In den USA hat aber kaum jemand ein Problem damit, für das Studium fette Kredite aufzunehmen, was dort leichter ist als hierzulande, um die horrenden Studiengebühren zu bezahlen. Da ist es nicht ungewöhnlich, nach Studienende mit 50.000$ aufwärts bei Kreditinstituten in der Kreide zu stehen.
Zu den Verlagerungen nach Indien und China: Da hat mb1860 mit Sicherheit recht, nur bin ich mal gespannt, wie es mit dem Lohndumping weitergehen soll. Die großen politischen Klassiker von Marx bis Luxemburg lehren, dass der Kapitalismus nur überleben kann, wenn er sich immer weiter ausdehnt und es zu Monopolisierungen kommt. Bleibt die Frage, was passiert, wenn er den letzten Winkel der Erde erfasst hat, dann ist er nämlich irgendwann... am Ende? Spannende Frage. In Europa sieht man z.B., dass die Lebenshaltungskosten drastisch steigen, in Rumänien sind einfache Arbeiten vergleichsweise so teuer geworden, dass Firmen auf der Suche nach billigen Tagelöhnern in die Ukraine weiterziehen. Und auch die wird irgendwann zu teuer sein...
Klar ist aber natürlich, dass alle Länder, gerade in der westlichen Welt, mehr Leute mit Studienabschluss benötigen, als es heute der Fall ist. Wenn man sich dann mal vor Augen führt, dass aber fast überall nach und nach Studiengebühren eingeführt worden sind (in Deutschland ja zum Glück nicht überall) und die Studienplätze zusammengestrichen werden, anstatt das neue angeboten werden, macht man sich so seine Gedanken um die Zukunft des Landes.
Wer zum Beispiel an einer Berliner Uni studieren möchte, muss heutzutage in nahezu jedem Fach einen passablen Einser-Abidurchschnitt haben, mit einer zwei vor dem Komma ist da in der Regel nichts mehr zu holen, wenn man nicht gerade zig Wartesemester hat. Also muss man schon ein verdammt guter Abiturient sein und dann immer öfter noch das nötiige Kleingeld aufbringen. Ich kann Telespielator wieder mal nur in allen Punkten zustimmen, besser als er kann man es kaum zusammenfassen.