Produktion nach einem Rechtsstreit mit Markt&Technik einstellen musste. Er hatte noch eine erweiterte Version vor, die sogar ein 128kB-Eprom benötigt hätte, u.a. mit kompletter automatischer Konfiguration (die Ermittlung der Konfiguration klappte sogar schon) und geoWrite und geoPaint im Eprom. Allerdings waren die Anwaltsschergen von M&T damals schneller.
Im Emulator habe ich das Eprom-Abbild nicht zum Laufen gebracht. Sehr schade. Hätte die Experimentierphase enorm abgekürzt.